Camp-Tagebuch: Tag 7
Samstag, 26. Juli 2014, 07:00 Uhr
Spannende Tage für über 100 Kinder aus der Nordhäuser Region im Camp Hoheneiche. In diesem Tagebuch berichtet Rüdiger Neitzke über das Leben im Camp, bei dem sich in diesem Jahr alles um Nelson Mandela dreht...
1993: Sämtliche Gesetze der Apartheid sind aufgehoben. Die Schwarzen haben gleiche Rechte wie die Weißen. Mandela und Bischof Tutu entdecken eine gemeinsame Leidenschaft, das Rugbyspiel. Ein Sport, der für beide Seiten von großer Bedeutung ist. Sie sehen eine Möglichkeit, diese Begeisterung zum Spiel zur Versöhnung der Volksgruppen zu nutzen.
Nun gilt es, Ungerechtigkeiten im ganzen Volk zu beseitigen. Chris Hani, der Chef der ANC Jugendorganisation, sieht darin seine Aufgabe. Aber die Gewalt ist noch nicht gebannt, Hass und Vorurteile brennen noch in einigen Köpfen und Herzen. Im Namen dieser Gewalt wird Chris Hani von einem Mitglied der Burischen Volksfront ermordet. Ein Schock für alle!
Die gerade erst erkämpfte Freiheit und der Frieden sind gefährdet. Wenn Gewalt jetzt mit Gewalt beantwortet wird, dann sind alle Bemühungen vergebens! Mandela behält trotz des Schmerzes einen klaren Kopf. Jetzt muss er seine Autorität einsetzen, dem Volk Mut machen, Ruhe zu bewahren. Er wendet sich zur besten Sendezeit im Radio und Fernsehen an das ganze Volk.
Es ist wichtig, jetzt mit friedlichen Mitteln ein Zeichen zu setzen und die Freiheit zu schützen. Er setzt sich mit Constand, dem Vorsitzenden der Burischen Volksfront und dessen Bruder Braam an einen Tisch. Nelson Mandela spricht ruhig und mit Respekt die Fakten an. Klar ist das Ziel, welches doch für alle gleich ist: Freiheit & Frieden! Erreichbar durch eine demokratische Wahl, der sich alle Parteien stellen, um faire Verhandlungen zu führen, um eine Versöhnung möglich zu machen. Doch nutzen alle diese Chance, werden alle diesen Schritt gehen?
Genau der richtige Anlass, Ihm zu Ehren, die Regenbogen-Wettkämpfe stattfinden zu lassen. Alle zusammen kämpfen um die höchst Punktzahlen. Niemand ist ausgeschlossen. Wir bewundern die Springböcke, die mit ihrer Eleganz bestechen, überqueren die Wiese, wie einst die Buren den Weg nach Südafrika zurücklegten. Die Tierwelt Afrikas erscheint beim Memory vor unserem geistigen Auge.
Mit viel Geschick und Kreativität werden die elegantesten afrikanischen Frisuren gestylt. Dass ein Hemd anziehen nicht immer einfach sein kann, lernten wir im letzten Spiel. Doch mit der Hilfe von allen konnte Nelson Mandela am Ende der Wettkämpfe auf eine stolze Anzahl frischer Hemden blicken.
Die Anstrengungen der Kämpfer wurden mit schmackhaften Elefanten würdig geehrt.
Auch zu Hause (zumindest für die Nordhäuser) nach dem Camp kann man diese Gesänge erleben, selber singen und beten. Jeden ersten Sonntag im Monat um 19:00 Uhr findet in der Nordhäuser Frauenbergkirche ein Taizégebet statt. Jeder ist dazu eingeladen.
Rüdiger Neitzke
Autor: redSo many clothes pegs
Freiheit in Gefahr1993: Sämtliche Gesetze der Apartheid sind aufgehoben. Die Schwarzen haben gleiche Rechte wie die Weißen. Mandela und Bischof Tutu entdecken eine gemeinsame Leidenschaft, das Rugbyspiel. Ein Sport, der für beide Seiten von großer Bedeutung ist. Sie sehen eine Möglichkeit, diese Begeisterung zum Spiel zur Versöhnung der Volksgruppen zu nutzen.
Nun gilt es, Ungerechtigkeiten im ganzen Volk zu beseitigen. Chris Hani, der Chef der ANC Jugendorganisation, sieht darin seine Aufgabe. Aber die Gewalt ist noch nicht gebannt, Hass und Vorurteile brennen noch in einigen Köpfen und Herzen. Im Namen dieser Gewalt wird Chris Hani von einem Mitglied der Burischen Volksfront ermordet. Ein Schock für alle!
Die gerade erst erkämpfte Freiheit und der Frieden sind gefährdet. Wenn Gewalt jetzt mit Gewalt beantwortet wird, dann sind alle Bemühungen vergebens! Mandela behält trotz des Schmerzes einen klaren Kopf. Jetzt muss er seine Autorität einsetzen, dem Volk Mut machen, Ruhe zu bewahren. Er wendet sich zur besten Sendezeit im Radio und Fernsehen an das ganze Volk.
Es ist wichtig, jetzt mit friedlichen Mitteln ein Zeichen zu setzen und die Freiheit zu schützen. Er setzt sich mit Constand, dem Vorsitzenden der Burischen Volksfront und dessen Bruder Braam an einen Tisch. Nelson Mandela spricht ruhig und mit Respekt die Fakten an. Klar ist das Ziel, welches doch für alle gleich ist: Freiheit & Frieden! Erreichbar durch eine demokratische Wahl, der sich alle Parteien stellen, um faire Verhandlungen zu führen, um eine Versöhnung möglich zu machen. Doch nutzen alle diese Chance, werden alle diesen Schritt gehen?
Regenbogen über Hoheneiche
Mandela ist frei. Die Gesetze der Apartheid sind abgeschafft - das ist Grund zur Freude!Genau der richtige Anlass, Ihm zu Ehren, die Regenbogen-Wettkämpfe stattfinden zu lassen. Alle zusammen kämpfen um die höchst Punktzahlen. Niemand ist ausgeschlossen. Wir bewundern die Springböcke, die mit ihrer Eleganz bestechen, überqueren die Wiese, wie einst die Buren den Weg nach Südafrika zurücklegten. Die Tierwelt Afrikas erscheint beim Memory vor unserem geistigen Auge.
Mit viel Geschick und Kreativität werden die elegantesten afrikanischen Frisuren gestylt. Dass ein Hemd anziehen nicht immer einfach sein kann, lernten wir im letzten Spiel. Doch mit der Hilfe von allen konnte Nelson Mandela am Ende der Wettkämpfe auf eine stolze Anzahl frischer Hemden blicken.
Die Anstrengungen der Kämpfer wurden mit schmackhaften Elefanten würdig geehrt.
Ereignisreiche Woche geht zu Ende
Viele lustige, fröhliche, schöne Ferienmomente haben wir schon erlebt. Neue Freunde gefunden und Kraft getankt. Mit Taizégesängen und Gebet erlebten wir gestern den Segnungsabend, der allen gesammelten Eindrücken unter Gottes Segen stellt.Auch zu Hause (zumindest für die Nordhäuser) nach dem Camp kann man diese Gesänge erleben, selber singen und beten. Jeden ersten Sonntag im Monat um 19:00 Uhr findet in der Nordhäuser Frauenbergkirche ein Taizégebet statt. Jeder ist dazu eingeladen.
Rüdiger Neitzke






























