Blasii Kirche soll saniert werden
Freitag, 06. Juni 2014, 15:14 Uhr
Vor gut zehn Jahren wurde die Blasiikirche saniert. Die Sicherung der Türme und Fundamente des alten Gemäuers kostete knappe drei Millionen Euro. Damals ging es um die Sicherheit. Die Sanierungspläne, die heute vorgestellt wurden, befassen sich eher mit der Schönheit, und sind wesentlich günstiger...
Im Inneren der Kirche soll dort, wo es nötig ist, zunächst der Putz ausgebessert und die Steine gesäubert und neu bemalt werden. Nach den Pfingstfeierlichkeiten am kommenden Dienstag wird die Kirche St. Blasii deswegen für sechs Monate geschlossen werden. Im Innenraum müssen Gerüste aufgestellt werden, um oberhalb der Emporen und in den Gewölben arbeiten zu können.
Mit knapp 400.000 Euro sollen die Ausbesserungsarbeiten zu Buche schlagen. Die nötigen Mittel, um den Putz in der gesamten Kirche auszubessern, hat man indes noch nicht zusammen. Fördermittel aus dem Städtebau, mit denen man eigentlich schon gerechnet hatte, wird es nicht geben. Ohne die Mittel des Freistaates kommt man auf 285.000 Euro, die sich aus Eigenmitteln und Zuwendungen des Kirchenkreises und der Landeskirche zusammensetzen.
"Über Spenden konnten wir im Laufe des Jahres außerdem weitere 7300 Euro aufbringen, aber das wird nicht reichen. Es kann sein, das aus dem laufenden Haushalt weitere 30.000 Euro hinzukommen" sagte Pfarrer Peter Lipski.
Auf Grund der angespannten Finanzierungsfrage hat man sich dazu entschieden, in dem sechsmonatigen Bauvorhaben nicht alle Ausbesserungsarbeiten durchzuführen, sondern nur die, für die das kostenintensive Gerüst nötig ist. Holzarbeiten an Bänken, den Emporen und Kunstwerken wie der Kanzel, stehen ebenfalls noch aus, werden aber derzeit nicht weiter verfolgt.
Die Planungen zu den Restaurierungen laufen seit 2011. Im Altarraum wurden mehrere Testverputzungen mit verschiedenen Sanierungsputzen vorgenommen, doch mit keiner der sieben Varianten war man so recht zufrieden. Inzwischen sei aber eine Lösung gefunden. "Das Problem bei alten Gebäuden im allgemeinen und Kirchen im speziellen ist die Feuchtigkeit", sagte der zuständige Architekt, Michael Hardt. Das Erfurter Architektenbüro Hardt/Goedecke hatte schon die Sanierungsarbeiten am Außenbereich begleitet.
Feuchtigkeitsprobleme durch eindringendes Regenwasser wurden damals bereits behoben. Bei den anstehenden arbeiten geht es denn auch nicht allein darum, den Putz zu erneuern, Hardt rechnet damit das ca. 40% ersetzt werden müssen, sondern auch um eine bessere Feuchtigkeitsableitung. Zum einen sollen zwischen Wänden und Fußböden ca. 30cm breite Lücken freigelassen werden. Zum anderen wird man im Zuge der anstehenden Umgestaltung des Blasiiplatzes auch den Außenschutz verbessern.
Es wartet eine Menge Arbeit. Zunächst müssen Sicherungsarbeiten durchgeführt und sensible Teile wie die Kanzel und die Orgel abgedeckt werden. Letztere muss zum Teil sogar demontiert werden, um an der dahinterliegenden Wand arbeiten zu können.
Die Blasiigemeinde wird während des kommenden halben Jahres in die Frauenbergkirche ausweichen und ihre Gottesdienste zusammen mit der dortigen Gemeinde abhalten. "Es wird Gelegenheiten geben, wo es eng wird, aber im Großen und Ganzen wird es reichen" sagte Pfarrer Lipski.
Um auch die restlichen Restaurierungsarbeiten unterhalb der Empore durchführen zu können, müssen weitere Mittel aufgebracht werden. Die Blasii Gemeinde hofft daher auf Spenden. Wer die Sanierung der Blasiikirche tatkräftig und finanziell unterstützen will, kann das über folgendes Spendenkonto tun:
Ev. Kirchenkreis Südharz
Kreissparkasse Nordhausen
Spendenkonto
Knr: 310 100 90
BLZ: 820 540 52
Verwendungszweck: RT Nr. 39 Blasii-Altendorf, Innensanierung Blasii
Angelo Glashagel
Autor: redIm Inneren der Kirche soll dort, wo es nötig ist, zunächst der Putz ausgebessert und die Steine gesäubert und neu bemalt werden. Nach den Pfingstfeierlichkeiten am kommenden Dienstag wird die Kirche St. Blasii deswegen für sechs Monate geschlossen werden. Im Innenraum müssen Gerüste aufgestellt werden, um oberhalb der Emporen und in den Gewölben arbeiten zu können.
Mit knapp 400.000 Euro sollen die Ausbesserungsarbeiten zu Buche schlagen. Die nötigen Mittel, um den Putz in der gesamten Kirche auszubessern, hat man indes noch nicht zusammen. Fördermittel aus dem Städtebau, mit denen man eigentlich schon gerechnet hatte, wird es nicht geben. Ohne die Mittel des Freistaates kommt man auf 285.000 Euro, die sich aus Eigenmitteln und Zuwendungen des Kirchenkreises und der Landeskirche zusammensetzen.
"Über Spenden konnten wir im Laufe des Jahres außerdem weitere 7300 Euro aufbringen, aber das wird nicht reichen. Es kann sein, das aus dem laufenden Haushalt weitere 30.000 Euro hinzukommen" sagte Pfarrer Peter Lipski.
Auf Grund der angespannten Finanzierungsfrage hat man sich dazu entschieden, in dem sechsmonatigen Bauvorhaben nicht alle Ausbesserungsarbeiten durchzuführen, sondern nur die, für die das kostenintensive Gerüst nötig ist. Holzarbeiten an Bänken, den Emporen und Kunstwerken wie der Kanzel, stehen ebenfalls noch aus, werden aber derzeit nicht weiter verfolgt.
Die Planungen zu den Restaurierungen laufen seit 2011. Im Altarraum wurden mehrere Testverputzungen mit verschiedenen Sanierungsputzen vorgenommen, doch mit keiner der sieben Varianten war man so recht zufrieden. Inzwischen sei aber eine Lösung gefunden. "Das Problem bei alten Gebäuden im allgemeinen und Kirchen im speziellen ist die Feuchtigkeit", sagte der zuständige Architekt, Michael Hardt. Das Erfurter Architektenbüro Hardt/Goedecke hatte schon die Sanierungsarbeiten am Außenbereich begleitet.
Feuchtigkeitsprobleme durch eindringendes Regenwasser wurden damals bereits behoben. Bei den anstehenden arbeiten geht es denn auch nicht allein darum, den Putz zu erneuern, Hardt rechnet damit das ca. 40% ersetzt werden müssen, sondern auch um eine bessere Feuchtigkeitsableitung. Zum einen sollen zwischen Wänden und Fußböden ca. 30cm breite Lücken freigelassen werden. Zum anderen wird man im Zuge der anstehenden Umgestaltung des Blasiiplatzes auch den Außenschutz verbessern.
Es wartet eine Menge Arbeit. Zunächst müssen Sicherungsarbeiten durchgeführt und sensible Teile wie die Kanzel und die Orgel abgedeckt werden. Letztere muss zum Teil sogar demontiert werden, um an der dahinterliegenden Wand arbeiten zu können.
Die Blasiigemeinde wird während des kommenden halben Jahres in die Frauenbergkirche ausweichen und ihre Gottesdienste zusammen mit der dortigen Gemeinde abhalten. "Es wird Gelegenheiten geben, wo es eng wird, aber im Großen und Ganzen wird es reichen" sagte Pfarrer Lipski.
Um auch die restlichen Restaurierungsarbeiten unterhalb der Empore durchführen zu können, müssen weitere Mittel aufgebracht werden. Die Blasii Gemeinde hofft daher auf Spenden. Wer die Sanierung der Blasiikirche tatkräftig und finanziell unterstützen will, kann das über folgendes Spendenkonto tun:
Ev. Kirchenkreis Südharz
Kreissparkasse Nordhausen
Spendenkonto
Knr: 310 100 90
BLZ: 820 540 52
Verwendungszweck: RT Nr. 39 Blasii-Altendorf, Innensanierung Blasii
Angelo Glashagel


