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Alternative für die Region

Donnerstag, 22. Mai 2014, 16:35 Uhr
In den Kreistag und in den Nordhäuser Stadtrat wollen die Liberalen auf jeden Fall am Sonntag wieder einziehen. Sie sehen sich sowohl als Realos als auch als Alternative für Nordhausen...


"Ich glaube, wir sind die einzige Partei in der Stadt Nordhausen, die den Menschen, sprich den Wählern, keine Traum-Wunsch-Liste für die nächsten Jahre anbietet", sagt Martin Höfer. Wenn er und Manuel Thuma oder Antonius Pille die Straßen entlang gehen oder fahren oder in diversen Flyern das lesen, was die anderen Parteien versprechen zu machen, dann schütteln alle drei nur noch mit dem Kopf und fragen: "Warum habe die das in den vergangenen Legislaturperioden nicht gemacht? Die Mehrheiten hatten sie dazu?"

"Da schmückt sich zum Beispiel die SPD mit dem Slogan, dass sie erfolgreich die Privatisierung von SWG und Südharz Klinikum verhindert hätten, dabei stand das niemals zur Debatte", sagt Thume und vergleicht das etwa mit dem, wenn die FDP auf ihre Wahlwerbung schreiben würde: "Wir haben erfolgreich den Bau eines Atomkraftwerkes bei Nordhausen verhindert."

"Entscheidend muss doch sein, dass das Wohl der Bürger das Non Plus Ultra ist. Mit uns wird es Vorschläge geben, die sich dieser Prämisse unterordnen und wir werden jeden Vorschlag anderer Parteien unterstützen, der sich diesem Grundgedanken widmet, sofern er denn finanzierbar ist", gibt Pille die Richtung für die kommende Arbeit im Stadtrat vor. Sofern sie denn der Wähler dorthin delegieren wird.

Die FDP in Nordhausen hat in den zurückliegenden Wochen alles getan, um dem Wähler zu zeigen , dass es sich lohnt, hinter der Partei oder den Kandidaten die entsprechenden Kreuze zu machen. Immer noch aber ärgern sich die Liberalen über die "besondere Form des fairen Wahlkampfes seitens der SPD". Die Genossen hätten diesmal nicht nach dem "Das-haben-wir-gemacht"-Motto verwendet, sondern seien gleich zur Tat übergegangen und hätten reihenweise Plakate von FDP, LINKE und CDU abgehangen und durch SPD-Wahlwerbung ersetzt.

Ein Beispiel dazu aus der Stolberger Straße. Dort seien FDP-Plakate abgehangen und beim städtischen Ordnungsamt abgegeben worden mit der Begründung, dass sie gegen die Stadtordnung verstoßen. Tags darauf hätten an gleicher Stelle Plakate der SPD gehangen. "Vermutlich seien die windschlüpfriger gewesen", sagt Höfer und verweist auf das seiner Meinung nach stadtrechtsverletzende Aufstellen von Plakaten von Matthias Jendricke an Oberleitungsmasten in der Leimbacher Straße.

In etwas mehr als 72 Stunden schließen die Wahllokale. Dann wird ausgezählt und abgerechnet, ob sich der Aufwand, den die Wahlkämpfer betrieben haben, gelohnt habe. Aufgeregt sind Martin Höfer, Manuel Thume und Antonius Pille schon ein wenig - jeder auf seine eigene Art. Das ist gut so und vermutlich auch ein Zeichen dafür, dass ihnen der Ausgang des Sonntags nicht egal ist.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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