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Sicherung von Fachkräften als Zukunftsaufgabe

Sonntag, 20. Juli 2014, 14:10 Uhr
v.l. Staatssekretärin Inge Klaan, Prof. Jörg Wagner, Geschäftsführer Carsten Zaremba, Landrätin Birgit Keller (Foto: Angelo Glashagel) v.l. Staatssekretärin Inge Klaan, Prof. Jörg Wagner, Geschäftsführer Carsten Zaremba, Landrätin Birgit Keller (Foto: Angelo Glashagel)
Tage der offenen Tür geben Firmen die Möglichkeit, sich selbst zu präsentieren. Bei der Nordhäuser Firma SINOI sollte heute auch auf die Zukunft der Fachkräftesicherung aufmerksam gemacht werden...

Mit Landrätin Birgit Keller war das Landratsamt vertreten. Aber auch Besuch aus Erfurt hatte sich angekündigt: Staatssekretärin Inge Klaan, die bei den kommenden Wahlen im September für Nordhausen in den Landtag einziehen will, sagte, die Fachkräftesicherung sei das Zukunftsthema unserer Tage.

Zwischen 2025 und 2030 könnten in Thüringen bis zu 200.000 Fachkräfte fehlen, so Klaan. Eine engere Verzahnung von Bildung, Forschung und Wirtschaft sei deswegen nötig. SINOI bildet seine Mitarbeiter derzeit "on the job", also berufbegleitend, in mehrmonatigen Lehrgängen im eigenen Ausbildungszentrum aus. Geschäftsführer Carsten Zaremba sieht sein Unternehmen aber in Zukunft expandieren und so wird auch die Fachkräftefrage für den Hersteller von Windkraftanlagen-Rotorblättern an Bedeutung gewinnen. Im kommenden Jahr
will man deswegen neben der berufsbegleitenden Ausbildung auch wieder in klassischer Weise ausbilden.

Um den Erfolg der Thüringer Unternehmen langfristig zu sichern müssten die Beteiligten, also Schulen und Betriebe, "näher zusammenrücken", sagte Klaan. Eine Kooperation ganz anderer Art pflegt SINOI mit der Fachhochschule Nordhausen, weswegen auch FH-Präsident Prof. Jörg Wagner zur Eröffnung des Tags der offenen Tür geladen war.

Wagners Professoren und Studenten unterstützen das Unternehmen. Etwa indem sie im Hochschuleigenen Windkanal Strömungsuntersuchungen durchführen, die für die Neuausrichtung der Windradflügel notwendig sind. Im Gegenzug unterstützt das Unternehmen die Studenten mit Praktika oder bei Abschlussarbeiten. In Zukunft wolle man die Zusammenarbeit noch weiter ausbauen, so Wagner.

Autor: red

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