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Abwärtstrend: Arbeiten von zu Hause aus

Dienstag, 20. Mai 2014, 10:41 Uhr
Jeden Morgen aufstehen, wann man möchte, und zur Arbeit gehen, wie es einem beliebt. Das Arbeiten im Home Office stellen sich viele Arbeitnehmer durchaus entspannt vor...

Arbeiten Zuhause (Foto: Comstock Images/Stockbyte/Thinkstock) Arbeiten Zuhause (Foto: Comstock Images/Stockbyte/Thinkstock)

Schließlich sitzt einem kein nerviger Chef im Nacken, der einem sagt, was zu tun ist. Und doch ist die Anzahl der Heimarbeiter in den letzten fünf Jahren zurückgegangen.

Laut einer aktuellen Statistik arbeiten derzeit nur 10 % der Deutschen im Home Office, 21 % würden gerne von zu Hause aus arbeiten und 28 % ziehen den professionellen Schreibtisch im Büro vor. Die restlichen 41 % könnten sich hingegen mit dem Gedanken anfreunden, einen Tag pro Woche im Home Office zu verbringen.

Doch woher kommt diese Kehrtwendung? Experten zufolge ist die Präsenzkultur schuld daran, dass sich die meisten Arbeitnehmer kein Leben als Heimarbeiter vorstellen können. Doch welche Vor- und Nachteile hat man, wenn man von zu Hause aus arbeitet? Wir sind der Frage auf den Grund gegangen.

Die Vorteile des Home Office

Natürlich ist mit der größte Vorteil, dass man sich seine Arbeitszeit frei einteilen kann. Es steht jedem Heimarbeiter frei, dann zu arbeiten, wann es ihm beliebt – solange er sein Pensum schafft. Deshalb ist das Arbeiten im Home Office für Teilzeitkräfte oder frisch gewordene Mütter auch sehr praktisch, weil sie dann ihren Tagesablauf selbstständig strukturieren können.

Auch für Berufspendler dürfte das Arbeiten von zu Hause aus durchaus attraktiv erscheinen, weil sie sich die langen Anfahrtszeiten bis zum Büro jeden Morgen und Abend sparen können. Dadurch gewinnen sie mehr Zeit, die sie anderweitig sinnvoll verplanen können. Das steigert die Lebensqualität um ein Vielfaches.

Die Nachteile im Home Office

In dem größten Vorteil liegt auch der größte Nachteil verborgen. Denn wer sein eigener Herr ist, neigt schnell dazu, seine Arbeiten schleifen zu lassen, wenn ihm kein Chef im Nacken sitzt. Plötzlich verschiebt man seine Aufgaben vom Morgen in den Mittag und vom Mittag in den Nachmittag – schon ist es abends und man hat noch nichts geschafft. Deshalb braucht man viel Selbstdisziplin.

Wer von zu Hause aus arbeitet, um seine Kinder nebenbei zu betreuen, der setzt sich einer enormen Ablenkung aus. Auf der einen Seite will der Nachwuchs bespaßt werden, auf der anderen Seite muss die Arbeit erledigt werden. Das erhöht den Stressfaktor. Hinzu kommen die häuslichen Aufgaben wie Wäsche waschen, einkaufen etc., die einen immer wieder vom Arbeiten abhalten.
Autor: red

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