Camp-Tagebuch: Tag 2
Montag, 21. Juli 2014, 07:00 Uhr
Spannende Tage für über 100 Kinder aus der Nordhäuser Region im Camp Hoheneiche. In diesem Tagebuch berichtet Rüdiger Neitzke über das Leben im Camp, bei dem sich in diesem Jahr alles um Nelson Mandela dreht...
Nelsons Bericht über seine Beobachtungen und deren Folgen lösen beim ANC Entsetzen und Ablehnung aus. Und doch entschließen sich die Mitglieder zu einer Änderung ihrer Taktik. Gewaltlosigkeit war bisher der Weg, Widerstand in Form von Streik und Boykott zu zeigen. Dies blieb jedoch erfolglos. Rassentrennung und Unterdrückung nehmen zu, die Wut unter den Benachteiligten droht zu eskalieren. Gewaltsam, unkontrolliert mit ungeahnten Folgen.
Also beschließen die Mitglieder eine Abweichung von ihrem Prinzip, Gewalt erscheint unumgänglich, aber ausschließlich gegen Sachen, niemals gegen Menschen! Nelson wird mit der Bildung einer Organisation betraut. Die Sitzung nimmt ein jähes Ende, als Linga die Unterkunft betritt. Ungewollt hatte er der Polizei den Weg gewiesen.
Diese, sehr authentisch gespielt von Robert, Jonny und nicht zuletzt Frieda, weidet sich am Erfolg, und lässt genüsslich ihre Macht spielen. Nelson Mandela und drei weitere Mitglieder des ANC werden verhaftet und unverzüglich dem Richter vorgeführt.
Dieser, der Staatsmacht voll ergeben, fackelt nicht lang, er spricht Nelson und zwei seiner Mitstreiter schuldig, jedoch nicht ohne ein Schlussplädoyer der Gefangen zu dulden. Klar und deutlich bezeichnet Mandela hier die Ursachen für die neue Strategie. Er kann nicht von seinen Ideal weichen: Demokratie und eine freie Gesellschaft, in der alle Menschen in Harmonie und mit gleichen Möglichkeiten zusammen leben.
Ein Ideal, für das er auch zu sterben bereit ist. Unbeeindruckt davon verkündet ein staatstreuer Richter, glaubhaft gespielt von Dr. Renz, das Urteil: Lebenslange Haft für Nelson Mandela. Die Zuschauer streng getrennt nach Rasse, sind auf beiden Seiten empört, ungebrochener Kampfgeist trotzt der
Gefängnisstrafe!
Auf Robben Island werden die Gefangenen nicht nur mit Gewalt konfrontiert. Schikane und Willkür sind an der Tagesordnung. Kleynhans, ein selbstherrlicher, äußerst unsympathischer Bure, unglaublich lebensecht gespielt von Papa Wulf, nimmt seine Aufgaben als Wärter in diesem Gefängnis sehr ernst. Er lässt keine Gelegenheit aus, den neuen Gefangen deutlich seine Macht zu zeigen. Mandela erträgt
seine Verhaftung, doch ist er nicht gewillt solche Behandlung zu ertragen...
Mehr aus dem Camp-Leben gibt es in der Daily Camp Post
Autor: redNelson Mandela Lebenslang in Haft!
Mit Spannung wurde gestern Vormittag die Fortführung des Theaterstückes erwartet.Nelsons Bericht über seine Beobachtungen und deren Folgen lösen beim ANC Entsetzen und Ablehnung aus. Und doch entschließen sich die Mitglieder zu einer Änderung ihrer Taktik. Gewaltlosigkeit war bisher der Weg, Widerstand in Form von Streik und Boykott zu zeigen. Dies blieb jedoch erfolglos. Rassentrennung und Unterdrückung nehmen zu, die Wut unter den Benachteiligten droht zu eskalieren. Gewaltsam, unkontrolliert mit ungeahnten Folgen.
Also beschließen die Mitglieder eine Abweichung von ihrem Prinzip, Gewalt erscheint unumgänglich, aber ausschließlich gegen Sachen, niemals gegen Menschen! Nelson wird mit der Bildung einer Organisation betraut. Die Sitzung nimmt ein jähes Ende, als Linga die Unterkunft betritt. Ungewollt hatte er der Polizei den Weg gewiesen.
Diese, sehr authentisch gespielt von Robert, Jonny und nicht zuletzt Frieda, weidet sich am Erfolg, und lässt genüsslich ihre Macht spielen. Nelson Mandela und drei weitere Mitglieder des ANC werden verhaftet und unverzüglich dem Richter vorgeführt.
Dieser, der Staatsmacht voll ergeben, fackelt nicht lang, er spricht Nelson und zwei seiner Mitstreiter schuldig, jedoch nicht ohne ein Schlussplädoyer der Gefangen zu dulden. Klar und deutlich bezeichnet Mandela hier die Ursachen für die neue Strategie. Er kann nicht von seinen Ideal weichen: Demokratie und eine freie Gesellschaft, in der alle Menschen in Harmonie und mit gleichen Möglichkeiten zusammen leben.
Ein Ideal, für das er auch zu sterben bereit ist. Unbeeindruckt davon verkündet ein staatstreuer Richter, glaubhaft gespielt von Dr. Renz, das Urteil: Lebenslange Haft für Nelson Mandela. Die Zuschauer streng getrennt nach Rasse, sind auf beiden Seiten empört, ungebrochener Kampfgeist trotzt der
Gefängnisstrafe!
Auf Robben Island werden die Gefangenen nicht nur mit Gewalt konfrontiert. Schikane und Willkür sind an der Tagesordnung. Kleynhans, ein selbstherrlicher, äußerst unsympathischer Bure, unglaublich lebensecht gespielt von Papa Wulf, nimmt seine Aufgaben als Wärter in diesem Gefängnis sehr ernst. Er lässt keine Gelegenheit aus, den neuen Gefangen deutlich seine Macht zu zeigen. Mandela erträgt
seine Verhaftung, doch ist er nicht gewillt solche Behandlung zu ertragen...
Mehr aus dem Camp-Leben gibt es in der Daily Camp Post







































