"So long, and thanks for all the fish"
Montag, 14. Mai 2001, 11:47 Uhr
Eine fünfteilige Trilogie wie "Per Anhalter durch die Galaxis" zu schreiben ist eine der Sachen, die nur Typen wie Douglas Adams bringen konnten. Ausgerüstet mit dem bissigen, dunklen englischen Humor ließ der lange Jahre für die BBC arbeitende Journalist seinen Helden Arthur Dent durch die Galaxien und Zeiten trampen und die verrücktesten Abenteuer erleben. Mit dem unerlässlichen "Reiseführer durch die Galaxis" in der Tasche, dessen Eröffnungsworte "don't panic" zu geflügelten Worten einer ganzen Generation wurden, schuf Adams eine literarische Welt, die ihresgleichen suchte. Egal ob man den Planetengestalter nimmt, der für die norwegischen Fjorde eine Auszeichnung erhielt oder den Supercomputer, der mit dem Wissen des gesamten Universums ausgestattet, den Sinn des Lebens errechnen sollte, immer behielt Douglas Adams die Erd-Realität im Auge und schuf herrliche Satiren. In "Die letzten ihrer Art" beschreibt er auf seine einmalige Art und Weise vom Aussterben bedrohte Tiere, in "Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele" verschwindet auf mysteriöse Weise eine Schalterhalle aus dem Londoner Flughafen und zu "Raumschiff Titanic" gibt es sogar Spiele zu erwerben. Alles, was Adams angepackt hat, schien von Erfolg gekrönt. Und das zu recht, denn seine humorvolle Herangehensweise war immer ein Hochgenuss für die Leser. Seine Fans tragen sich gerade ohne absehbares Ende in die Kondolenzliste auf der Homepage (www.douglasadams.com) ein. Der "kleine, unbedeutende blaue Planet am Rande der Galaxie" verliert einen seiner interessantesten Literaten. Mach's gut, Doug, und danke für den Fisch.