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Die wilde 13

Samstag, 12. Juli 2014, 20:35 Uhr
Ein Fest der Farben und der Musik fand heute auf dem Gelände der Jugendkunstschule im Hinterhof der alten Loge in der Domstraße statt. Zum 13. Mal waren Jung und Alt geladen, dem kreativen Geist freien Lauf zu lassen...

Die 13 prankt schon über dem Tor, das auf den Hinterhof führt. Dahinter herrscht wildes Treiben. Auf der Treppe zum Logengelände spielen die Schüler der Musikschule auf, eine große Fläche ist für alle reserviert, die mit Farbe experimentieren wollen, durch eine kleine Pforte geht es zum Kaffeklatsch auf das Gelände des Doms. Auch hier fehlen weder Farbe noch tobende Kinder. Dazwischen viele entspannte Gäste, die es sich auf dem Hof gemütlich gemacht haben und das Programm genießen.

"Punkt 13" - Das diesjährige Motto (Foto: Angelo Glashagel) "Punkt 13" - Das diesjährige Motto (Foto: Angelo Glashagel)

"Punkt 13" lautete das Motto des diesjährigen Festes, eine symbolische Zahl die mit eigentlich mit Pech, im Umkehrschluss aber auch mit Glück verbunden ist. Unter diesem Aspekt wurde das Fest von der Jugendkunstschule gestaltet. Das Haus schmückt eine große schwarze Katze, es gibt ein "Schicksalsrad", das sich die kleinen Künstler selber ausgedacht haben und natürlich jede Menge Werke, die sich mit der "13" befassen.

Am Eingang kann man in der Wechselstube sein Geld gegen "Lucks-Taler" eintauschen. 13 Lucks sind ein Euro. Für 26 "Lucks" gab es ein Stück Kuchen samt einer Tasse Kaffee. "Die Idee hatte einer unserer Schüler, Fritz Luck, der zu Hause selber Geldscheine gestaltet.", sagte der Vorsitzende des Vereins, Thomas Kerwitz.

Thomas Kerwitz leitete das Actionpainting Experiment (Foto: Angelo Glashagel) Thomas Kerwitz leitete das Actionpainting Experiment (Foto: Angelo Glashagel)

Allgemein habe man versucht, die Arbeit der Kinder und die der beiden Schulen wieder in den Vordergrund zu stellen. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule und den Nachbarn, also dem Dom und der Loge, sei sehr gut, so Kerwitz. Auch die Kreissparkasse trug ihren Teil zum gelingen des Festes bei. Ein bisschen Schade sei es gewesen, dass man von der Stadt keine zusätzliche Unterstützung erhalten habe, aber das sei gar nicht so schlimm, erzählte Kerwitz weiter. Vielleicht hat es dem Flair des Festes sogar ganz gut getan.

Statt mit der großen Bühne der Stadt arbeiten zu können, habe man etwas umgestellt und die Möglichkeiten des Platzes genutzt. Als kleine "Bühnen" dienten der Eingang zur Loge und der kleine Platz unter den Bäumen. Die Solisten der Musikschule fanden auf der Treppe ihren Platz, die Trommler oder auch das Tanzstudio Radeva hatten unter den Bäumen ausreichend Raum. "Die Kinder kommen so auch besser zur Geltung".

Die Farbe flog zum Beat der Trommeln (Foto: Angelo Glashagel) Die Farbe flog zum Beat der Trommeln (Foto: Angelo Glashagel)

Einer der Höhepunkte war die Verbindung von Musik und Farbe. In Ganzkörperanzüge gehüllt ließen ein gutes dutzend Kinder die Pinsel zum Beat der Trommeln über die Leinwand fliegen - Actionpainting im wahrsten Sinne des Wortes. Für die Qualität des Ergebnisses konnte im vorherein keine Garantie gegeben werden, aber nachdem der letzte Schlag der Trommel verklungen war, kam ein ansehnliches Panoptikum der Farben zum Vorschein.

Die Leiterin der Jugendkunstschule, Martina Degenhardt, musste zum bedauern der Schule und wohl auch ihrer selbst wegen Krankheit heute ausfallen. "Da lastet die Verantwortung heute auf weniger Schultern, aber es ist trotzdem ganz entspannt", so Kerwitz, "ich denke wir sind mit dem Fest jetzt auch endgültig an unserem neuen zu Hause angekommen." ergänzte er mit einem Lächeln.

Im Haus wurden Werke von Marin Jahn, einem der Dozenten der Schule gezeigt und auf dem Platz war auch das Junge Theater vertreten. Die machten schon einmal Werbung für das nächste Jugend- und Kunstevent: den "WildWechsel", ein Theaterfest welches im September Laien und Profis zusammenbringen will.
Angelo Glashagel
Autor: red

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