Zum dritten Mal in Nordhausen
Mittwoch, 03. September 2014, 19:50 Uhr
Zweimal war der Mann schon in der Rolandstadt, doch aller guten Dinge sollen bekanntlich der drei sein. Und so unterstützt Wolfgang Schäuble in diesem Jahr die wahlkämpfenden Inge Klaan, Egon Primas und die CDU im Landkreis Nordhausen allgemein...
Eröffnet wurde die Veranstaltung musikalisch durch Ronald Gäßlein und die anschließende Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, der sich freute, dass einer der Architekten der deutschen Einheit nach 1990 und 1999 nun zum dritten Mal in Nordhausen sei. Und Zeh war so aufgeregt, dass er Schäuble als Bundesministerin benannte und den Ratssitzungssaal als Halle in einem neuen Haus ausrief.
Wolfgang Schäuble erinnerte sich rudimentär an seinen ersten Besuch als damaliger Bundesinnenminister und er sei gern wieder nach Nordhausen gekommen und das ist die Wahrheit. Der erste Besuch, der ist 24 Jahre her und das seien mehr Jahre, als zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg dokumentiert sind. Schäuble erinnerte auch an die damalige Wahlbeteiligung von 90+ Prozent bei den Volkskammerwahlen und blickte kurz auf die Wahlbeteiligung aktuell in Sachsen.
In seiner Rede ging der Wahlkampfhelfer aus Berlin auf die Ukraine-Krise ein. Er schlug moderate Töne an, war sich sicher, dass dieser Konflikt ohne eine militärische Konfrontation gelöst werden muss. Eine Lösung ohne Rußland sei nicht möglich. Die größere Gefahr sei die Situation im nahen und mittleren Osten. Deutschland sei eingebettet in eine Welt, die viele Möglichkeiten bietet, die aber auch eine Begleitwirkung habe.
Dann kam der Mann zu einem seiner Lieblingsthemen – der Einheit Europas. Das sei ein Gebilde mit 360 Millionen Menschen, von wir Deutsche mehr profitieren als das wir abgeben. Bei allen Problemen, die es auch in den neuen Länder noch gebe, ohne die Europäische Union wäre eine solche rasante Entwicklung nicht denkbar gewesen. Und weil die einstigen wirtschaftlichen Unterschiede selbst in den nächsten Jahren nicht ausgeglichen seien, müsse weiter – auch nach 2019 – noch Geld in die ostdeutschen Länder fließen. Schäuble verteidigte pflichtgemäß die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung und bestand weiterhin, dass die hilfebedürftigen Länder ihre Hausaufgaben machen sollten.
Nach dem Gast aus Berlin waren die lokale Matadoren an der Reihe. Egon Primas gab zu, dass es eine Herausforderung sei, nach Wolfgang Schäuble zu reden und erinnerte an die Zeiten des Aufbruchs im Jahr 1990 in der damaligen Halle der Freundschaft. Nun, 24 Jahren später, plädierte der Landtagsabgeordnete für eine starke Wahlbeteiligung, damit den Extremisten keine Chance bleibt. Wir wollen keine NPD im Thüringer Landtag. Natürlich warnte der CDU-Mann vor einer Einheitsschule, wie die linke Parteien es wollen und er warnte vor den linken Monsterkreisen.
Inge Klaan, die Wolfgang Schäuble gleich mal zum Bundespräsidenten machte, gab dem Gast aus Berlin den Wunsch mit auf den Weg nach mehr Geld zur Finanzierung der dringend benötigten Straßenbauprojekte und Klaan machte deutlich, dass die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs noch stärker als bisher einer finanziellen Unterstützung aus Berlin bedürfe.
Anschließend stellten Bürger Fragen zum Beispiel nach der Umsetzung der Mütterrente, der Altersvorsorge. Schäuble antwortete ehrlich, musste sich nach der Beantwortung der beiden Fragen jedoch von Nordhausen weiter auf den Weg machen. Der Tag war für den 71jährigen damit noch nicht zu Ende. Zum Abschied übergab Inge Klaan dem Bundesminister einen Präsentkorb mit Nordhäuser Wurstwaren und natürlich einer speziellen Flasche echten Nordhäuser Doppelkorns.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redEröffnet wurde die Veranstaltung musikalisch durch Ronald Gäßlein und die anschließende Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, der sich freute, dass einer der Architekten der deutschen Einheit nach 1990 und 1999 nun zum dritten Mal in Nordhausen sei. Und Zeh war so aufgeregt, dass er Schäuble als Bundesministerin benannte und den Ratssitzungssaal als Halle in einem neuen Haus ausrief.
Wolfgang Schäuble erinnerte sich rudimentär an seinen ersten Besuch als damaliger Bundesinnenminister und er sei gern wieder nach Nordhausen gekommen und das ist die Wahrheit. Der erste Besuch, der ist 24 Jahre her und das seien mehr Jahre, als zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg dokumentiert sind. Schäuble erinnerte auch an die damalige Wahlbeteiligung von 90+ Prozent bei den Volkskammerwahlen und blickte kurz auf die Wahlbeteiligung aktuell in Sachsen.
In seiner Rede ging der Wahlkampfhelfer aus Berlin auf die Ukraine-Krise ein. Er schlug moderate Töne an, war sich sicher, dass dieser Konflikt ohne eine militärische Konfrontation gelöst werden muss. Eine Lösung ohne Rußland sei nicht möglich. Die größere Gefahr sei die Situation im nahen und mittleren Osten. Deutschland sei eingebettet in eine Welt, die viele Möglichkeiten bietet, die aber auch eine Begleitwirkung habe.
Dann kam der Mann zu einem seiner Lieblingsthemen – der Einheit Europas. Das sei ein Gebilde mit 360 Millionen Menschen, von wir Deutsche mehr profitieren als das wir abgeben. Bei allen Problemen, die es auch in den neuen Länder noch gebe, ohne die Europäische Union wäre eine solche rasante Entwicklung nicht denkbar gewesen. Und weil die einstigen wirtschaftlichen Unterschiede selbst in den nächsten Jahren nicht ausgeglichen seien, müsse weiter – auch nach 2019 – noch Geld in die ostdeutschen Länder fließen. Schäuble verteidigte pflichtgemäß die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung und bestand weiterhin, dass die hilfebedürftigen Länder ihre Hausaufgaben machen sollten.
Nach dem Gast aus Berlin waren die lokale Matadoren an der Reihe. Egon Primas gab zu, dass es eine Herausforderung sei, nach Wolfgang Schäuble zu reden und erinnerte an die Zeiten des Aufbruchs im Jahr 1990 in der damaligen Halle der Freundschaft. Nun, 24 Jahren später, plädierte der Landtagsabgeordnete für eine starke Wahlbeteiligung, damit den Extremisten keine Chance bleibt. Wir wollen keine NPD im Thüringer Landtag. Natürlich warnte der CDU-Mann vor einer Einheitsschule, wie die linke Parteien es wollen und er warnte vor den linken Monsterkreisen.
Inge Klaan, die Wolfgang Schäuble gleich mal zum Bundespräsidenten machte, gab dem Gast aus Berlin den Wunsch mit auf den Weg nach mehr Geld zur Finanzierung der dringend benötigten Straßenbauprojekte und Klaan machte deutlich, dass die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs noch stärker als bisher einer finanziellen Unterstützung aus Berlin bedürfe.
Anschließend stellten Bürger Fragen zum Beispiel nach der Umsetzung der Mütterrente, der Altersvorsorge. Schäuble antwortete ehrlich, musste sich nach der Beantwortung der beiden Fragen jedoch von Nordhausen weiter auf den Weg machen. Der Tag war für den 71jährigen damit noch nicht zu Ende. Zum Abschied übergab Inge Klaan dem Bundesminister einen Präsentkorb mit Nordhäuser Wurstwaren und natürlich einer speziellen Flasche echten Nordhäuser Doppelkorns.
Peter-Stefan Greiner












