NSV-Jugend unterliegt im Endspiel Saalfeld
Montag, 19. Mai 2014, 15:09 Uhr
Riesige Enttäuschung bei den jungen Damen der Handball-A-Jugend des Nordhäuser SV am Sonntag kurz vor 13 Uhr in der Guths-Muths-Sporthalle in Bad Blankenburg. Soeben hatten sie das Endspiel um die Thüringer Landesmeisterschaft gegen die Mannschaft vom 1. SSV Saalfeld 92 mit 12:16 verloren...
Enttäuschung natürlich über die Niederlage. Enttäuschung aber auch über die eigene über weite Strecken der Partie viel zu schlechte Leistung. Nie fand die Mannschaft während der 60 Minuten zu ihrem wahren Leistungsvermögen.
Im letzten Jahr hatte man eine Altersklasse tiefer die im Wesentlichen gleiche Saalfelder Mannschaft auf deren eigenem Parkett ganz klar beherrscht und mit einem deutlichen Sieg den Titel in der B-Jugend gewonnen. Nordhausen galt nun auch für das Endspiel der A-Jugend als klarer Favorit. Selbst im Saalfelder Lager hatte man sich wenig Chancen ausgerechnet.
Und der Beginn des Spiels schien dem auch Recht zu geben. Zwar bestimmten die Abwehrreihen eindeutig die Szenerie, herrschte der Bedeutung des Spiels angemessen sicher auch etwas Nervosität, dennoch konnten sie die Nordhäuserinnen allmählich über 2:0 bis auf 4:1 absetzen. Allerdings gab dieser Spielstand in der 15. Spielminute schon ein etwas täuschendes Bild ab. Denn beim SSV konnte man sich in erster Linie bei Torhüterin Laura Würzberg bedanken, dass man so scheinbar klar führte.
Dreimal parierte sie in großem Stil freie Würfe vom Kreis. Dazu zeigte sich der viel zu statische Nordhäuser Angriff sehr einfallslos, wurde vor allem aus dem Rückraum kaum Druck entwickelt und ganz schlecht geworfen. Damit baute man Saalfeld regelrecht auf. Zudem ließ man sich von der aggressiven Abwehr zunehmend den Schneid abkaufen. Auf der Gegenseite stellten die Saalfelderinnen die Nordhäuser Abwehr durch ihr bekannt quirliges Laufspiel immer mehr vor Probleme.
Zwar hielt Laura Würzberg weiter stark, dennoch konnte sie vier Treffer nicht verhindern während der Nordhäuser Angriff bis zur Pause gar nichts Zählbares mehr zustande brachte. 6:4-Führung für Saalfeld. Das konnte bei Nordhausen doch nicht so weiter gehen. Doch es kam noch schlimmer, denn Saalfeld zog nach Wiederbeginn sofort auf 9:4 davon.
Sicher auch einer notwendigen Umformierung der Abwehr geschuldet, denn die an der Hand verletzte Anna Reinhardt konnte nicht mehr weiter machen. Nicht entschuldbar aber, dass in der Abwehr in dieser Phase zu sehr jede für sich allein kämpfte, es kaum Hilfe von den Nebenleuten gab. Nun war es Pauline Hankel, die sich endlich ein Herz nahm nach starken Einzelaktionen Tore erzielte und ihre Mitspielerinnen wach rüttelte.
Nun wurde endlich gekämpft, auch wenn man sich weiterhin im Angriff sehr schwer tat, weil einfach die Bewegung ohne Ball fehlte. Dennoch gab es so etwas wie eine Aufholjagd, die schließlich durch Jenny Struck mit dem Ausgleichstreffer zum 11:11 (46. Spielminute) belohnt wurde. Eine Minute später verfehlte die gleiche Spielerin die mögliche Führung nur ganz knapp. Das Spiel schien aber endlich wieder zu Gunsten des NSV zu kippen. Saalfeld nahm sofort eine Auszeit.
Und störte damit den kleinen Lauf der Nordhäuserinnen nachhaltig. Deren Würfe auch aus besten Positionen wurden plötzlich wieder schlecht, dazu kamen Fehler in Angriff und Abwehr. Saalfeld ging wieder 12:11 in Führung, hatte weitere klare Chancen. Wieder hielt die Torhüterin ihre NSV-Mannschaft zunächst noch auf Tuchfühlung, parierte unter anderen zwei Siebenmeter. Es war nun purer Kampf auf beiden Seiten.
Ein schönes, gar gutes Handballspiel sieht anders aus. Vier Minuten vor dem Ende 13:12 für Saalfeld. Noch war alles offen. Zu offen aber auch die an diesem Tage zu oft zu inaktive Nordhäuser Abwehr. Und wieder fehlte zweimal das schnelle Hinzutreten einer zweiten Spielerin beim energischen Zug der Saalfelderinnen zum Kreis. Zweimal Strafwurf, und diesmal war auch Laura Würzberg chancenlos – 12:15 aus NSV-Sicht. Da war in der letzten Minute nichts mehr zu machen. Saalfeld nutzte dann noch ein Kontergeschenk zum umjubelten Endstand von 16:12.
Ein verdienter Erfolg, denn Saalfeld tat ganz einfach mehr dafür, zeigte die bessere Mannschaftsleistung. Den Nordhäuserinnen aber fiel es schwer, sich auch über Silber zu freuen und fürs Gruppenfoto zu lächeln.
Uwe Tittel
Laura Würzberg/Lena Schwertfeger/Isaball Steinkopf – Madleen Tolle, Lina Freudenberg (1), Anna Reinhardt, Pauline Hankel (5), Jenny Struck (4), Jasmin Friedrich, Desiree Balik (1), Christiane Jech (1)
Autor: redEnttäuschung natürlich über die Niederlage. Enttäuschung aber auch über die eigene über weite Strecken der Partie viel zu schlechte Leistung. Nie fand die Mannschaft während der 60 Minuten zu ihrem wahren Leistungsvermögen.
Im letzten Jahr hatte man eine Altersklasse tiefer die im Wesentlichen gleiche Saalfelder Mannschaft auf deren eigenem Parkett ganz klar beherrscht und mit einem deutlichen Sieg den Titel in der B-Jugend gewonnen. Nordhausen galt nun auch für das Endspiel der A-Jugend als klarer Favorit. Selbst im Saalfelder Lager hatte man sich wenig Chancen ausgerechnet.
Und der Beginn des Spiels schien dem auch Recht zu geben. Zwar bestimmten die Abwehrreihen eindeutig die Szenerie, herrschte der Bedeutung des Spiels angemessen sicher auch etwas Nervosität, dennoch konnten sie die Nordhäuserinnen allmählich über 2:0 bis auf 4:1 absetzen. Allerdings gab dieser Spielstand in der 15. Spielminute schon ein etwas täuschendes Bild ab. Denn beim SSV konnte man sich in erster Linie bei Torhüterin Laura Würzberg bedanken, dass man so scheinbar klar führte.
Dreimal parierte sie in großem Stil freie Würfe vom Kreis. Dazu zeigte sich der viel zu statische Nordhäuser Angriff sehr einfallslos, wurde vor allem aus dem Rückraum kaum Druck entwickelt und ganz schlecht geworfen. Damit baute man Saalfeld regelrecht auf. Zudem ließ man sich von der aggressiven Abwehr zunehmend den Schneid abkaufen. Auf der Gegenseite stellten die Saalfelderinnen die Nordhäuser Abwehr durch ihr bekannt quirliges Laufspiel immer mehr vor Probleme.
Zwar hielt Laura Würzberg weiter stark, dennoch konnte sie vier Treffer nicht verhindern während der Nordhäuser Angriff bis zur Pause gar nichts Zählbares mehr zustande brachte. 6:4-Führung für Saalfeld. Das konnte bei Nordhausen doch nicht so weiter gehen. Doch es kam noch schlimmer, denn Saalfeld zog nach Wiederbeginn sofort auf 9:4 davon.
Sicher auch einer notwendigen Umformierung der Abwehr geschuldet, denn die an der Hand verletzte Anna Reinhardt konnte nicht mehr weiter machen. Nicht entschuldbar aber, dass in der Abwehr in dieser Phase zu sehr jede für sich allein kämpfte, es kaum Hilfe von den Nebenleuten gab. Nun war es Pauline Hankel, die sich endlich ein Herz nahm nach starken Einzelaktionen Tore erzielte und ihre Mitspielerinnen wach rüttelte.
Nun wurde endlich gekämpft, auch wenn man sich weiterhin im Angriff sehr schwer tat, weil einfach die Bewegung ohne Ball fehlte. Dennoch gab es so etwas wie eine Aufholjagd, die schließlich durch Jenny Struck mit dem Ausgleichstreffer zum 11:11 (46. Spielminute) belohnt wurde. Eine Minute später verfehlte die gleiche Spielerin die mögliche Führung nur ganz knapp. Das Spiel schien aber endlich wieder zu Gunsten des NSV zu kippen. Saalfeld nahm sofort eine Auszeit.
Und störte damit den kleinen Lauf der Nordhäuserinnen nachhaltig. Deren Würfe auch aus besten Positionen wurden plötzlich wieder schlecht, dazu kamen Fehler in Angriff und Abwehr. Saalfeld ging wieder 12:11 in Führung, hatte weitere klare Chancen. Wieder hielt die Torhüterin ihre NSV-Mannschaft zunächst noch auf Tuchfühlung, parierte unter anderen zwei Siebenmeter. Es war nun purer Kampf auf beiden Seiten.
Ein schönes, gar gutes Handballspiel sieht anders aus. Vier Minuten vor dem Ende 13:12 für Saalfeld. Noch war alles offen. Zu offen aber auch die an diesem Tage zu oft zu inaktive Nordhäuser Abwehr. Und wieder fehlte zweimal das schnelle Hinzutreten einer zweiten Spielerin beim energischen Zug der Saalfelderinnen zum Kreis. Zweimal Strafwurf, und diesmal war auch Laura Würzberg chancenlos – 12:15 aus NSV-Sicht. Da war in der letzten Minute nichts mehr zu machen. Saalfeld nutzte dann noch ein Kontergeschenk zum umjubelten Endstand von 16:12.
Ein verdienter Erfolg, denn Saalfeld tat ganz einfach mehr dafür, zeigte die bessere Mannschaftsleistung. Den Nordhäuserinnen aber fiel es schwer, sich auch über Silber zu freuen und fürs Gruppenfoto zu lächeln.
Uwe Tittel
Laura Würzberg/Lena Schwertfeger/Isaball Steinkopf – Madleen Tolle, Lina Freudenberg (1), Anna Reinhardt, Pauline Hankel (5), Jenny Struck (4), Jasmin Friedrich, Desiree Balik (1), Christiane Jech (1)








