Waldbesitzer zu Gast bei Knauf
Donnerstag, 12. Juni 2014, 09:49 Uhr
Über nachhhaltige und naturnahe Waldwirtschaft, die kleinen Wunder der Karstlandschaft, sowie Jagd- und Forstmanagement konnten sich Waldbesitzer, Förster und Naturfreunde in den Knauf Wäldern informieren...
Nordthüringer Waldbesitzer und das ansässige Forstamt Bleicherode-Südharz waren zur Exkursion im Forstbetrieb Knauf, mit anschließender Informationsveranstaltung des Thüringer Waldbesitzerverbandes geladen.
An der idyllisch gelegenen Kalkhütte nahe Urbach trafen sich Waldinteressierte zur Führung durch naturnah bewirtschaftete Knauf-Wälder. Unter professioneller Führung des verantwortlichen Revierleiters Herrn Kothe begutachteten Förster, Waldbesitzer und Naturbegeisterte verschiedene Wald- und Tagebaubilder. Neben der ausführlich dargestellten Waldbewirtschaftungsphilosophie weniger ist eben doch manchmal mehr, soll der Waldbesucher erst auf den zweiten Blick die Bewirtschaftung des nachwachsenden Rohstoffes erspähen und sich an der bewusst geförderten Artenvielfalt erfreuen.
Weitere Gelegenheit zur Kenntnisvertiefung bot die sichtbar unruhige Reliefstruktur des Alten Stollberges. An der Doline Sauloch eine der tiefsten, trichterförmigen Senken, direkt am Karstwanderweg gelegen, erhielt man Einblicke in immer noch geologisch aktive Prozesse, die diese einzigartige Landschaft prägen. Erdfälle und Uvalas grenzen direkt an und unterstrichen die starke Zerklüftung des Gebietes. Anschließend boten sich Waldbilder von Aufforstungen, die nach dem Sturm Kyrill 2007 entstanden.
Sie zeigen eindringlich die Notwendigkeit von Zäunen und einem durchdachten Jagdmanagement, um junge Bäume vor übermäßigem Verbiss und Schäle zu schützen. Verschiedene Sichtweisen und Lösungsansätze wurden sachlich diskutiert und boten eine gute Plattform des Wissensaustausches verschiedener Waldbesitzer. Ein weiteres interessantes Bild bot sich bei der Besichtigung des aktiven Tagebaues mit anschließender Technischer und Grüner Rekultivierung. Lars Kothe schilderte unmissverständlich die Verantwortung seines Handelns als engagierter Forstmann, die Rekultivierung so nah wie möglich an der Natur anzulehnen. Nach Meinung der Exkursionsteilnehmer ist ihm das sehr gut geglückt. Seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Geburtshelferkröte, Uhu, verschiedene Orchideenarten wie Blasses Waldvöglein und Breitblättriges Knabenkraut sprechen eine deutliche Sprache im Rekultivierungsgebiet. Den letzten Exkursionspunkt rundete eine Werksführung durch die Gipsplattenproduktion ab.
Der begehrte Gips aus heimischen Gefilden findet so den Weg zu jedem Hobby- und Profihandwerker, die seine Eigenschaften zu schätzen wissen. Nicht nur die Wälder, besonders das Knaufwerk sind Wirtschaftsmotor einer ganzen Region und tragen zur Sicherung von hunderten Arbeitsplätzen bei. Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion sind hier eng verbunden.
Autor: redNordthüringer Waldbesitzer und das ansässige Forstamt Bleicherode-Südharz waren zur Exkursion im Forstbetrieb Knauf, mit anschließender Informationsveranstaltung des Thüringer Waldbesitzerverbandes geladen.
An der idyllisch gelegenen Kalkhütte nahe Urbach trafen sich Waldinteressierte zur Führung durch naturnah bewirtschaftete Knauf-Wälder. Unter professioneller Führung des verantwortlichen Revierleiters Herrn Kothe begutachteten Förster, Waldbesitzer und Naturbegeisterte verschiedene Wald- und Tagebaubilder. Neben der ausführlich dargestellten Waldbewirtschaftungsphilosophie weniger ist eben doch manchmal mehr, soll der Waldbesucher erst auf den zweiten Blick die Bewirtschaftung des nachwachsenden Rohstoffes erspähen und sich an der bewusst geförderten Artenvielfalt erfreuen.
Weitere Gelegenheit zur Kenntnisvertiefung bot die sichtbar unruhige Reliefstruktur des Alten Stollberges. An der Doline Sauloch eine der tiefsten, trichterförmigen Senken, direkt am Karstwanderweg gelegen, erhielt man Einblicke in immer noch geologisch aktive Prozesse, die diese einzigartige Landschaft prägen. Erdfälle und Uvalas grenzen direkt an und unterstrichen die starke Zerklüftung des Gebietes. Anschließend boten sich Waldbilder von Aufforstungen, die nach dem Sturm Kyrill 2007 entstanden.
Sie zeigen eindringlich die Notwendigkeit von Zäunen und einem durchdachten Jagdmanagement, um junge Bäume vor übermäßigem Verbiss und Schäle zu schützen. Verschiedene Sichtweisen und Lösungsansätze wurden sachlich diskutiert und boten eine gute Plattform des Wissensaustausches verschiedener Waldbesitzer. Ein weiteres interessantes Bild bot sich bei der Besichtigung des aktiven Tagebaues mit anschließender Technischer und Grüner Rekultivierung. Lars Kothe schilderte unmissverständlich die Verantwortung seines Handelns als engagierter Forstmann, die Rekultivierung so nah wie möglich an der Natur anzulehnen. Nach Meinung der Exkursionsteilnehmer ist ihm das sehr gut geglückt. Seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Geburtshelferkröte, Uhu, verschiedene Orchideenarten wie Blasses Waldvöglein und Breitblättriges Knabenkraut sprechen eine deutliche Sprache im Rekultivierungsgebiet. Den letzten Exkursionspunkt rundete eine Werksführung durch die Gipsplattenproduktion ab.
Der begehrte Gips aus heimischen Gefilden findet so den Weg zu jedem Hobby- und Profihandwerker, die seine Eigenschaften zu schätzen wissen. Nicht nur die Wälder, besonders das Knaufwerk sind Wirtschaftsmotor einer ganzen Region und tragen zur Sicherung von hunderten Arbeitsplätzen bei. Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion sind hier eng verbunden.



