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Nordhäuser CDU: Traditon und Zukunft schon im Visier

Montag, 14. Mai 2001, 08:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Vorstandsarbeit soll aktiviert, neue Ziele nach außen aufgestellt werden. So in etwa läßt sich das Ergebnis der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Nordhausen zusammenfassen.

Hört man genau zwischen den Worten des Nordhäuser CDU-Chefs Michael Rheinländer, dann sollte man die Arbeit des alten Vorstandes wohl kritisch betrachten können. Da soll jetzt wieder an alte Traditionen erinnert, die Mitgliederschaft enger in die Parteiarbeit einbezogen werden. „Ein wenig sind der Nordhäuser CDU diese Tugenden verloren gegangen“, bekennt Rheinländer gegenüber nnz. Ein regelmäßig erscheinendes Faltblatt soll die CDU-Mitglieder darüber auf dem Laufenden halten, was im Ortsverband und in der Fraktion so los ist. So sollen Informationen vom Vorstand und Stadtratsfraktion in Richtung Mitglieder transportiert. Für die Rückantwort soll künftig ein Stammtisch dienen, der durchaus auch thematisiert werden kann. Für Parteien in Nordhausen durchaus ein bewährtes Mittel, das auch von der SPD jetzt wieder (neu?) aufgegriffen wird. Übrigens will die CDU ihren Stammtisch nicht nur auf die eigenen Mitglieder einengen.
Nach außen seien während der Mitgliederversammlung bereits konkrete Ziele gefaßt worden. Nach dem Erfolg bei den Kommunalwahlen will die CDU endlich auch wieder den „Chefsessel“ im Nordhäuser Rathaus besetzen. Dazu haben die Christdemokraten zwar noch fünf Jahre Zeit, doch personelle Entscheidungen sollen intensiv vorbereitet, ein entsprechender Kandidat akribisch aufgebaut werden. Vermutlich will die CDU bei der kommenden OB-Wahl nicht auf den letzte Drücker ihre Nummer 1 benennen. „Und warum sollen wir für das Jahr 2006 nicht eine Kandidatin aufstellen“, fügt Michael Rheinländer vielsagend hinzu.
Autor: nnz

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