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100 Jahre genossenschaftliches Wohnen in Nordhausen

Freitag, 18. Mai 2001, 13:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Das genossenschaftliche Bauen in Nordhausen feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. nnz setzt am dieser Stelle die Beitragsreihe fort. Heute wird die Zeit der politischen Wende betrachtet.

Die im Jahr 1974 gegründete Vereinigte Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (VAWG) hatte im Jahr 1989 6.477 Wohnungen in ihrem Bestand. Die politische Wende brachte für die Genossenschaft die Rückkehr zur vollständigen Arbeit auf der Grundlage des Genossenschaftsgesetzes. Am 18. Oktober 1990 fand eine richtungsweisende Vertreterversammlung statt. Als Ergebnis dieser Versammlung wurde ein neues Statut beschlossen, ein Aufsichtsrat gewählt und der Name der Genossenschaft geändert. Mit dem Beschluß des neuen Statutes führte die Genossenschaft ab sofort den Namen „Wohnungsbaugenossenschaft eG Nordhausen“ (WBG).

Die Jahre nach 1990 waren gekennzeichnet von ständiger Bewegung, engagierter Arbeit, die einem Ziel untergeordnet waren: Die Lebensfähigkeit der Genossenschaft zu erhalten und ihren Mitgliedern ein sicheres Wohnen zu sozialen Konditionen zu ermöglichen! Mit der aus der DDR noch festgelegten Miete von durchschnittlich 90 Pfennige je Quadratmeter war es nur eine Frage der Zeit, um Liquiditätshilfen und „Überlebenskredite“ in Anspruch nehmen zu müssen. Etwas Entspannung brachte die erste Mieterhöhung und die Umlageverordnung für Betriebskosten im Jahr 1991.

In den darauf folgenden Jahren standen wichtige Entscheidungen an, die sich vor allem auf zu erwartende Sanierungsvorhaben ausrichteten. Erste Aufgaben, die gelöst werden mußten, waren der Fernsehempfang aller Programme, eine neue Sicherung der Eingangstüren oder der Einbau von Wasserzählern. Eine nicht unwesentliche Hilfe und wertvolle Hinweise erhielt die Nordhäuser Genossenschaft in dieser Zeit von der Northeimer Wohnungsbaugesellschaft und der Volksheimstätte eG Göttingen.

Die Rechtsnachfolge der WGB sowie die Sicherung des Grund und Bodens und die grundbuchliche Eintragung der einzelnen Grundstücke waren weitere wichtige Etappen und gleichzeitig Voraussetzung, um mit der dringenden komplexen Modernisierung zu beginnen und um dafür die erforderlichen Kredite zu erhalten.
Autor: nnz

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