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Thüringens Außenhandel im Januar im Aufwärtstrend

Mittwoch, 16. Mai 2001, 12:23 Uhr
Nordhausen (nnz/tls). Der Außenhandel der Thüringer Unternehmen konnte seinen positiven Trend auch im Januar diesen Jahres fortsetzen. In den vergangenen zehn Jahren wurden im Januar wertmäßig noch nie so viele Waren aus- und eingeführt wie in diesem Jahr. nnz liefert die exakten Daten.


Ausfuhr

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik beliefen sich die Thüringer Exporte im Januar 2001 auf 871,9 Millionen Mark. Das waren 57,4 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Die Ausfuhren in die Länder der Eurozone (seit Januar 2001 ist Griechenland neues Mitgliedsland) wiesen mit 59,2 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs aus. Damit ging die Hälfte (50,5 Prozent) der Thüringer Exporte in diesen Wirtschaftsraum.

Besonders die Ausfuhren nach Italien erhöhten sich Januar 2000 um 112,9 Prozent. Italien war damit mit einem Anteil von 14,6 Prozent an der Gesamtausfuhr weiterhin der bedeutendste Außenhandelspartner Thüringens. Weitere wichtige Abnehmerstaaten waren Frankreich (11,0 Prozent Anteil an der Gesamtausfuhr; Veränderung gegenüber Januar 2000: +88,1 Prozent), die Niederlande (7,3 Prozent; +18,1 Prozent) und außerhalb des Euro-Währungsraumes die Vereinigten Staaten (8,3 Prozent; +59,3 Prozent).

Kraftfahrzeuge blieben mit einem Anteil von rund 27 Prozent an der Thüringer Gesamtausfuhr weiterhin die wichtigsten Ausfuhrartikel. Im Januar 2001 erfolgten wertmäßig doppelt so viele Kraftfahrzeuglieferungen ins Ausland (+113,9 Prozent) als im Januar 2000. Weitere wichtige Ausfuhrartikel im Thüringer Export waren elektrotechnische Erzeugnisse mit einem Anteil von 14,3 Prozent sowie feinmechanische und optische Erzeugnisse mit einem Anteil von 7,7 Prozent am Gesamtvolumen.

Einfuhr

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhten sich die Importe binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent und erreichten im Januar 2001 einen Wert von 545,4 Millionen Mark. Aus den Mitgliedsländern der Eurozone wurde gegenüber dem Vorjahresmonat fast ein Drittel (32,3 Prozent) weniger Waren eingeführt. Rund 32 Prozent der Lieferungen kamen aus diesen Ländern. Thüringen kaufte im Januar 2001 Thüringen wertmäßig die meisten Waren in Taiwan und Polen (Anteil von 9,6 Prozent bzw. 7,9 Prozent an der Gesamteinfuhr). Innerhalb der Eurozone waren die Niederlande und Spanien die Länder mit dem höchsten Importvolumen, bei einem Rückgang um fast 45 Prozent bzw. 42 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat.

Zu den Haupteinfuhrgütern zählten elektrotechnische Erzeugnisse mit einem Anteil von 19,7 Prozent an der Gesamteinfuhr. Im Vergleich zum Januar 2000 erhöhten sich diese Importe um rund 19 Prozent. Weitere Haupteinfuhrgüter waren Büromaschinen (13,9 Prozent Anteil an der Gesamteinfuhr) und Kraftfahrzeuge (9,5 Prozent).
Autor: nnz

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