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Rückkehr nach Polen

Donnerstag, 22. Mai 2014, 12:54 Uhr
Bereits vor zwei Jahren war der Nordhäuser Künstler Jürgen Rennebach in Nordhausens polnischer Partnerstadt Ostrów Wielkopolski eingeladen worden, seine Kunst auszustellen. Nun darf er erneut zurückkehren und nimmt einen guten Freund mit...

Am 30. Mai wird in der polnischen Partnerstadt Ostrów Wielkopolski im Rahmen der kulturellen Zusammenarbeit beider Partnerstädte eine Ausstellung der Nordhäuser Künstler Lothar Rechtacek und Jürgen Rennebach eröffnet.

Gemeinsam mit dem Kunstwissenschaftler und Theologen Walter Martin Rehahn, der die Laudatio zur Vernissage halten wird und Wulf Rechtacek, dem Sohn von Lothar Rechtacek, fährt der Leiter des Museums Tabakspeicher, Jürgen Rennebach mit seiner Frau, am 28. Mai auf Einladung des Leiters der Galerie der Modernen Kunst, Cezary Janiszewski, in die polnische Partnerstadt. „Ich bin sehr froh, dass auch der Ehrenbürger der Stadt Ostrów Wielkopolski, Peter Blonski, dabei sein wird und wir somit einen professionellen Übersetzer und Organisator an Bord haben“, sagte Rennebach.

„Bereits bei der letzten Ausstellung Rennebachs 2012 im Rahmen des Chopin-Festivals in Ostrów, habe sich Cezary Janiszewski sehr beeindruckt gezeigt und damals schon eine Einladung in die neue und größere Galerie 2014 ausgesprochen“, sagte Rennebach, der nun gemeinsam mit Wulf Rechtacek auch Plastiken und Bilder von Lothar Rechtacek für die Ausstellung „Tiere, Frauen und metaphysische Landschaften“ mit nach Polen nimmt. Insgesamt werden 40 Bilder und 10 Plastiken zu sehen sein.

 Zu den Arbeiten „Metaphysische Landschaften“ gehört auch das Bild „Die Offenbarung“ von Jürgen Rennebach (Bild). Davor die Plastik „Kleine Hockende“ von Lothar Rechtacek (Foto: Ilona Bergmann) Zu den Arbeiten „Metaphysische Landschaften“ gehört auch das Bild „Die Offenbarung“ von Jürgen Rennebach (Bild). Davor die Plastik „Kleine Hockende“ von Lothar Rechtacek (Foto: Ilona Bergmann)

Der Maler, Grafiker und Bildhauer Lothar Rechtacek wurde 1943 in Teplitz-Schönau geboren. in Niedersachswerfen bei Nordhausen aufgewachsen, erlernte er zunächst das Malerhandwerk. Dann studierte er in Potsdam Dekorative Malerei und in Berlin-Weißensee Malerei. Sein Talent als Plastiker ließ er von dem Bildhauer Gerhard Rommel ausbilden. Danach lebte er als freischaffender Künstler in Berlin. 1984 zog er in den Kreis Nordhausen, wo er bis zu seinem Tode 2013 lebte.

Gezeichnet und gemalt hat Jürgen Rennebach, Jahrgang 1960, von Kindheit an. Er hat zunächst Werbedesigner gelernt und später Szenografie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert. Als Bühnen- und Kostümbildner hat Jürgen Rennebach an den verschiedensten Theatern in Deutschland gearbeitet. Später war er auch als Ausstellungsgestalter und Schöpfer von Architekturmodellen tätig. Seit 2006 leitet er das Museum Tabakspeicher in Nordhausen. In all den Jahren hat der Künstler sein malerisches und zeichnerisches Handwerkszeug gründlich ausgebildet, verfeinert und seine große formale Sicherheit gewonnen.
Autor: red

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