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Ertappte Umweltsünder boten auch schon mal Schläge an

Freitag, 18. Mai 2001, 14:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Die im Landkreis Nordhausen tätigen ehrenamtlichen Umweltinspektoren sind sehr besorgt. Dies wurde gestern während einer Arbeitstagung des Agenda-21-Forums „Ehrenamt“ deutlich. nnz hat erfahren, wo es Grund zur Sorge gibt.

Die Umweltinspektoren haben den Eindruck, daß ihre Aktivitäten zum Schutze der Umwelt nicht ernst genommen oder gar behindert werden. Schlimmer noch: In Einzelfällen wurde den Inspektoren seitens ertappter Umweltsünder sogar mit Schlägen gedroht. Die Inspektoren wünschen sich daher als erste Maßnahme eine intensivere Zusammenarbeit mit den örtlichen Räten und forderten von einigen Ortsbürgermeistern mehr Solidarität ein.

So werden im Raum der Landesgrenze zu Niedersachsen in letzter Zeit verstärkt Lkw und Kleintransporter beobachtet, deren Fahrer im thüringischen Teil des Südharzes illegal Müll ablagern. Derlei Probleme können die Inspektoren nicht allein lösen, dazu bedarf es der Unterstützung der Polizei. Erneut mußte das leidige Problem der Situation um die Container-Stellplätze in der Stadt Nordhausen auf die Tagesordnung gesetzt werden. So werden Pappe, Kartons und Papier einfach neben die Container abgelegt. Beklagenswert ist auch die Unsauberkeit im Umfeld von Schulen, hier sollten Lehrer und Betreuer stärker ihrer Aufsichtspflicht nachkommen, so die Umweltinspektoren.

Hans-Georg Backhaus vom Agends-21-Büro der Kreisverwaltung bot an, in die Schulen zu gehen und im Rahmen des Ehtik-Unterrichtes über den Sinn der Agenda 21 zu sprechen. Die Umweltinspektoren nahmen eine Einladung des Leiters des städtischen Umweltamtes, Rainer Kirsch, ins Umweltamt an. Sie treffen sich dort in der kommenden Woche, um über gezielte Maßnahmen zur Sauberhaltung der Container-Stellplätze zu beraten. Letztlich wurde gestern beschlossen, dem Agenda-21-Forum den Namen „Umwelt- und Naturschutz“ zu geben. Das nächste Treffen der Umweltinspektoren findet am 29. Mai um 14 Uhr im Scheunenhof Sundhausen statt. Dort soll über die Unterstützung der 6. Umweltfesttages des Landkreises beraten werden.
Autor: nnz

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