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Willkommen in der Firma

Mittwoch, 28. Mai 2014, 12:17 Uhr
Karsten Froböse, der Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur präsentierte die aktuellen Arbeitsmarktdaten heute in der Firma GSM. Seit dem letzten Besuch der nnz in diesem Unternehmen hat sich viel getan. Es gibt aber auch noch viel zu tun...

In der großen Fertigungshalle (Foto: nnz) In der großen Fertigungshalle (Foto: nnz)
Von links: Karsten Froböse, Lisa Birr, Anna Leitzke, Cedric Vukadinovic, Marcus Pott

Noch immer suchen GSM-Geschäftsführer Marcus Pott uns seine Mannschaft an Nordhäuser Zeppelinweg neue Mitarbeiter. Aktuell sind hier 60 Frauen und Männer beschäftigt, 25 davon in der Produktion, an hochmodernen Maschinen.

Von Beginn der "Nordhäuser GSM-Geschichte" an setzt das Unternehmen, das seinen Ursprung in Ostwestfalen hat, auf den eigenen Nachwuchs. Anna Leitzke, Lisa Birr und Cedric Vukadinovic heißen die ersten Azubis und sind in das Team voll integriert. Das Trio hat ein festes Ziel, nach der Ausbildung hier weiterarbeiten, einen Arbeitsvertrag bekommen. Voraussetzung: ein guter Abschluss der Ausbildung.

Die Zahl der Azubis soll aber noch aufgestockt werden, ab August beginnen ein künftiger Technischer Zeichner, ein Konstruktionsmechaniker und eine Industriekauffrau mit einer Ausbildung. Weitere Bewerbungen sind möglich. Sowohl an die Qualität der Ausbildung als auch an einen soliden Abschluss setzen die GSM-Verantwortlichen ziemlich hohe Maßstäbe. Wer seine Ausbildung mit einer Durchschnittsnote besser als 2,4 beendet, der erhält nicht nur eine Jobgarantie, sondern darf zur Belohnung eine Woche arbeiten und eine Woche urlauben - am USA-Standort des Unternehmens in North Carolina.

Marcus Pott und die Unternehmensleitung fördern den eigenen Nachwuchs nicht nur, sie fordern auch. Zum Beispiel die "altdeutschen Tugenden", die da sind: Disziplin oder Pünktlichkeit oder die Fähigkeit, sich in einer bestehenden Hierarchie ein- und unterzuordnen. Für Pott ist das Loyalität zum Unternehmen.

Pott spricht damit indirekt das aus, was in vielen anderen Chefetagen, auch bei Handwerksbetrieben , immer mal hinter vorgehaltener Hand berichtet wird. Vor allem junge Menschen lassen diese Tugenden vermissen, oftmals haben Unternehmen heutzutage die "Nebenaufgabe" der Sozialisierung übernommen.

Bei GSM soll jeder eine Chance haben, der bereit ist sie zu nutzen, die Schnittmengen müssen stimmen, dann kann er als Arbeitnehmer Mehrwerte genießen, wie ein eigenes Betriebsrestaurant oder ein betriebseigenes Fitness-Studio.

Auch dem Thema Mindestlohn zeigt sich GSM aufgeschlossen, Pott allerdings gibt zu bedenken: "Wenn sich alle in der Wirtschaft dran halten, dann ja. Wenn es wieder 28 Schlupflöcher gibt, dann hat das Ganze keinen Effekt."
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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