nnz-doku: Brief der Landrätin
Freitag, 05. September 2014, 17:58 Uhr
Am Nachmittag sind im niedersächsischem "Revier" die Ortsumgehungen für Barbis und Osterhagen freigegeben worden. In Thüringen warten die Orte entlang der B243 noch. Landrätin Birgit Keller hat bei der Verkehrsfreigabe einen Brief an Minister Alexander Dobrindt übergeben...
Sehr geehrter Herr Minister Dobrindt,
am heutigen Tag erfolgt im Nachbarlandkreis Osterode/Niedersachsen die feierliche Verkehrsfreigabe der B 243 – Ortsumgehung Barbis. Für unsere Nachbarn in Niedersachsen entspannt sich damit die Verkehrssituation erheblich.
Das Nachtfahrverbot für LKW wird aufgehoben. Auf unserem Thüringer Gebiet bringt diese Freigabe nun jedoch insbesondere für die Bürger in den noch nicht vom Durchgangsverkehr entlasteten Ortsdurchfahrten der B 243 von Mackenrode, Hohlbach und Günzerode hinsichtlich Gesundheit, Lebensqualität sowie zu erwartenden Schäden an den Grundstücken noch erheblichere Beeinträchtigungen.
Es muss davon ausgegangen werden, dass die Verkehrsbelastungen auf der alten B 243 Tag und Nacht zunehmen und die neue Straße nunmehr auch durch einen hohen Anteil von Schwerlastverkehr angenommen wird. Die Anwohner fordern deshalb ein Nachtfahrverbot für LKW, wie bisher im Nachbarlandkreis, welches jedoch nach unseren bisherigen Bemühungen schwer durchsetzbar scheint.
Bereits am 05.12.2012 erfolgte auf Thüringer Gebiet die Freigabe des 1. Bauabschnittes der B 243n von der Anbindung an die A 38 bis nach Großwechsungen an die alte B 243. Dieser Termin war insbesondere für alle Anlieger an dieser Strecke ein wichtiges Signal für den durch einen Staatssekretär an diesem Tag bekräftigten Willen des Bundes, Abhilfe für die doch sehr belastende Situation für die Menschen in den o.g. Ortslagen der B 243 zu schaffen und folgerichtig vordringlich den Lückenschluss zwischen Günzerode und Mackenrode an der Landesgrenze nach Niedersachsen zu vollziehen.
Bis heute gibt es jedoch noch immer keine verbindlichen Aussagen, ob bzw. wann zumindest im planfestgestellten Streckenabschnitt Mackenrode weitergebaut wird. Die Bürger werden seit Jahren vertröstet und verlieren nach und nach die Hoffnung auf Verbesserung der unzumutbaren Verkehrssituation.
Andererseits sind sie aber mit der Bürgerinitiative B243nMackenrode nicht bereit, eine unerträgliche Zunahme des Verkehrsaufkommens weiter hinzunehmen und die daraus resultierenden erhöhten Lebens- und Schadensrisiken zu akzeptieren. Der Landkreis Nordhausen setzt sich besonders seit 1999 gemeinsam mit seinen Kommunen sowie den angrenzenden Landkreisen für den zügigen Neubau der B 243 ein.
Denn diese Trasse hat neben der Entlastung der Bürger vom Durchgangsverkehr durch die Grenzöffnung und durch die deutsche Einigung ihre Bedeutung als wichtigste Verbindungsachse im Südharzraum zwischen den Bundesländern Thüringen und Niedersachsen wiedererlangt. Sie stellt die direkte Verbindung der Nord-Süd-Achse und die zwischen der A 7 bei Seesen und der A 38 bei Nordhausen her. Außerdem verbindet die B 243 die Südharzstädte Osterode am Harz, Bad Lauterberg im Harz, Bad Sachsa und Nordhausen untereinander und dient als südliche Verteilungsschiene für den Harz.
Sehr geehrter Herr Minister Dobrindt,
der Weiterbau der B 243 n Mackenrode – Großwechsungen hat für unsere Region aufgrund der Bürgerbetroffenheit sowie der überregionalen Bedeutung den absoluten Vorrang vor anderen Straßenneubaumaßnahmen. Auch der Bund hat dieses Vorhaben als prioritäre Maßnahme anerkannt. Ich bitte Sie daher hiermit eindringlich um Unterstützung für den unverzüglichen Weiterbau der B 243n zur Herstellung des Lückenschlusses im Thüringer Abschnitt durch Sicherstellung der hierfür erforderlichen Finanzierung.
Für Ihre Bemühungen zur Unterstützung der Region danke ich Ihnen im Voraus. Über eine positive Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Keller, Landrätin
Autor: redSehr geehrter Herr Minister Dobrindt,
am heutigen Tag erfolgt im Nachbarlandkreis Osterode/Niedersachsen die feierliche Verkehrsfreigabe der B 243 – Ortsumgehung Barbis. Für unsere Nachbarn in Niedersachsen entspannt sich damit die Verkehrssituation erheblich.
Das Nachtfahrverbot für LKW wird aufgehoben. Auf unserem Thüringer Gebiet bringt diese Freigabe nun jedoch insbesondere für die Bürger in den noch nicht vom Durchgangsverkehr entlasteten Ortsdurchfahrten der B 243 von Mackenrode, Hohlbach und Günzerode hinsichtlich Gesundheit, Lebensqualität sowie zu erwartenden Schäden an den Grundstücken noch erheblichere Beeinträchtigungen.
Es muss davon ausgegangen werden, dass die Verkehrsbelastungen auf der alten B 243 Tag und Nacht zunehmen und die neue Straße nunmehr auch durch einen hohen Anteil von Schwerlastverkehr angenommen wird. Die Anwohner fordern deshalb ein Nachtfahrverbot für LKW, wie bisher im Nachbarlandkreis, welches jedoch nach unseren bisherigen Bemühungen schwer durchsetzbar scheint.
Bereits am 05.12.2012 erfolgte auf Thüringer Gebiet die Freigabe des 1. Bauabschnittes der B 243n von der Anbindung an die A 38 bis nach Großwechsungen an die alte B 243. Dieser Termin war insbesondere für alle Anlieger an dieser Strecke ein wichtiges Signal für den durch einen Staatssekretär an diesem Tag bekräftigten Willen des Bundes, Abhilfe für die doch sehr belastende Situation für die Menschen in den o.g. Ortslagen der B 243 zu schaffen und folgerichtig vordringlich den Lückenschluss zwischen Günzerode und Mackenrode an der Landesgrenze nach Niedersachsen zu vollziehen.
Bis heute gibt es jedoch noch immer keine verbindlichen Aussagen, ob bzw. wann zumindest im planfestgestellten Streckenabschnitt Mackenrode weitergebaut wird. Die Bürger werden seit Jahren vertröstet und verlieren nach und nach die Hoffnung auf Verbesserung der unzumutbaren Verkehrssituation.
Andererseits sind sie aber mit der Bürgerinitiative B243nMackenrode nicht bereit, eine unerträgliche Zunahme des Verkehrsaufkommens weiter hinzunehmen und die daraus resultierenden erhöhten Lebens- und Schadensrisiken zu akzeptieren. Der Landkreis Nordhausen setzt sich besonders seit 1999 gemeinsam mit seinen Kommunen sowie den angrenzenden Landkreisen für den zügigen Neubau der B 243 ein.
Denn diese Trasse hat neben der Entlastung der Bürger vom Durchgangsverkehr durch die Grenzöffnung und durch die deutsche Einigung ihre Bedeutung als wichtigste Verbindungsachse im Südharzraum zwischen den Bundesländern Thüringen und Niedersachsen wiedererlangt. Sie stellt die direkte Verbindung der Nord-Süd-Achse und die zwischen der A 7 bei Seesen und der A 38 bei Nordhausen her. Außerdem verbindet die B 243 die Südharzstädte Osterode am Harz, Bad Lauterberg im Harz, Bad Sachsa und Nordhausen untereinander und dient als südliche Verteilungsschiene für den Harz.
Sehr geehrter Herr Minister Dobrindt,
der Weiterbau der B 243 n Mackenrode – Großwechsungen hat für unsere Region aufgrund der Bürgerbetroffenheit sowie der überregionalen Bedeutung den absoluten Vorrang vor anderen Straßenneubaumaßnahmen. Auch der Bund hat dieses Vorhaben als prioritäre Maßnahme anerkannt. Ich bitte Sie daher hiermit eindringlich um Unterstützung für den unverzüglichen Weiterbau der B 243n zur Herstellung des Lückenschlusses im Thüringer Abschnitt durch Sicherstellung der hierfür erforderlichen Finanzierung.
Für Ihre Bemühungen zur Unterstützung der Region danke ich Ihnen im Voraus. Über eine positive Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Keller, Landrätin
