Weibliche Sicht auf die Kunst?!
Montag, 19. Mai 2014, 10:06 Uhr
Am Mittwoch-Abend, um 19.00 Uhr, lädt der Kunsthaus Meyenburg Förderverein zu einem interessanten Vortrag alle kunstinteressierten und museophilen Gäste herzlich ein, um bei Wein und netten Gesprächen mehr zum Thema Frauen in der Kunst zu erfahren...
In ihrem Vortrag beschäftigt sich Kunsthistorikerin Susanne Hinsching dieses Mal nicht mit den Künstlerinnen der Gegenwart, die in der Ausstellung im Kunsthaus Meyenburg präsentiert werden, sondern begibt sich auf eine Spurensuche nach bekannten Künstlerinnen in den vergangenen Jahrhunderten und beschäftigt sich mit der Frage: Warum sind die Künstlerinnen nicht so bekannt?
Denn wenn man in der Kunstgeschichte weit zurück schaut, findet man nur wenige Namen von Künstlerinnen.
Jeder kennt die großen Künstler der Renaissance Leonardo da Vinci, Michelangelo, Tintoretto oder Carravaggio. Wer kennt aber Sofonisba Anguissola (1531-1625), Marietta Robusti (1560-1590) und Artemisia Gentileschi (1593-1653)? Die Möglichkeiten für Frauen, als Künstlerin frei und unabhängig zu arbeiten, waren seit der Renaissance meist eng verknüpft mit dem allgemeinen Selbstverständnis des Künstlertums und der Gestaltung der Geschlechterrollen in der jeweiligen Gesellschaft. Aber auch die Zugangsmöglichkeiten zu einer künstlerischen Ausbildung spielten eine wichtige Rolle. Diese Kriterien waren in den einzelnen kunstgeschichtlichen Epochen unterschiedlich und unterschieden sich auch gegenüber den Möglichkeiten von Männern.
Nach langen Diskursen über die Eignung von Frauen für die Kunstausbildung wurden z.B. erst nach dem Ersten Weltkrieg die Kunstakademien endlich für Frauen geöffnet.
Aus diesem Grund und der beginnenden Emanzipationsbewegung stieg der Anteil hauptberuflich tätiger selbständiger Künstlerinnen zwischen 1895 und 1925 von ca. 10 Prozent auf 20 Prozent an. Trotzdem verlangte man von den Künstlerinnen, dass sie sich ausschließlich mit Sujets wie Stillleben, Selbstporträts oder Landschaftsmalerei beschäftigten.
Wenn man heute in die Kunsthochschulen und Kunstakademien schaut, sind Frauen sogar in der Mehrheit. Künstlerinnen widmen sich jetzt allen künstlerischen Sujets und beherrschen alle künstlerischen Techniken. Sie erhalten fast genauso viele Förderpreise wie ihre männlichen Kollegen. Auch die bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst documenta präsentierte 2007 erstmals zur Hälfte die Werke von Künstlerinnen.
Der Eintritt zum Vortragsabend ist frei.
Autor: redIn ihrem Vortrag beschäftigt sich Kunsthistorikerin Susanne Hinsching dieses Mal nicht mit den Künstlerinnen der Gegenwart, die in der Ausstellung im Kunsthaus Meyenburg präsentiert werden, sondern begibt sich auf eine Spurensuche nach bekannten Künstlerinnen in den vergangenen Jahrhunderten und beschäftigt sich mit der Frage: Warum sind die Künstlerinnen nicht so bekannt?
Denn wenn man in der Kunstgeschichte weit zurück schaut, findet man nur wenige Namen von Künstlerinnen.
Jeder kennt die großen Künstler der Renaissance Leonardo da Vinci, Michelangelo, Tintoretto oder Carravaggio. Wer kennt aber Sofonisba Anguissola (1531-1625), Marietta Robusti (1560-1590) und Artemisia Gentileschi (1593-1653)? Die Möglichkeiten für Frauen, als Künstlerin frei und unabhängig zu arbeiten, waren seit der Renaissance meist eng verknüpft mit dem allgemeinen Selbstverständnis des Künstlertums und der Gestaltung der Geschlechterrollen in der jeweiligen Gesellschaft. Aber auch die Zugangsmöglichkeiten zu einer künstlerischen Ausbildung spielten eine wichtige Rolle. Diese Kriterien waren in den einzelnen kunstgeschichtlichen Epochen unterschiedlich und unterschieden sich auch gegenüber den Möglichkeiten von Männern.
Nach langen Diskursen über die Eignung von Frauen für die Kunstausbildung wurden z.B. erst nach dem Ersten Weltkrieg die Kunstakademien endlich für Frauen geöffnet.
Aus diesem Grund und der beginnenden Emanzipationsbewegung stieg der Anteil hauptberuflich tätiger selbständiger Künstlerinnen zwischen 1895 und 1925 von ca. 10 Prozent auf 20 Prozent an. Trotzdem verlangte man von den Künstlerinnen, dass sie sich ausschließlich mit Sujets wie Stillleben, Selbstporträts oder Landschaftsmalerei beschäftigten.
Wenn man heute in die Kunsthochschulen und Kunstakademien schaut, sind Frauen sogar in der Mehrheit. Künstlerinnen widmen sich jetzt allen künstlerischen Sujets und beherrschen alle künstlerischen Techniken. Sie erhalten fast genauso viele Förderpreise wie ihre männlichen Kollegen. Auch die bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst documenta präsentierte 2007 erstmals zur Hälfte die Werke von Künstlerinnen.
Der Eintritt zum Vortragsabend ist frei.
