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Camp-Tagebuch: Tag 1

Sonntag, 20. Juli 2014, 07:00 Uhr
Gestern war es soweit - die Kinder aus dem Kinder-Kirchen-Laden in Nordhausen haben den Thüringer Wald erobert. In diesem Tagebuch berichtet Rüdiger Neitzke über das Leben im Camp, bei dem sich in diesem Jahr alles um Nelson Mandela dreht...


Bemerkenswerte Veränderungen finden derzeit auf den Saalfelder Höhen statt. Afrikanische Bedingungen bis ins kleinste Detail werden beobachtet. Die Temperaturen klettern ins Tropische und die ersten Insekten in afrikanischer Größe werden entdeckt. Werden diese Veränderungen Folgen haben?

Aufbruch in eine andere Welt

Als gestern Morgen der Wecker klingelte, und die Bettdecke zurückgeschlagen wurde, war klar: Hier wird erst wieder in 8 Tagen geschlafen! Der Beginn eines Abenteuers stand unmittelbar bevor, Ferien in Südafrika bei Hoheneiche.

Und so erreichten am gestrigen Nachmittag 110 Touristen das im wahrsten Sinne des Wortes heiß ersehnte Camp. Bei über 30 Grad, coolen Trommelrhythmen, einer tierischen Attraktion und mit Negerkuss ließen das Empfangskomitee und Nelson Mandela höchst persönlich es sich nicht nehmen, die Gäste aufs herzlichste willkommen zu heißen.

Zelte wurden bezogen, Mitarbeiter freudig umarmt, neue Leute neugierig begrüßt, das Gelände erkundet, die erste Schale Tee gekostet, wichtige Finanzgeschäfte abgewickelt, das Fußballtor getestet und Eltern ungeduldig verabschiedet. Und nun … auf geht`s, in eine andere Welt!

Furioser Auftakt der Saison

Am Abend des gestrigen Tages öffnete sich zum ersten Mal in dieser Spielzeit der Vorhang für das Theaterstück: „Nelson Mandela“ Die Darsteller, der Regisseur und genauso die Zuschauer fieberten diesem Highlight entgegen.

Wichtige, geschichtlich interessante und auch spannende Inhalte werden erwartet. Unsere engagierte Erzählerin (Pauline Werther), welche das gesamte Stück begleitet um unentbehrliches Hintergrundwissen zu vermitteln, erscheint auf der Bühne. Sehr klar und verständlich berichtet sie aus dem Leben von Nelson Mandela und von der Zeit in der er lebte.

Begriffe wie Buren, Kaffer, Apartheid und auch das Anliegen des „Afrikanischen Nationalkongress“ wurden erklärt – beste Voraussetzungen, um ins Geschehen einzusteigen! Wir sind in Soweto, ein Armenviertel nahe
Johannisburg. Linga, ein Schwarzer Arbeiter, will sich auf den Weg zum Treffen des „ANC“ machen. Er will sich nicht mehr zufrieden geben mit den Umständen, mit der Ungerechtigkeit in der sie, die Farbigen leben müssen. Selma, seine Frau, lässt ihn nur zögerlich gehen, hat sie doch große Angst um ihren Mann.

Erwischt ihn die Polizei um diese Zeit, kann das bedeuten, dass sie ihn nie wieder sieht. Doch Linga hörte, dass Mandela wieder in der Stadt sei, und nichts kann ihn halten. Auf dem Weg wird er von zwei Polizisten
erwischt. Ohne jeden Grund verprügeln sie Linga. Kaffer sind nicht erwünscht - und schon gar nicht zu dieser Zeit. Eine Meldung von einem geheimen Treffen des
„ANC“ hält sie davon ab, ihrem Ärger weiter Taten folgen zu lassen.

Währenddessen treffen sich in einer geheimen Unterkunft die Mitglieder des Kongresses. Sehr erfreut sind sie, Nelson Mandela nach seiner Reise durch Afrika und Europa zu begrüßen. Dieser ist selbst ganz überwältigt vom Wiedersehen und möchte gleich die neuen Pläne vorstellen. Doch da hat er die Rechnung ohne Winnie gemacht. Wenig Zeit hatte sie, um den Empfang ihres Mannes vorzubereiten, aber nun muss trotzdem Zeit sein, dieses Bemühen zu würdigen. Gerne willigt Nelson ein, um nach der langen Zeit im Ausland zu sehen, was im „ANC“ geschehen ist.

Hochmotiviert begrüßen die Bewohner Südafrikas Mandela. „Bongolen“ und „Schildkröten“, „Rugbienen“ und „Maldivas“ zeigen ihre Arbeiten und Fähigkeiten, singen mit Inbrunst die Hymne der Schwarzen. Medizinisches Personal und Meister auf dem kulinarischen Gebiet stellen ihren Dienst vor. Mandela ist sehr erfreut, und Hand aufs Herz – wir sind gespannt was uns alles in den kommenden Tagen erwartet!

Hier können Sie die komplette Ausgabe der Camp-Zeitung downloaden
Autor: red

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