Handball-Pokal: Glücklich gewonnen
Sonntag, 07. September 2014, 09:14 Uhr
Die Nordhäuser Handballer mussten am Samstag in dem neuen aufgelegten Thüringer Amateurpokal antreten. Mit dem HSV Ronneburg musste ein Liga-Dino weit reisen. Zum ersten Schlagabtausch vor Beginn der Spielserie liefen jedoch beide Teams nicht in Bestbesetzung auf. Frank Ollech berichtet...
Da das Augenmerk beider Vereine auf die Meisterschaft ausgerichtet ist, war man gespannt wer den Weg in nächsten Lostopf findet.
Die Südharzer starten in die neue Spielserie mit einem Facelifting. Ein Generationswechsel soll vollzogen werden, auch wenn der Anzug hier und da noch zwickt. Jeder jugendliche Spieler träumt davon, ein Teil der Männer Mannschaft zu werden, für einige kam der Sprung schneller als gedacht.
Den Torreigen eröffnete für die Nordhäuser Thomas Riemekasten. In der Folgezeit entwickelte sich eine äußerst temposcharfe und hochklassige Begegnung. Auch wenn auf dem Spielprotokoll am Ende einige Zeitstrafen und einmal Rot notiert wurden, war die Partie zu jederzeit äußerst fair. Auch die beiden Männer in Schwarz, in dieser Begegnung in Gelb, trugen durch ihre unauffällige Spielleitung dazu bei.
Nach dem Ausgleich zu 1:1 zogen zuerst die Gastgeber das Tempo bis zum 3:1 an. Danach kam der HSV Motor auf Touren (3:3). Was folgte war ein offener temporeicher Schlagabtausch, bei dem die Abwehrreihen dominierten.
Bis zum 6:6 konnte jeweils der NSV vorlegen, ehe der Treffer zum 6:7 in der 15. Spielminute die Gäste in Front brachte. Dem folge zugleich die zwei Tore Führung zum 6:8. Begünstigt wurde die Führung durch einige vergebene Chancen der Gastgeber.
Den Vorsprung konnten die Gäste bis zur 19. Spielminute halten, ehe es wiederum Thomas Riemekasten vorbehalten war, den 9:9 Ausgleich zu erzielen. Das folgende 9:10 brachte die NSV Spieler nicht von der spielerischen Linie ab. Einzig einige technische Fehler brachte sie mehrfach um den Angriffslohn. In dieser Phase wurde auch der schönste Treffer der Partie erzielt.
Nach einem abgewehrten Wurfversuch von Ronneburg wurde vom NSV Keeper Christoph Keil der Ball schnell nach vorn gespielt. Auf Höhe der HSV Torraumlinie wartete Thomas Riemekasten, der zum Konterangriff gestartet war. Der Ball landete punktgenau auf seinem Handrücken und überquerte den heraus eilenden HSV Keeper zum 11:10. Die Freunde wehrte nicht lange, im Gegenzug kassierten sie den 11:11 Ausgleich.
Zu diesem Zeitpunkt waren 22 Minuten gespielt, keine Mannschaft konnte dem Spiel den entscheidenden Stempel aufdrücken. Ein Treffer von Christopher Barth und zwei vom besten Nordhäuser Thomas Riemekasten verschafften den NSV mit dem 14:11 etwas Luft. Nach dem Anschlusstreffer (14:12) vertändelten die Hausherren den Angriff. Der Gegenstoß fand sein Meister im NSV Keeper, dieser brachte den Ball wiederum schnell nach vorn wo Eric Hoche diesen aus vollen Lauf, einen Meter von der Grundlinie entfernt, ins HSV katapultierte. Halbzeitstand 15:12.
Der NSV kam aus der Kabine mit einiger Nervosität. Diese konnten sie in den folgenden 30. Spielminuten nicht ablegen. Ronneburg hatte den Rückstand in der 39. Spielminute mit dem 17:17 egalisiert. Danach ließen auf beiden Seiten die Kräfte nach, dennoch hielten sie das Tempo hoch. Der Schweiß lief von Anfang an in Strömen. Die Wischer hatten in der Partie fast so viel Einsatzzeiten wie die Spieler.
In der 42. Spielminute dann ein herber Rückschlag für den HSV. Ein abgefangener Angriff wurde vom NSV Keeper Leon Vaupel, kam in der zweiten Halbzeit, nach vorn gespielt, wo Eric Hoche zum Konterangriff gestartet war. HSV Torhüter Hannes Seidemann eilte heraus um den Ball abzufangen, streifte dabei unglücklich Hoche der zu Fall kam. Nach neuer Regel blieb den Schiedsrichtern keine Wahl, sie mussten Rot ziehen. Unglücklich aber regelkonform.
Da die Kräfte auf beiden Seiten fast aufgebracht waren, war diese Karte kein großer Nachteil für die Gäste, auch wenn ein Feldspieler fortan zwischen den Posten stand. Der NSV spielte weiter temposcharf anstatt den schnellen Abschluss zu suchen, was den Gästen in die Hände spielte.
Ab der 55. Spielminute wurde die Partie zum Krimi. Die Spieler beider Seiten zollten dem Tempo weiterhin Tribut und Wischereinlagen gab es jetzt im Minutentakt. Schwerstarbeit für die jugendlichen der C-Jugend, die sie mit Bravur meisterten.
Bis zum 24:24 legte der NSV vor, ehe die Gäste beim 24:25 wieder die Nase vorn hatten. Lukas Fehling erzielte 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich und die drohende Verlängerung. Der HSV mit schneller Mitte versuchte den Abwehrriegel ein letztes Mal zu überwinden. Eine Lücke auf der rechten Seite eröffnete ihnen von der Strafraumlinie die Möglichkeit. Die Chance wurde freistehend vergeben, es folgte die Verlängerung. Spielstand 25:25.
Zur dritten Halbzeit (Verlängerung) trat der NSV leicht verändert an. Ehe sie sich gefunden hatten konnte der HSV zwei Treffer in Folge markieren (25:27). Kurzum, diesen beiden Treffern liefen die Gastgeber bis zum Schluss hinter her. Ein verwandelter Strafwurf von Jonas Frenzel meißelte das Ergebnis dieser Pokalbegegnung am Ende mit 31:33 in Stein.
In einer Partie indem die Nordhäuser die Erste und die Ronneburger die Zweite Halbzeit für sich entscheiden konnten, gewannen der HSV am Ende glücklich jedoch nicht unverdient mit 31:33.
Die Begegnung war für die Südharzer ein kleiner Gradmesser. Wenn auch nicht in Bestbesetzung auflaufend, wurden die Schwächen genau analysiert. Beeindruckend das extrem hohe Tempo, führte jedoch zu einigen noch unnötigen Ballverlusten. Die taktische Ausrichtung scheint zu stimmen und an der muss in den nächsten Wochen weiter gefeilt werden.
Auf Seiten avancierte der Nordhäuser Thomas Riemekasten mit 12 Treffern zum besten Shouter. In der Gesamtheit kann den Nordhäuser auf dem Weg zum Neuaufbau ein gutes Spiel bescheinigt werden.
Frank Ollech
Christian Knolle/ Christoph Keil/ Leon Vaupel/ Christopher Barth 2/ Eric Hoche 1/ Martin Stritzel/ Thomas Riemekasten 12/ Lukas Fehling 3/ Marc Phillip Tube 4/ Marco Holznagel 2/ Marcel Effenberger 6/ Jonas Frenzel 1
Autor: redDa das Augenmerk beider Vereine auf die Meisterschaft ausgerichtet ist, war man gespannt wer den Weg in nächsten Lostopf findet.
Die Südharzer starten in die neue Spielserie mit einem Facelifting. Ein Generationswechsel soll vollzogen werden, auch wenn der Anzug hier und da noch zwickt. Jeder jugendliche Spieler träumt davon, ein Teil der Männer Mannschaft zu werden, für einige kam der Sprung schneller als gedacht.
Den Torreigen eröffnete für die Nordhäuser Thomas Riemekasten. In der Folgezeit entwickelte sich eine äußerst temposcharfe und hochklassige Begegnung. Auch wenn auf dem Spielprotokoll am Ende einige Zeitstrafen und einmal Rot notiert wurden, war die Partie zu jederzeit äußerst fair. Auch die beiden Männer in Schwarz, in dieser Begegnung in Gelb, trugen durch ihre unauffällige Spielleitung dazu bei.
Nach dem Ausgleich zu 1:1 zogen zuerst die Gastgeber das Tempo bis zum 3:1 an. Danach kam der HSV Motor auf Touren (3:3). Was folgte war ein offener temporeicher Schlagabtausch, bei dem die Abwehrreihen dominierten.
Bis zum 6:6 konnte jeweils der NSV vorlegen, ehe der Treffer zum 6:7 in der 15. Spielminute die Gäste in Front brachte. Dem folge zugleich die zwei Tore Führung zum 6:8. Begünstigt wurde die Führung durch einige vergebene Chancen der Gastgeber.
Den Vorsprung konnten die Gäste bis zur 19. Spielminute halten, ehe es wiederum Thomas Riemekasten vorbehalten war, den 9:9 Ausgleich zu erzielen. Das folgende 9:10 brachte die NSV Spieler nicht von der spielerischen Linie ab. Einzig einige technische Fehler brachte sie mehrfach um den Angriffslohn. In dieser Phase wurde auch der schönste Treffer der Partie erzielt.
Nach einem abgewehrten Wurfversuch von Ronneburg wurde vom NSV Keeper Christoph Keil der Ball schnell nach vorn gespielt. Auf Höhe der HSV Torraumlinie wartete Thomas Riemekasten, der zum Konterangriff gestartet war. Der Ball landete punktgenau auf seinem Handrücken und überquerte den heraus eilenden HSV Keeper zum 11:10. Die Freunde wehrte nicht lange, im Gegenzug kassierten sie den 11:11 Ausgleich.
Zu diesem Zeitpunkt waren 22 Minuten gespielt, keine Mannschaft konnte dem Spiel den entscheidenden Stempel aufdrücken. Ein Treffer von Christopher Barth und zwei vom besten Nordhäuser Thomas Riemekasten verschafften den NSV mit dem 14:11 etwas Luft. Nach dem Anschlusstreffer (14:12) vertändelten die Hausherren den Angriff. Der Gegenstoß fand sein Meister im NSV Keeper, dieser brachte den Ball wiederum schnell nach vorn wo Eric Hoche diesen aus vollen Lauf, einen Meter von der Grundlinie entfernt, ins HSV katapultierte. Halbzeitstand 15:12.
Der NSV kam aus der Kabine mit einiger Nervosität. Diese konnten sie in den folgenden 30. Spielminuten nicht ablegen. Ronneburg hatte den Rückstand in der 39. Spielminute mit dem 17:17 egalisiert. Danach ließen auf beiden Seiten die Kräfte nach, dennoch hielten sie das Tempo hoch. Der Schweiß lief von Anfang an in Strömen. Die Wischer hatten in der Partie fast so viel Einsatzzeiten wie die Spieler.
In der 42. Spielminute dann ein herber Rückschlag für den HSV. Ein abgefangener Angriff wurde vom NSV Keeper Leon Vaupel, kam in der zweiten Halbzeit, nach vorn gespielt, wo Eric Hoche zum Konterangriff gestartet war. HSV Torhüter Hannes Seidemann eilte heraus um den Ball abzufangen, streifte dabei unglücklich Hoche der zu Fall kam. Nach neuer Regel blieb den Schiedsrichtern keine Wahl, sie mussten Rot ziehen. Unglücklich aber regelkonform.
Da die Kräfte auf beiden Seiten fast aufgebracht waren, war diese Karte kein großer Nachteil für die Gäste, auch wenn ein Feldspieler fortan zwischen den Posten stand. Der NSV spielte weiter temposcharf anstatt den schnellen Abschluss zu suchen, was den Gästen in die Hände spielte.
Ab der 55. Spielminute wurde die Partie zum Krimi. Die Spieler beider Seiten zollten dem Tempo weiterhin Tribut und Wischereinlagen gab es jetzt im Minutentakt. Schwerstarbeit für die jugendlichen der C-Jugend, die sie mit Bravur meisterten.
Bis zum 24:24 legte der NSV vor, ehe die Gäste beim 24:25 wieder die Nase vorn hatten. Lukas Fehling erzielte 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich und die drohende Verlängerung. Der HSV mit schneller Mitte versuchte den Abwehrriegel ein letztes Mal zu überwinden. Eine Lücke auf der rechten Seite eröffnete ihnen von der Strafraumlinie die Möglichkeit. Die Chance wurde freistehend vergeben, es folgte die Verlängerung. Spielstand 25:25.
Zur dritten Halbzeit (Verlängerung) trat der NSV leicht verändert an. Ehe sie sich gefunden hatten konnte der HSV zwei Treffer in Folge markieren (25:27). Kurzum, diesen beiden Treffern liefen die Gastgeber bis zum Schluss hinter her. Ein verwandelter Strafwurf von Jonas Frenzel meißelte das Ergebnis dieser Pokalbegegnung am Ende mit 31:33 in Stein.
In einer Partie indem die Nordhäuser die Erste und die Ronneburger die Zweite Halbzeit für sich entscheiden konnten, gewannen der HSV am Ende glücklich jedoch nicht unverdient mit 31:33.
Die Begegnung war für die Südharzer ein kleiner Gradmesser. Wenn auch nicht in Bestbesetzung auflaufend, wurden die Schwächen genau analysiert. Beeindruckend das extrem hohe Tempo, führte jedoch zu einigen noch unnötigen Ballverlusten. Die taktische Ausrichtung scheint zu stimmen und an der muss in den nächsten Wochen weiter gefeilt werden.
Auf Seiten avancierte der Nordhäuser Thomas Riemekasten mit 12 Treffern zum besten Shouter. In der Gesamtheit kann den Nordhäuser auf dem Weg zum Neuaufbau ein gutes Spiel bescheinigt werden.
Frank Ollech
Christian Knolle/ Christoph Keil/ Leon Vaupel/ Christopher Barth 2/ Eric Hoche 1/ Martin Stritzel/ Thomas Riemekasten 12/ Lukas Fehling 3/ Marc Phillip Tube 4/ Marco Holznagel 2/ Marcel Effenberger 6/ Jonas Frenzel 1
