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Plan zur Jugendhilfe soll aktualisiert werden

Dienstag, 20. Mai 2014, 08:19 Uhr
Mit der Legislaturperiode enden nicht nur die Amtszeiten für Kreistagsmitglieder und Stadträte, auch die Ausschüsse müssen sich nach den Wahlen neu aufstellen. Der Jugendhilfeausschuss zog bei seiner letzten Sitzung nun Bilanz...

In seiner letzten Sitzung in dieser Legislatur hat sich der Jugendhilfeausschuss gestern Nachmittag im Kochhaus von Horizont getroffen. Als Arbeitsauftrag an den kommenden Ausschuss formulierten die Mitglieder, den Jugendförderplan als Teil der Jugendhilfeplanung zu aktualisieren.

Dafür ist die Landkreisverwaltung als örtlicher Jugendhilfeträger federführend verantwortlich. Außerdem beschäftigte sich der Ausschuss mit den Projekten der Jugendhilfe des Trägers Horizont und dessen Tochter Lift. Horizont-Fachbereichsleiterin und Ausschussmitglied Sophia Amthor stellte die Arbeit beider Träger in den Bereichen Prävention und Intervention vor. Sechs Projekte bei Horizont und zwei Projekte bei Lift bezuschusst der Landkreis aus dem Jugendhilfehaushalt, insgesamt betrachtet trägt der Landkreis 40% der Gesamtkosten bei, 60% kommen aus anderen Töpfen wie zum Beispiel EU, Land und Kommunen.

Zu den Jugendhilfeprojekten gehören das Haus der Kinder in Nordhausen, der Freizeittreff Bleicherode, die schulbezogene Jugendsozialarbeit in den Regelschulen Heringen, Bleicherode, Käthe-Kollwitz-Schule in Nordhausen sowie im Berufsschulzentrum, der Treff Megeha im Mehrgenerationenhaus, das Schulverweigererprojekt "Die 2. Chance", die Kompetenzagentur und die Jugend-Konflikt-Hilfe. Im Einzelnen reichen die Angebote von gut 20 Lesementoren, die über das Megeha in rund 10 Schulen eingesetzt sind, über die Unterstützung von Jugendlichen bei der Ausbildungs- und Jobsuche, Arbeitsstunden für jugendliche Straftäter bis hin zu "Instant Acts", einem Schulprojekt gegen Rassismus und Gewalt, das in diesem Jahr in Ellrich stattfinden wird.

Letzte Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Kochhaus (Foto: Jessica Pieper) Letzte Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Kochhaus (Foto: Jessica Pieper)

Bei vornehmlich EU-finanzierten Angeboten wie der "2. Chance" und der Kompetenzagentur steht momentan ein Ende der Förderung zum 30. Juni im Raum, wobei der Horizont-Verein versucht, eine Anschlussfinanzierung auf die Beine zu stellen. So hat der Bund nun beispielsweise signalisiert, die Kompetenzagentur ab kommendem Jahr wieder fördern zu wollen.
Autor: red

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