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Mitteldorf: Hausgemachtes Problem der CDU

Donnerstag, 04. September 2014, 13:53 Uhr
LINKE-Landtagskandidatin Katja Mitteldorf begrüßt, dass die CDU endlich der Forderung nachkommt und jährlich 500 neue Lehrer einstellen möchte, wie kürzlich bei einem CDU-Fachgespräch in Werther erklärt wurde...


"Jedoch bin ich etwas verwirrt, dass sie den Gedanken erst kurz vor der Landtagswahl aufgreifen. Zahlen aus den letzten fünf Regierungsjahren belegen, dass nicht wie im Koalitionsvertrag vereinbart 2500 Lehrer, sondern gerade einmal 1150 eingestellt wurden, in der Anfangszeit durchschnittlich sogar nur 150 pro Jahr."

Blockiert wurde die Mehreinstellung von Lehrkräften seitens des CDU-Finanzministers Voß. "Daher muss ich stark anzweifeln, dass die neue CDU-Forderung wirklich mehr als ein weiteres leeres Wahlversprechen ist“, gibt Katja Mitteldorf, Linke-Direktkandidatin für den Thüringer Landtag, zu bedenken.

„Die CDU hatte in den vergangenen Regierungsjahren genug Möglichkeiten gehabt, diese Forderung längst umzusetzen. Das nun zu wenige Lehrer an den Thüringer Schulen eingestellt sind, ist doch ein hausgemachtes Problem der CDU“, so Mitteldorf weiter. Ebenfalls auf Verwunderung stößt die Aussage der Jungen Union Nordhausen, um Kreischef Chris Schröder, die Linke wolle die Notengebung abschaffen.

„Ich kann die Aussage der Jungen Union nicht wirklich nachvollziehen, denn im Thüringer Schulgesetz steht im §48 Absatz 3, dass in bestimmten Klassenstufen oder Schularten die Noten durch eine verbale Leistungseinschätzung oder Punktsystem ergänzt oder ersetzt werden dürfen. Damit ist die gesetzliche Grundlage zur Abschaffung von Noten bereits 2010 auch seitens der CDU geschaffen worden“, erklärt Mitteldorf ihre Bedenken.
Autor: red

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