Liebe Genossinnen und Genossen...
Mittwoch, 14. Mai 2014, 22:30 Uhr
Etwas später als sonst lud die Nordhäuser Linke am gestrigen Abend zum Jahresempfang. Der ^stand natürlich ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahlen...
Ein bisschen spät dran für den traditionellen Reigen der Jahresempfänge war sie schon, die Nordhäuser Linke, aber der Wahlkampf geht schließlich gerade in seine heiße Phase über. Schon in weniger als zwei Wochen ist der ganze Spuk vorerst vorüber und da bot es sich an, den eigenen Jahresempfang ein wenig näher an den Tag X zu verlegen.
Der Kreisvorsitzende der Linken, Alexander Scharff, eröffnete den Reigen der Reden und wanderte von den Höhen der aktuellen Weltpolitik hinab in die Tiefen des Kommunalwahlkampfes. Zunächst ging es dementsprechend um Krieg und Frieden. Ersterer sei gerade, aber nicht nur, in der Ukraine zu erleben und für letzteren stehe nur seine Partei glaubhaft ein. Weiter ging es zu Parteipolitischen Kernthemen und den Stärken des eigenen Kreisverbandes, namentlich seiner Einheit gegenüber anderen politischen Mitbewerbern. Schließlich steckte Scharff die Aufgaben und Ziele seiner Partei ab: Wohnortnahe medizinische Versorgung, der Gipskarst, Bürgernähe und Beteiligung, Transparenz, Sanierung von Schulen, etc.
Als nächstes durfte Dr. Birgit Klaubert, ihres Zeichens Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, ihr Grußwort an die Genossinnen und Genossen richten und trommelte schon einmal für die Landtagswahlen im September. Wenn man zum Beispiel die Kommunalordnung, wie von den Nordhäuser Linken gefordert, so ändern wolle, das mehr Bürgerbeteiligung ermöglicht werden könne, so brauche man auch "gestalterische Mehrheiten". Frau Dr. Klaiubert zeigte aber auch, dass sie als gestandene Parlamentarierin einige Übung im ausdauernden Reden hat.
Schließlich versuchten sich die zweite Beigeordnete der Stadtverwaltung, Hannelore Haase und Landrätin Birgit Keller darin, den traditionellen Redemarathon etwas aufzulockern. Ihr Mittel der Wahl: ein Zwiegespräch vorm Mikrofon. Nach dem Muster "Wie geht es dir" fragten sich die beiden Damen was seit ihrem Amtsantritt der schönste und der schlimmste Moment gewesen sei und wie sie die Zukunft sähen. Es war nicht gerade ein platonischer Dialog der sich da entspann und zeigte neben den Inhalten (Rolandsfest, Regenbogenhaus, Kreisumlage, Schulsanierungen, etc.) vor allem das Politiker entgegen der Landläufigen Meinung doch nicht unbedingt gute Schauspieler sein müssen.
Hernach konnte zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen werden und, wie vom Kreisvorsitzenden Scharff erhofft, brachen die politischen Grüppchen alsbald auf. Die CDU sprach mit der SPD, die FDP mit der Linken und die Landrätin mit der OB a.D. Es ist anzunehmen, dass dieser zweite, informelle Teil bei Jahresempfängen für das politische Nordhausen der bedeutsamere ist. Selbst wenn der Wahlkampf dem Siedepunkt entgegen geht.
Angelo Glashagel
Autor: redEin bisschen spät dran für den traditionellen Reigen der Jahresempfänge war sie schon, die Nordhäuser Linke, aber der Wahlkampf geht schließlich gerade in seine heiße Phase über. Schon in weniger als zwei Wochen ist der ganze Spuk vorerst vorüber und da bot es sich an, den eigenen Jahresempfang ein wenig näher an den Tag X zu verlegen.
Der Kreisvorsitzende der Linken, Alexander Scharff, eröffnete den Reigen der Reden und wanderte von den Höhen der aktuellen Weltpolitik hinab in die Tiefen des Kommunalwahlkampfes. Zunächst ging es dementsprechend um Krieg und Frieden. Ersterer sei gerade, aber nicht nur, in der Ukraine zu erleben und für letzteren stehe nur seine Partei glaubhaft ein. Weiter ging es zu Parteipolitischen Kernthemen und den Stärken des eigenen Kreisverbandes, namentlich seiner Einheit gegenüber anderen politischen Mitbewerbern. Schließlich steckte Scharff die Aufgaben und Ziele seiner Partei ab: Wohnortnahe medizinische Versorgung, der Gipskarst, Bürgernähe und Beteiligung, Transparenz, Sanierung von Schulen, etc.
Als nächstes durfte Dr. Birgit Klaubert, ihres Zeichens Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, ihr Grußwort an die Genossinnen und Genossen richten und trommelte schon einmal für die Landtagswahlen im September. Wenn man zum Beispiel die Kommunalordnung, wie von den Nordhäuser Linken gefordert, so ändern wolle, das mehr Bürgerbeteiligung ermöglicht werden könne, so brauche man auch "gestalterische Mehrheiten". Frau Dr. Klaiubert zeigte aber auch, dass sie als gestandene Parlamentarierin einige Übung im ausdauernden Reden hat.
Schließlich versuchten sich die zweite Beigeordnete der Stadtverwaltung, Hannelore Haase und Landrätin Birgit Keller darin, den traditionellen Redemarathon etwas aufzulockern. Ihr Mittel der Wahl: ein Zwiegespräch vorm Mikrofon. Nach dem Muster "Wie geht es dir" fragten sich die beiden Damen was seit ihrem Amtsantritt der schönste und der schlimmste Moment gewesen sei und wie sie die Zukunft sähen. Es war nicht gerade ein platonischer Dialog der sich da entspann und zeigte neben den Inhalten (Rolandsfest, Regenbogenhaus, Kreisumlage, Schulsanierungen, etc.) vor allem das Politiker entgegen der Landläufigen Meinung doch nicht unbedingt gute Schauspieler sein müssen.
Hernach konnte zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen werden und, wie vom Kreisvorsitzenden Scharff erhofft, brachen die politischen Grüppchen alsbald auf. Die CDU sprach mit der SPD, die FDP mit der Linken und die Landrätin mit der OB a.D. Es ist anzunehmen, dass dieser zweite, informelle Teil bei Jahresempfängen für das politische Nordhausen der bedeutsamere ist. Selbst wenn der Wahlkampf dem Siedepunkt entgegen geht.
Angelo Glashagel



