Konzept kommt voran
Mittwoch, 21. Mai 2014, 12:03 Uhr
Die Umsetzung des Stützpunktfeuerwehrkonzeptes vor Ort hat sich Landrätin Birgit Keller jetzt in Ellrich und Niedersachswerfen angeschaut. Die Stadtfeuerwehr Ellrich bildet zusammen mit der Gemeinde Hohenstein die Stützpunktfeuerwehr Nord...
Niedersachswerfen ist eine Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben, die sich zudem stark in der Kreisausbildung engagiert, in der Truppmann- und Truppführerausbildung. Auch die Ellricher Stadtwehr stellt ihren Schulungsraum für die Kreisausbildung bereit.
Untergebracht ist die Feuerwehr im Bahnhofsgebäude, das die Stadt von der Bahn erworben hat und 2007, 2008 umfassend sanierte und umbaute - für gut 1,5 Millionen Euro, größtenteils realisiert über Fördermittel. Deshalb habe Ellrich den schönsten Bahnhof im Landkreis, wie Bürgermeister Matthias Ehrhold nicht ohne Stolz sagte.
In den sieben Feuerwehren in der Einheitsgemeinde Ellrich sind rund 140 Einsatzkräfte aktiv. "In Rothesütte sind 10% der Einwohner Feuerwehrleute, wenn so viele in Ellrich in der Feuerwehr wären, wüsste unser Bürgermeister gar nicht, wie er die einkleiden soll", schmunzelte Stadtbrandmeister Bernd Recknagel. "Wir erfahren eine gute Unterstützung der Stadt." Das gilt auch für das Feuerwehrmuseum im historischen Spritzenhaus, das jetzt wieder bis September jeden ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet hat. Stefan Zimmermann, der sich federführend um die Sammlung kümmert, führte Birgit Keller durch das Haus bis hinauf auf den Ravensturm, der einst zur Stadtmauer gehörte und den Blick bis zum Marktplatz eröffnet. Groß ist auch das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Hohenstein. In den neun Feuerwehren gibt es rund 180 Einsatzkräfte. In Niedersachswerfen sind 40 Kameraden aktiv, davon sind sechs Frauen, rund 20 sind in der Jugendfeuerwehr. 63 Einsätze hätten die Niedersachswerfer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr, darunter jeweils zwölf Brandeinsätze und Verkehrsunfälle und drei Gefahrguteinsätze.
50 Einsätze der Niedersachswerfer Wehr waren in der Gemeinde Harztor, davon 15 in Ilfeld, die restlichen Einsätze in anderen Orten im Landkreis. Für Aus- und Fortbildung, Wartung und Pflege investierten die Kameraden rund 1300 Stunden, hinzu kamen 720 Einsatzstunden. "Mit Blick auf unsere Stützpunktfeuerwehrkonzeption kommen wir pö a pö voran", so Birgit Keller. "Und die beste Technik nützt uns nichts, wenn wir niemanden haben, der aufs HLF steigen kann. Die Nachwuchsarbeit und die Aus- und Weiterbildung sind deshalb neben der Anschaffung von Fahrzeugen im überörtlichen Brandschutz ein wichtiger Baustein. Wir haben die Ausbildung jetzt stärker dezentralisiert im Landkreis, vom FTZ auf die Feuerwehren mit überörtlichen Aufgaben und in den Stützpunktfeuerwehren verlagert - und ich habe bis jetzt nur gut ausgestattete Schulungsräume gesehen."
Lars Wilke, der stellvertretende Wehrführer in Niedersachswerfen regte dazu an, die Einsatzkräfte, die in verschiedenen Wehren im Gefahrgutzug des Landkreises aktiv sind, stärker zu vernetzen und die gemeinsame Ausbildung zu intensivieren.
Bei ihrer kleinen "Kreisbereisung" hat Birgit Keller einen Abstecher nach Sülzhayn gemacht und dort den amtierenden Ortsteilbürgermeister Dieter Stanislowsky und die Bürgermeisterkandidatin Bärbel Kirchner getroffen. "Ich will Ihnen ein paar schöne Dinge zeigen, aber auch Sachen die mich bedrücken", sagte Dieter Stanislowski. Zu den positiven Seiten zählte beispielsweise das Schützenhaus, wo durch ehrenamtliches Engagement viel erreicht wurde, zu den negativen Seiten leer stehende Häuser, die zunehmend verfallen. Gerade blüht es an allen Ecken in Sülzhayn - pünktlich zum traditionellen Rhododendronfest am vergangenen Wochenende, das trotz ein paar Regentropfen gut besucht war.
Autor: redNiedersachswerfen ist eine Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben, die sich zudem stark in der Kreisausbildung engagiert, in der Truppmann- und Truppführerausbildung. Auch die Ellricher Stadtwehr stellt ihren Schulungsraum für die Kreisausbildung bereit.
Untergebracht ist die Feuerwehr im Bahnhofsgebäude, das die Stadt von der Bahn erworben hat und 2007, 2008 umfassend sanierte und umbaute - für gut 1,5 Millionen Euro, größtenteils realisiert über Fördermittel. Deshalb habe Ellrich den schönsten Bahnhof im Landkreis, wie Bürgermeister Matthias Ehrhold nicht ohne Stolz sagte.
In den sieben Feuerwehren in der Einheitsgemeinde Ellrich sind rund 140 Einsatzkräfte aktiv. "In Rothesütte sind 10% der Einwohner Feuerwehrleute, wenn so viele in Ellrich in der Feuerwehr wären, wüsste unser Bürgermeister gar nicht, wie er die einkleiden soll", schmunzelte Stadtbrandmeister Bernd Recknagel. "Wir erfahren eine gute Unterstützung der Stadt." Das gilt auch für das Feuerwehrmuseum im historischen Spritzenhaus, das jetzt wieder bis September jeden ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet hat. Stefan Zimmermann, der sich federführend um die Sammlung kümmert, führte Birgit Keller durch das Haus bis hinauf auf den Ravensturm, der einst zur Stadtmauer gehörte und den Blick bis zum Marktplatz eröffnet. Groß ist auch das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Hohenstein. In den neun Feuerwehren gibt es rund 180 Einsatzkräfte. In Niedersachswerfen sind 40 Kameraden aktiv, davon sind sechs Frauen, rund 20 sind in der Jugendfeuerwehr. 63 Einsätze hätten die Niedersachswerfer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr, darunter jeweils zwölf Brandeinsätze und Verkehrsunfälle und drei Gefahrguteinsätze.
50 Einsätze der Niedersachswerfer Wehr waren in der Gemeinde Harztor, davon 15 in Ilfeld, die restlichen Einsätze in anderen Orten im Landkreis. Für Aus- und Fortbildung, Wartung und Pflege investierten die Kameraden rund 1300 Stunden, hinzu kamen 720 Einsatzstunden. "Mit Blick auf unsere Stützpunktfeuerwehrkonzeption kommen wir pö a pö voran", so Birgit Keller. "Und die beste Technik nützt uns nichts, wenn wir niemanden haben, der aufs HLF steigen kann. Die Nachwuchsarbeit und die Aus- und Weiterbildung sind deshalb neben der Anschaffung von Fahrzeugen im überörtlichen Brandschutz ein wichtiger Baustein. Wir haben die Ausbildung jetzt stärker dezentralisiert im Landkreis, vom FTZ auf die Feuerwehren mit überörtlichen Aufgaben und in den Stützpunktfeuerwehren verlagert - und ich habe bis jetzt nur gut ausgestattete Schulungsräume gesehen."
Lars Wilke, der stellvertretende Wehrführer in Niedersachswerfen regte dazu an, die Einsatzkräfte, die in verschiedenen Wehren im Gefahrgutzug des Landkreises aktiv sind, stärker zu vernetzen und die gemeinsame Ausbildung zu intensivieren.
Bei ihrer kleinen "Kreisbereisung" hat Birgit Keller einen Abstecher nach Sülzhayn gemacht und dort den amtierenden Ortsteilbürgermeister Dieter Stanislowsky und die Bürgermeisterkandidatin Bärbel Kirchner getroffen. "Ich will Ihnen ein paar schöne Dinge zeigen, aber auch Sachen die mich bedrücken", sagte Dieter Stanislowski. Zu den positiven Seiten zählte beispielsweise das Schützenhaus, wo durch ehrenamtliches Engagement viel erreicht wurde, zu den negativen Seiten leer stehende Häuser, die zunehmend verfallen. Gerade blüht es an allen Ecken in Sülzhayn - pünktlich zum traditionellen Rhododendronfest am vergangenen Wochenende, das trotz ein paar Regentropfen gut besucht war.



