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Zwickau will Wackerplatz zurück

Freitag, 16. Mai 2014, 07:11 Uhr
Zum letzten Saisonspiel auf fremdem Boden muss Regionalligist Wacker Nordhausen zum Fast-Namensvetter FSV Zwickau reisen und wird dort bestimmt auf Herz und Nieren geprüft...

Im Sportforum Sojus 31 in Eckersbach am Wostokweg wird Jacob Pawlowski aus Berlin am Sonnabend um 13.30 Uhr das für die Platzierung im vorderen Mittelfeld der Regionalliga wichtige FSV-Duell anpfeifen. Die Westsachsen waren mit realistischem Blick und dennoch hohen Ansprüchen an sich selbst in die Saison gegangen. Sie liegen nur einen Punkt hinter den Goslar-Männern und werden alles daransetzen, mit einem Erfolg über die Nordhäuser den 5. Platz zurückzuerobern.

Diesen hatte Wacker den Zwickauern am vergangenen Spieltag mit dem 3:1-Heimsieg über den VfB Auerbach 1906 wieder abgeluchst, weil sich die Schützlinge von Trainer Torsten Ziegner beim VFC Plauen mit einem 1:1-Unentschieden begnügen mussten. Aus dem angestrebten vierten Dreier in Folge wurde demnach nichts. Dabei hatte Zwickau zuletzt einen richtigen Lauf. So wurden der FC Carl Zeiss Jena mit 2:1 und noch klarer auch der Ligameister TSG Neustrelitz mit 2:0 zu Hause geschlagen.

Wackercoach Jörg Goslar gibt sich also keinen Illusionen hin, was seine (unsere) Mannschaft in Sachsen erwartet, zumal ihn allein das Handicap der gesperrten Tobias Eckermann und Benjamin Halstenberg erneut zu Umstellungen zwingt. Auch Zwickau muss auf Davy Frick wegen Gelb-Rot verzichten.

Wacker vs. Zwickau (Foto: Klaus Verkouter) Wacker vs. Zwickau (Foto: Klaus Verkouter)

„In diesem Jahr jährt sich zum 20. Mal der Aufstieg des FSV Zwickau in die 2. Bundesliga. Aus diesem Anlass wird es ein Wiedersehen mit den Aufstiegshelden von 1994 geben. In Erinnerung an die tollen Aufstiegsspiele im Jahr 1994 und in Fortsetzung der Traditionswahrung wird es am 17.05.2014 zum letzten Regionalligaheimspiel unserer 1. Männermannschaft gegen den FSV Wacker Nordhausen ein Einlagespiel geben...“, lautet ein Hinweis auf der FSV-Homepage, der an die Tradition der Zwickauer erinnert.

Außerdem gaben die Gastgeber derweil die Verlängerung der Verträge wichtiger Akteure (z. B. Robert Paul und Christoph Göbel) sowie die Verpflichtungen des defensiven Mittelfeldspielers mit Zweitliga-Erfahrung Toni Wachsmuth und des Abwehrmannes Sebastian Mai bekannt, die das Team im kommenden Jahr verstärken sollen.

Zwickau ist zurzeit drittstärkste Heimmannschaft mit erst zwei Niederlagen und großem Zuschauerzuspruch. Es wird deshalb mit stolzer Brust auflaufen. Doch Wacker hat oft bewiesen, dass es auswärts mithalten kann und schon manche positive Überraschung vollbracht. Schließlich setzte es für Wacker gegen den FSV die höchste Saison-Heimniederlage und es gilt, das Rückspiel-Ergebnis eventuell freundlicher zu gestalten. Warum sollte das nicht auch gegen einen der erfolgreichsten Ostklubs möglich sein?

Wackers Zweite möchte am Wochenende (Sonntag, 14.30 Uhr, AKS) gegen den FC Gebesee 1921 den Aufstieg in die Thüringenliga (Verbandsliga) perfekt machen. Dafür würde ein Unentschieden bereits reichen. Die Fans sollten die Mannschaft von Uwe Etzrodt dabei nochmals unterstützen, sie hat es verdient.
Klaus Verkouter
Autor: red

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