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Museumstag in der Flohburg

Montag, 19. Mai 2014, 08:00 Uhr
Gestern war Internationaler Museumstag und in die Nordhäuser Museem öffneten ihre Pforten Kostenfrei. In der Flohburg ging es an diesem Tag um Nordhäuser Naturwissenschaftler, das Wasser und alte Kulturtechniken...

Mehrere Sonderführungen und zahlreiche Aktivitäten für Groß und Klein fanden die Besucher in den Räumlichkeiten der Flohburg vor. Im Grünen Salon zeigte Frau Heber wie Sütterlin geschrieben wurde und die Gäste konnten ihr eigenes Geschick mit der Schönschrift des vergangenen Jahrhunderts auf die Probe stellen.

Im Sonderausstellungsraum konnte die derzeitige Ausstellung "...und es floss in Strömen" besichtigt werden, die sich mit der Wasserversorgung und der Badekultur der alten Reichsstadt beschäftigt. Interessierte konnten hier auch einer Sonderführung lauschen. Vor allem aber freuten sich die jungen Besucher. Denn im Rahmen der Ausstellung hatten die Mitarbeiter mehrere kleine Experimente mit Wasser, einen Quiz- und Malwettbewerb sowie eine Reihe klingender Gläser vorbereitet.

Bereits in zwei Wochen wechselt die Sonderausstellung wieder. Dann soll es um den Nordhäuser Maler Phillip Oeser. Ebenso neu wie die derzeitige Sonderausstellung ist auch die Bestückung des Naturalienkabinetts. Die wird den Besuchern allerdings länger erhalten bleiben, als die meisten Sonderausstellungen. Neben allerlei Kuriositäten wie einem Walfischewirbel und drei Schränken der von Herrmann Arnold angelegten Muschelsammlung finden sich jetzt auch zahlreiche Vogelpräparate.

"Die Vogelpräparatesammlung umfasst über 100 Einzelstücke und lagert eigentlich im Museumsdepot" sagte Astrid Lautenschläger, die Depotleiterin und Mitarbeiterin der Flohburg. "Früher wurden die Präparate im Schulunterricht genutzt und wir wollen mit wechselnden Exponaten auch die pädagogische Arbeit im Museum fördern". Denkbar seien thematische Wechsel der Exponate nach Jahreszeiten, so Lautenschläger weiter.

Frau Lautenschläger bot am gestrigen Tag auch zwei Führungen an, die extra auf das Naturalienkabinett zugeschnitten waren. Angelehnt an das diesjährige Motto des Museumstages "Sammeln verbindet" ging man in der Flohburg der Sammelleidenschaft der Nordhäuser Forscher und Naturwissenschaftler nach. "Wir haben einen weiten Bogen gespannt vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Vom Naturforscher Johannes Thal über Friedrich-Christian Lesser, Friedrich Wilhelm Wallroth bis hin zum Mäzen des alten Museums dem leidenschaftlichen Sammler Herrmann Arnold" sagte Frau Lautenschläger.

Wer sich nach all den Informationen noch ein wenig entspannen wollte, dem bot der Förderverein ein breites Angebot an Kuchen, die in aller Ruhe im Cafe des Museums verzehrt wurden.
Angelo Glashagel
Autor: red

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