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Spielpraxis für Jeden

Donnerstag, 14. August 2014, 17:14 Uhr
Drei Testspiele gegen Australien und zwei Länderspiele gegen den WM-Gastgeber Polen liegen bereits hinter der deutschen Männer-Nationalmannschaft. Die Partien dienen der direkten Vorbereitung auf die Volleyball-Weltmeisterschaft in Polen (30. August bis 21. September)...

Annahme Fromm (Foto: Conny Kurth) Annahme Fromm (Foto: Conny Kurth)

Bis zum Auftakt gegen den Titelverteidiger aus Brasilien (1. September, 13 Uhr) in Kattowitz wird sich die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen noch zweimal den deutschen Fans präsentieren. Die Nordhäuser Wiedigsburghalle ist Austragungsort der letzten Standortbestimmung am 27. August, um 19 Uhr gegen den Weltliga-Sieger USA.

Mit 16 Spielern startete Heynen am 21. Juli in das ProjektYolo - wie seine Tochter das Unternehmen Medaillengewinn getauft hat. Darunter ist mit Max Günthör ein Spieler, der letztmals bei den Olympischen Spielen 2012 in London das Nationaltrikot trug. Und mit Georg Grozer, und Sebastian Schwarz ist ein Duo dabei, das den gesamten Sommer über frei hatte.

Simon Tischer zählte ebenso dazu. Bei ihm zeigte sich, dass er nach dem Eingriff an beiden Knien noch nicht belastbar ist und für die WM ausfällt. Vereinskollege Jan Zimmermann (VfB Friedrichshafen) rückte an seine Stelle als Zuspieler.

Im Bundesleistungszentrum Kienbaum wurde in den ersten zwei Wochen bis zu einem freien Wochenende hart gearbeitet: „Wir haben 13 Tage ohne Ruhetag trainiert und das jeden Tag sechs Stunden. Spieler haben nur individuell einen Tag frei bekommen“, sagte Heynen, dem noch eine schwere Aufgabe bevorsteht. Die WM darf nämlich nur mit 14 Spielern bestritten werden, demnach muss Heynen zwei Akteuren die Mitteilung machen, dass sie nicht dabei sind. Chancen, um sich in das Team zu spielen, gibt es genügend. Die ersten Trainings- und Länderspiele sind absolviert.

Die erste Bewährungsprobe hieß Australien, die in der Weltliga zunächst das Vierer-Turnier der „kleinen“ Finalrunde in Sydney gewannen und somit sensationell die „große“ Finalrunde erreichten. Dort verlor die physisch starke Mannschaft gegen die USA (1:3) und Italien (0:3). Ein würdiger Gegner für die deutsche Mannschaft, um sich auf dem Weg zum ProjektYolo zu machen. Vor den drei Trainingsspielen sagte Heynen: „Jeder spielt, der Rhythmus ist wichtiger als das Ergebnis.“ Insgesamt standen 15 Sätze auf dem Programm, von denen sein Team 14 (4:0, 5:1, 5:0) gewinnen konnte. Insbesondere im Block und in der Annahme präsentierte es sich in guter Form.

In dieser Woche bestritten die DVV-Männer zwei Länderspiele in Polen, am Wochenende wartet die italienische Nationalmannschaft in Cavalese und Trento. „Australien war der erste Schritt zum Aufbau. Ich hoffe, dass wir in Polen und Italien schwierige Spiele vor uns haben. Es kann gut sein, dass wir auch einmal verlieren, aber das gehört in der Vorbereitung dazu“, sagte Heynen vor den Auswärtsaufgaben. Mit einem überzeugenden 3:1-Sieg startete sein Team am Dienstag im polnischen Inowlodz. Jochen Schöps und Sebastian Schwarz ragten mit jeweils 13 Punkten heraus. Nur einen Tag später hatte Deutschland mit 1:3 das Nachsehen. Punktbester Spieler auf deutscher Seite war Georg Grozer mit 14 Zählern.

„Das Spiel am Mittwoch hatte ein höheres Niveau. Die Polen waren ein bisschen besser und haben verdient gewonnen. Aber gerade diese Partien geben uns viel zurück und zeigen uns, wo wir uns noch verbessern und lernen können“, sagte Heynen nach dem Spiel. Nun wartet mit Italien die nächste Standortbestimmung auf das deutsche Team. „Nach den Spielen gegen Italien werden wir sehen, wo wir im Moment stehen. Anschließend haben wir eine ganze Woche Zeit, in der wir viel arbeiten werden. Was die Vorbereitung angeht, sind wir voll im Soll und werden bis zur WM noch viele Schritte machen“, blickte der Bundestrainer auf die kommenden Wochen voraus.

Die letzten Schritte dann vor heimischem Publikum, wenn sich sein Team in Dessau (26. August, 19.30 Uhr) und abschließend in Nordhausen dem Weltliga-Sieger USA gegenüberstehen wird - und mit zwei Erfolgen eine erfolgreiche WM-Generalprobe feiern möchte.

Der deutsche Kader in Italien:

Zuspieler: Lukas Kampa, Sebastian Kühner, Jan Zimmermann
Diagonalspieler: Georg Grozer, Jochen Schöps
Außenangreifer: Christian Fromm, Denis Kaliberda, Sebastian Schwarz, Dirk Westphal
Mittelblocker: Max Günthör, Tim Broshog, Philipp Collin, Michael Andrei, Marcus Böhme
Libero: Markus Steuerwald, Ferdinand Tille

Informationen zum Kartenvorverkauf (Nordhausen): Tickets zum Preis von 10 Euro (Vollzahler) und 7 Euro (ermäßigt) sind in der Stadtinformation am Rathaus oder unter www.ticketmaster.de erhältlich. Kartenbestellungen nimmt auch der SVC Nordhausen unter svc-ndh@t-online.de entgegen.
Autor: red

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