Erosion Stempedaer Marktweg geht weiter
Donnerstag, 08. Mai 2014, 10:48 Uhr
Der Alte Stolberg ist Naturschutzgebiet, wird jedoch von Forstfahrzeugen befahren. Das Ergebnis: abrutschende Wegböschungen gefährden das Hohlweg Biotop. Auf die Problematik macht Leser Bodo Schwarzberg erneut aufmerksam...
Schon mehrfach forderte ich die zuständigen Behörden auf, etwas gegen die fortgesetzte Befahrung des Stempedaer Marktweges im Naturschutzgebiet Alter Stolberg mit überbreiten Fahrzeugen zu unternehmen bzw. gegen die bereits eingetretenen Schäden vorzugehen. Bei den jüngsten Regenfällen aber hat sich die Situation wie schon einmal im Juni 2013 verschärft.
Erneut sind Teile der Wegböschung abgerutscht, die durch die fortgesetzten Befahrungen bereits vorgeschädigt waren (siehe nnz). Erinnert sei daran, dass Hohlwege nach Thüringer Naturschutzgesetz zu den besonders geschützten Biotopen zählen. Betont werden soll an dieser Stelle, dass es nicht um ein generelles Befahrungsverbot geht. Jedoch müsste es doch möglich sein, die Breite der Forstfahrzeuge so zu wählen, dass die sensiblen Wegränder mit Gipsuntergrund unbeschädigt bleiben. Dies wäre gewiss ein Kompromiss zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft.
So wie bisher sollte es aber keinesfalls weitergehen. Die klimabedingt zunehmenden Starkregenereignisse verschärfen die Situation zusehends.
Nicht klar ist bisher allerdings, ob die überbreiten Fahrzeuge, die den Marktweg benutzen, tatsächlich Forstfahrzeuge sind. Eine wirksame Wegsperre (schwere Baumstämme e.t.c) in Abstimmung mit den Waldbesitzern könnte die Befahrung mit Privatfahrzeugen eindämmen. Denn bekanntermaßen ist die Befahrung von Naturschutzgebieten ohne Erlaubnis bzw. genehmigtem Grund untersagt.
Die drei angehängten Fotos zeigen in etwa den selben Wegabschnitt, aufgenommen am 25.05.12, 21.04.13 und 1.5.14. Wie zu sehen ist, hat der abrutschende Boden mittlerweile ganze Bäume mitgerissen. Und das ist nicht die einzige beschädigte Wegstelle zwischen Steigerthal und dem Windfeld.
Erwähnt werden soll noch, dass an den Hängen des Stempedaer Marktweges eine in Thüringen vom Aussterben bedrohte Pflanzenart siedelt. Sollte die künstlich erzeugte Erosion so fortschreiten wie bisher, ist der sich durch Pflegemaßnahmen seit 2006 positiv entwickelnde Bestand akut bedroht.
Auch von daher fordere ich die Behörden auf, nun etwas Wirksames zu unternehmen und einen Kompromiss zwischen Nutzung und Naturschutz zu schaffen. Ich werde die Situation weiter beobachten.
Zum Vergleich das Bild eines intakten, unerodierten Hohlweges im NSG Rüdigsdorfer Schweiz.
Bodo Schwarzberg
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Schon mehrfach forderte ich die zuständigen Behörden auf, etwas gegen die fortgesetzte Befahrung des Stempedaer Marktweges im Naturschutzgebiet Alter Stolberg mit überbreiten Fahrzeugen zu unternehmen bzw. gegen die bereits eingetretenen Schäden vorzugehen. Bei den jüngsten Regenfällen aber hat sich die Situation wie schon einmal im Juni 2013 verschärft.
Erneut sind Teile der Wegböschung abgerutscht, die durch die fortgesetzten Befahrungen bereits vorgeschädigt waren (siehe nnz). Erinnert sei daran, dass Hohlwege nach Thüringer Naturschutzgesetz zu den besonders geschützten Biotopen zählen. Betont werden soll an dieser Stelle, dass es nicht um ein generelles Befahrungsverbot geht. Jedoch müsste es doch möglich sein, die Breite der Forstfahrzeuge so zu wählen, dass die sensiblen Wegränder mit Gipsuntergrund unbeschädigt bleiben. Dies wäre gewiss ein Kompromiss zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft.
So wie bisher sollte es aber keinesfalls weitergehen. Die klimabedingt zunehmenden Starkregenereignisse verschärfen die Situation zusehends.
Nicht klar ist bisher allerdings, ob die überbreiten Fahrzeuge, die den Marktweg benutzen, tatsächlich Forstfahrzeuge sind. Eine wirksame Wegsperre (schwere Baumstämme e.t.c) in Abstimmung mit den Waldbesitzern könnte die Befahrung mit Privatfahrzeugen eindämmen. Denn bekanntermaßen ist die Befahrung von Naturschutzgebieten ohne Erlaubnis bzw. genehmigtem Grund untersagt.
Die drei angehängten Fotos zeigen in etwa den selben Wegabschnitt, aufgenommen am 25.05.12, 21.04.13 und 1.5.14. Wie zu sehen ist, hat der abrutschende Boden mittlerweile ganze Bäume mitgerissen. Und das ist nicht die einzige beschädigte Wegstelle zwischen Steigerthal und dem Windfeld.
Erwähnt werden soll noch, dass an den Hängen des Stempedaer Marktweges eine in Thüringen vom Aussterben bedrohte Pflanzenart siedelt. Sollte die künstlich erzeugte Erosion so fortschreiten wie bisher, ist der sich durch Pflegemaßnahmen seit 2006 positiv entwickelnde Bestand akut bedroht.
Auch von daher fordere ich die Behörden auf, nun etwas Wirksames zu unternehmen und einen Kompromiss zwischen Nutzung und Naturschutz zu schaffen. Ich werde die Situation weiter beobachten.
Zum Vergleich das Bild eines intakten, unerodierten Hohlweges im NSG Rüdigsdorfer Schweiz.
Bodo Schwarzberg
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.




