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„Pythagoras schwimmt in der Ägäis“

Mittwoch, 23. Juli 2014, 17:29 Uhr
Das Schlossmuseum Heringen setzt damit seine Ausstellungsserie über in Heringen geborene oder arbeitende Künstler fort. Aktuell ist eine Exposition Gert F. Bär gewidmet...


Als Sohn des Bauingenieurs und Architekten Julius Bär und seiner Frau Irmgard, geborene Hartleb, wurde Gert Bär 1946 in Heringen/Helme geboren.

Seine Mutter arbeitete als Sekretärin in der Polytechnischen Oberschule Heringen und später als Standesbeamtin beim Rat der Stadt. Julius Bär war in den 60er Jahren Bauleiter des VEB Betonwerke Heringen und anschließend dort als Haupttechnologe tätig.

Nach der Schulzeit von 1953-61 in Heringen besuchte Gert Bär das Humboldt-Gymnasium in Nordhausen und dort auch den Zirkel des Zeichenlehrers Günter Groh. Von 1965-1971 studierte er Mathematik an der TU Dresden, daneben auch Malerei und Grafik bei R.Majores, G.Stengel und E.Götz.

Er lehrte und forschte von 1971- 1985 in den Gebieten der Konstruktiven Geometrie, Digitalgeometrie, Kinematik, Computergeometrie und der automatischen Ausarbeitung von Fertigungsprozessen. Er promovierte 1972 und habilitierte sich 1984. Seine Berufung zum Hochschuldozenten für Mathematik erfolgte 1985.Gert Bär wurde 1992 zum Professor für Geometrie und Kinematik der TU Dresden berufen.
In seiner künstlerischen Arbeit lässt sich Gert Bär oft von mathematischen Phänomenen inspirieren. Er programmiert eine Bildidee mit algorithmischen und grafischen Befehlen am Computer anstelle der Staffelei. Am Bildschirm komponiert er seine Grafiken in einer Farbigkeit, die seiner eigenen Palette entstammt. Resultat dieser Arbeitsweise sind großformatige Fine Art Prints auf Fotopapier.

Er illustriert beispielsweise elementargeometrische Sachverhalte wie in der Grafik „Pythagoras schwimmt in der Ägäis“. Seine Bilder „M4_Star“ und „Gebrochene Dimension“ visualisieren Konstruktionen der fraktalen Geometrie.

Kritiker sehen in seinen Werken oft einen hohen ästhetischen Reiz, hervorgerufen durch ausgewogene Proportionen, harmonische Strukturen oder eigenwillige Symmetrien und nennen ihn einen Übersetzer von Mathematik ins Visuelle.

Die Ausstellung beginnt mit einem Eröffnungsvortrag des Ausstellenden am 25.7.2014 um 18:30, Ort: 3.Obergeschoss. Die Vernissage wird musikalisch durch Hans Walter Mnilk, Saxophon, eröffnet.
Inzwischen ist der Aufzug betriebsbereit und damit der Veranstaltungsraum für alle erreichbar. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über jede Spende.
Klaus Moser, IG Schloss Heringen

25.07.2014 bis 31.10.2014
Autor: red

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