75 Jahre Zweiter Weltkrieg
Montag, 01. September 2014, 14:08 Uhr
Es ist ein Jahr der Jubiläen des Schreckens: 100 Jahre erster Weltkrieg und 75 Jahre zweiter Weltkrieg. Auch in Nordhausen wurde heute dem Beginn des zweiten großen Krieges gedacht...
"Es begann mit einer Lüge" erinnerte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh die Anwesenden an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen vor 75 Jahren, "Deutschland hatte das Schwert gezogen". Man gedachte des Beginns, der Eskalation zum "totalen Krieg", seines Endes und seiner Auswirkungen und Folgen, die auch Nordhausen auf das schwerste trafen.
"Wir sollten dankbar sein für das, was uns wie eine Selbstverständlichkeit erscheint - den Frieden", sagte Zeh auch mit Hinblick auf all das, was derzeit in der Welt, im Nahen Osten, Syrien, Irak oder der Ukraine geschieht.
Es war eine gute Rede an einem historisch bedeutsamen Tag. Ihr lauschten Vertreter der Verwaltung der lokalen Politik, der Kirchen und einige vereinzelte Bürger. Die Phrase von den "üblichen Verdächtigen" drängt sich auf. Man sollte jedoch Bedenken, das, an diesem ersten September auch das neue Schuljahr begonnen hat.
Dennoch: die Gedenkveranstaltung fand zu einer Zeit statt, an der ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung wahrscheinlich gerade die Mittagspause beendet hatte. "Man sollte darüber nachdenken, ob man Veranstaltungen dieser Art nicht zu anderen Uhrzeiten organisieren kann", sagte Katja Mitteldorf (die Linke) nach der Gedenkveranstaltung. Aus der Verwaltung hieß es dazu, die Problematik sei im Arbeitskreis Gedenkkultur schon besprochen worden.
Man darf also hoffen, dass in Zukunft Gedenktage dann gewürdigt werden, wenn mehr Menschen die Chance haben, auch tatsächlich teilzunehmen. Wenn es nicht immer die gleichen Gesichter sind die, sei es aus ehrlicher Andacht oder Pflichtschuldigkeit, an den wichtigen Gedenktagen und Kranzniederlegungen teilnehmen, dann verlieren diese zumindest einen Teil ihres formelhaften, ihres rituellen Charakters und können gerade an den "großen" Jubiläen das besser leisten, wozu sie gedacht sind: Erinnerung.
Angelo Glashagel
Autor: red"Es begann mit einer Lüge" erinnerte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh die Anwesenden an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen vor 75 Jahren, "Deutschland hatte das Schwert gezogen". Man gedachte des Beginns, der Eskalation zum "totalen Krieg", seines Endes und seiner Auswirkungen und Folgen, die auch Nordhausen auf das schwerste trafen.
"Wir sollten dankbar sein für das, was uns wie eine Selbstverständlichkeit erscheint - den Frieden", sagte Zeh auch mit Hinblick auf all das, was derzeit in der Welt, im Nahen Osten, Syrien, Irak oder der Ukraine geschieht.
Es war eine gute Rede an einem historisch bedeutsamen Tag. Ihr lauschten Vertreter der Verwaltung der lokalen Politik, der Kirchen und einige vereinzelte Bürger. Die Phrase von den "üblichen Verdächtigen" drängt sich auf. Man sollte jedoch Bedenken, das, an diesem ersten September auch das neue Schuljahr begonnen hat.
Dennoch: die Gedenkveranstaltung fand zu einer Zeit statt, an der ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung wahrscheinlich gerade die Mittagspause beendet hatte. "Man sollte darüber nachdenken, ob man Veranstaltungen dieser Art nicht zu anderen Uhrzeiten organisieren kann", sagte Katja Mitteldorf (die Linke) nach der Gedenkveranstaltung. Aus der Verwaltung hieß es dazu, die Problematik sei im Arbeitskreis Gedenkkultur schon besprochen worden.
Man darf also hoffen, dass in Zukunft Gedenktage dann gewürdigt werden, wenn mehr Menschen die Chance haben, auch tatsächlich teilzunehmen. Wenn es nicht immer die gleichen Gesichter sind die, sei es aus ehrlicher Andacht oder Pflichtschuldigkeit, an den wichtigen Gedenktagen und Kranzniederlegungen teilnehmen, dann verlieren diese zumindest einen Teil ihres formelhaften, ihres rituellen Charakters und können gerade an den "großen" Jubiläen das besser leisten, wozu sie gedacht sind: Erinnerung.
Angelo Glashagel









