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Karstwanderweg wird beräumt

Montag, 16. Juni 2014, 06:46 Uhr
Unter anderem auf Grund mehrerer Artikel und Kommentare in der nnz zur Ablagerung von Stammholz auf dem Karstwanderweg zwischen der Straße Woffleben-Hörningen und dem Igelsumpf, wurde durch den Kreiswegewart Andreas Heise in der vergangenen Woche zu einer Begehung des betreffenden Wegabschnitts eingeladen...

Wichtiger Wanderweg (Foto: Bodo Schwarzberg) Wichtiger Wanderweg (Foto: Bodo Schwarzberg)

Hintergrund hierzu ist, dass der Karstwanderweg als zertifizierter Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ praktisch auf seiner gesamten Länge ohne Beeinträchtigung begehbar sein muss. Bei dem Vororttermin ging es sowohl um die Begutachtung der kurz zuvor bereits durch die Waldgenossenschaft „Urgemeinde Hörningen“ vorgenommenen Teilberäumung, als auch um das weitere Vorgehen.

Der stellvertretende Leiter des Thüringer Forstamtes Bleicherode, Apel, informierte darüber, dass es bereits Anfang des Jahres Gespräche mit den zuständigen Revierförstern gegeben habe, schließlich aber die „Urgemeinde Hörningen“ für die Beseitigung des Problems zuständig sei. Deren Vertreter kündigte an, dass das derzeit noch am Weg liegende Holz innerhalb der nächsten vier Wochen vom betreffenden Abschnitt entfernt werde. Andreas Heise teilte mit, dass der entsprechende Gestattungsvertrag für das Wegstück und für andere private Wegstücke nach Freigabe durch das Rechtsamt des Landkreises kurzfristig mit der Waldgenossenschaft „Urgemeinde Hörningen“ abgeschlossen wird.

Dass es überhaupt zur Holzablagerung auf dem wohl wichtigsten Südharzer Weg kam, habe, so stellte sich bei dem Gespräch heraus, am fehlenden Informationsfluss zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer (Holzrückeunternehmen) gelegen. Die ebenfalls anwesenden Revierförster Axt und Weißleder informierten daher über das übliche Vorgehen bei Holzrückearbeiten in jenen Forsten, für die sie zuständig sind. Demnach werde sich stets darum bemüht, die Begehbarkeit der Wege nach erfolgten Rückearbeiten umgehend wieder herzustellen.

Kreiswegewart Heise überreichte dem Holzrückeunternehmer eine Karte des 233 km langen Karstwanderweges und des Wanderwegesystems im Landkreis Nordhausen mit dem Ziel, eine Situation, wie jüngst am Karstwanderweg bei Hörningen bei künftigen Waldarbeiten auszuschließen. Bei einer kleinen Inspektionstour stellten die Anwesenden schließlich fest, dass der zwischen der Straße Woffleben-Hörningen und dem Igelsumpf im Naturschutzgebiet Sattelköpfe gelegene Abschnitt wieder größtenteils begangen werden kann.

Der Autor dieses Beitrages wurde zudem von mehreren Beteiligten (Forst, UNB) gebeten, im Falle des Auftretens ähnlicher Probleme wie dem aktuellen, vor der Presseinformation zunächst das Gespräch mit den Behörden bzw. den Verantwortlichen zu suchen.
Ich entgegnete daraufhin vor allen Beteiligten, dass es aus meiner Erfahrung heraus mitunter sinnvoll und effektiv sein kann, zeitnahe die Öffentlichkeit zu informieren.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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