Feuer in der Altstadt
Mittwoch, 20. August 2014, 20:29 Uhr
Gemeint ist allerdings nicht das Element, sondern die Firma. Der Kurbelwellenhersteller Feuer powertrain mausert sich zum Bauherrn und will die Altstadt um modernen Wohnraum bereichern. Die Pläne wurden heute in der Flohburg vorgestellt...
Auf Einladung der Altstadtinitiative wurden am Abend die Pläne zur Neugestaltung der Georgengasse in den Räumlichkeiten des zukünftigen Nachbarn, der Flohburg, vorgestellt. Das Konzept sieht vor, in der Georgengasse, die sich zwischen dem Gelände der Humboldt Oberstufe und dem Museum dahinzieht, sechs Wohnobjekte in Reihenhausbebauung zu errichten.
Die Belebung des Areals ist von Seiten der Stadt seit der Erarbeitung des Quartierkonzeptes während der Bauphase der Flohburg gewünscht. "Feuer" konnte sich mit seinem Konzept gegen andere Bewerber durchsetzen.
Heute Parkplatz, Anfang nächsten Jahres Baustelle - das Quartier Georgengasse (Foto: Angelo Glashagel)
Wo heute auf einer Schotterfläche ein paar Autos parken, sollen ab März nächsten Jahres die Baufirmen anrücken, und sechs Häuser errichten. Diese sollen aber nicht wie typische Reihenhäuser aussehen, sondern sich durch leichte Versetzung voneinander abgrenzen und doch ein Ganzes ergeben. In Anlehnung an die alten Häuser des Stadtkerns und dem letzten architektonischen Neuzugang des Quartiers, der Flohburg, setzt man zudem auf Spitzdächer statt auf Flachbauweise.
Vier größere und zwei kleinere Häuser sollen auf dem Gelände entstehen. Die größeren Häuser mit 250 bis 270 qm Gesamtfläche sollen Garagen erhalten, die kleineren etwa 140 qm umfassenden Objekte in der Mitte des Ensembles lediglich Stellplätze bekommen. Die Größe der Gärten variiert ebenfalls.
Vorgestellt wurden die Pläne heute von Powertrain-Geschäftsführer Oliver Wönnmann. Der hatte, als er anno 2004 nach Nordhausen zog, selber in der Domstraße gewohnt und die Altstadt schätzen gelernt. Heute wohnt er, wie die gesamte Führungsriege des Nordhäuser Standortes der Firma, im "Feuerland", der Ansiedlung am Kiesschacht nahe des Firmensitzes.
In diesem Sinne betätigt sich der Kurbelwellenhersteller nicht ganz uneigennützig auch in der Altstadt als Bauherr. "Es ist die Verpflichtung unserer Firma, dass sich unsere Mitarbeiter in Nordhausen wohl fühlen", sagte Wönnmann. Schon in der Vergangenheit hat man sich bei Feuer darum bemüht, Spitzenkräfte nicht allein mit guten Gehältern zu locken - siehe "Feuerland". Eigentlich sollte auch hier weitergebaut werden. Da dies jedoch zeitintensiv sei und man nicht von Haus aus als Bauherr auftrete, habe man sich nach einer überschaubaren Grundfläche umgeschaut, so Wönnmann.
Die Häuser, für die es laut Geschäftsführer Wönnmann bereits großes Interesse bestehe, sollen aber nicht allein den Mitarbeitern der Firma vorbehalten sein, sondern allen Interessenten angeboten werden. Die größeren Objekte eigneten sich für Familien mit mehreren Kindern, die kleineren eher für Singles, Paare und kleinere Familien, erläuterte Wönnmann. Die Wohnungen sollen zur Miete wie auch als Eigentum angeboten werden. Zum Preisrahmen konnte er allerdings noch nichts genaueres sagen. Die Maßgabe sei aber, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Weit weniger spruchreif als das "GQ", das Quartier Georgengasse, sind die Ideen der Firma zur Neugestaltung der Blasiistraße. Gegenüber der Flohburg prägen alte Garagen aus der DDR-Zeit das Straßenbild. In Anlehnung an die Georgengasse würde sich der Kurbelwellenhersteller auch hier gerne einbringen. Im Gegensatz zu den Reihenhäusern würde das Ensemble Blasiistraße aber allein Wohnungen zur Miete enthalten.
Das Gebäude, das Wönnmann vorschwebt, würde sich in der Höhe mit begrünten Terrassen von der Blasiikirche fortbewegen, wobei das niedrigste Gebäude als Gemeindezentrum für die Kirche gedacht wäre. In den weiteren Teilen würden zum Teil barrierefreie Wohnungen untergebracht. Die bestehenden Gebäude, also das ehemalige "Cafe Konzil" und die alte Gastwirtschaft, würden erhalten und in das Konzept integriert.
Die entsprechenden Flächen sind allerdings noch nicht zur Ausschreibung freigegeben. Sollte diese erfolgen, will sich die Firma mit ihrem Konzept bewerben.
Angelo Glashagel
Autor: redAuf Einladung der Altstadtinitiative wurden am Abend die Pläne zur Neugestaltung der Georgengasse in den Räumlichkeiten des zukünftigen Nachbarn, der Flohburg, vorgestellt. Das Konzept sieht vor, in der Georgengasse, die sich zwischen dem Gelände der Humboldt Oberstufe und dem Museum dahinzieht, sechs Wohnobjekte in Reihenhausbebauung zu errichten.
Die Belebung des Areals ist von Seiten der Stadt seit der Erarbeitung des Quartierkonzeptes während der Bauphase der Flohburg gewünscht. "Feuer" konnte sich mit seinem Konzept gegen andere Bewerber durchsetzen.
Heute Parkplatz, Anfang nächsten Jahres Baustelle - das Quartier Georgengasse (Foto: Angelo Glashagel)
Wo heute auf einer Schotterfläche ein paar Autos parken, sollen ab März nächsten Jahres die Baufirmen anrücken, und sechs Häuser errichten. Diese sollen aber nicht wie typische Reihenhäuser aussehen, sondern sich durch leichte Versetzung voneinander abgrenzen und doch ein Ganzes ergeben. In Anlehnung an die alten Häuser des Stadtkerns und dem letzten architektonischen Neuzugang des Quartiers, der Flohburg, setzt man zudem auf Spitzdächer statt auf Flachbauweise.
Vier größere und zwei kleinere Häuser sollen auf dem Gelände entstehen. Die größeren Häuser mit 250 bis 270 qm Gesamtfläche sollen Garagen erhalten, die kleineren etwa 140 qm umfassenden Objekte in der Mitte des Ensembles lediglich Stellplätze bekommen. Die Größe der Gärten variiert ebenfalls.
Vorgestellt wurden die Pläne heute von Powertrain-Geschäftsführer Oliver Wönnmann. Der hatte, als er anno 2004 nach Nordhausen zog, selber in der Domstraße gewohnt und die Altstadt schätzen gelernt. Heute wohnt er, wie die gesamte Führungsriege des Nordhäuser Standortes der Firma, im "Feuerland", der Ansiedlung am Kiesschacht nahe des Firmensitzes.
In diesem Sinne betätigt sich der Kurbelwellenhersteller nicht ganz uneigennützig auch in der Altstadt als Bauherr. "Es ist die Verpflichtung unserer Firma, dass sich unsere Mitarbeiter in Nordhausen wohl fühlen", sagte Wönnmann. Schon in der Vergangenheit hat man sich bei Feuer darum bemüht, Spitzenkräfte nicht allein mit guten Gehältern zu locken - siehe "Feuerland". Eigentlich sollte auch hier weitergebaut werden. Da dies jedoch zeitintensiv sei und man nicht von Haus aus als Bauherr auftrete, habe man sich nach einer überschaubaren Grundfläche umgeschaut, so Wönnmann.
Die Häuser, für die es laut Geschäftsführer Wönnmann bereits großes Interesse bestehe, sollen aber nicht allein den Mitarbeitern der Firma vorbehalten sein, sondern allen Interessenten angeboten werden. Die größeren Objekte eigneten sich für Familien mit mehreren Kindern, die kleineren eher für Singles, Paare und kleinere Familien, erläuterte Wönnmann. Die Wohnungen sollen zur Miete wie auch als Eigentum angeboten werden. Zum Preisrahmen konnte er allerdings noch nichts genaueres sagen. Die Maßgabe sei aber, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Weit weniger spruchreif als das "GQ", das Quartier Georgengasse, sind die Ideen der Firma zur Neugestaltung der Blasiistraße. Gegenüber der Flohburg prägen alte Garagen aus der DDR-Zeit das Straßenbild. In Anlehnung an die Georgengasse würde sich der Kurbelwellenhersteller auch hier gerne einbringen. Im Gegensatz zu den Reihenhäusern würde das Ensemble Blasiistraße aber allein Wohnungen zur Miete enthalten.
Das Gebäude, das Wönnmann vorschwebt, würde sich in der Höhe mit begrünten Terrassen von der Blasiikirche fortbewegen, wobei das niedrigste Gebäude als Gemeindezentrum für die Kirche gedacht wäre. In den weiteren Teilen würden zum Teil barrierefreie Wohnungen untergebracht. Die bestehenden Gebäude, also das ehemalige "Cafe Konzil" und die alte Gastwirtschaft, würden erhalten und in das Konzept integriert.
Die entsprechenden Flächen sind allerdings noch nicht zur Ausschreibung freigegeben. Sollte diese erfolgen, will sich die Firma mit ihrem Konzept bewerben.
Angelo Glashagel

