Thüringer Gastgewerbe befindet sich im Abwärtstrend
Dienstag, 15. Mai 2001, 15:25 Uhr
Nordhausen (nnz/ihk). Die Situation im Gastgewerbe ist alarmierend - so das Ergebnis der "Saisonumfrage Tourismus" der IHK Erfurt für das vergangene Winterhalbjahr.
"Nur noch jedes 10. Unternehmen der Branche schätzt seine Geschäftslage mit gut ein. Die Hälfte der Unternehmen ist unzufrieden, Umsatz und Gewinn sind bei der Mehrzahl der Betriebe rückläufig", fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zusammen.
Während die Aufenthaltsdauer in den Hotels, Gasthöfen und Pensionen überwiegend gleich geblieben sei, gebe es deutliche Rückgänge bei der Zahl der Übernachtungen und der Auslastung der Betten. Die Ertragslage habe sich weiter verschlechtert. "Gestiegene Kosten im Einkauf von Fleisch- und Milcherzeugnissen können nicht unmittelbar an den Gast weitergegeben werden und drücken die Marge", so Grusser.
Allein im April 2001 seien Nahrungsmittel 6,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Hinzu kämen höhere Energie- und Kraftstoffpreise. Noch nie wurden die Zukunftsaussichten so pessimistisch gesehen. Durch steigende Lebenshaltungskosten, die nach wie vor geringe Kaufkraft und schwierige Arbeitsmarktsituation befürchten die Gastronomen eine weitere Konsumzurückhaltung der Gäste. So sei es nur eine Frage der Zeit, bis die genannten Kostensteigerungen nicht länger mit dem bestehenden Preisniveau abgefangen werden könnten und zu Preissteigerungen sowohl im gastronomischen als auch im Beherbergungsbereich führen.
Autor: nnz"Nur noch jedes 10. Unternehmen der Branche schätzt seine Geschäftslage mit gut ein. Die Hälfte der Unternehmen ist unzufrieden, Umsatz und Gewinn sind bei der Mehrzahl der Betriebe rückläufig", fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zusammen.
Während die Aufenthaltsdauer in den Hotels, Gasthöfen und Pensionen überwiegend gleich geblieben sei, gebe es deutliche Rückgänge bei der Zahl der Übernachtungen und der Auslastung der Betten. Die Ertragslage habe sich weiter verschlechtert. "Gestiegene Kosten im Einkauf von Fleisch- und Milcherzeugnissen können nicht unmittelbar an den Gast weitergegeben werden und drücken die Marge", so Grusser.
Allein im April 2001 seien Nahrungsmittel 6,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Hinzu kämen höhere Energie- und Kraftstoffpreise. Noch nie wurden die Zukunftsaussichten so pessimistisch gesehen. Durch steigende Lebenshaltungskosten, die nach wie vor geringe Kaufkraft und schwierige Arbeitsmarktsituation befürchten die Gastronomen eine weitere Konsumzurückhaltung der Gäste. So sei es nur eine Frage der Zeit, bis die genannten Kostensteigerungen nicht länger mit dem bestehenden Preisniveau abgefangen werden könnten und zu Preissteigerungen sowohl im gastronomischen als auch im Beherbergungsbereich führen.
