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Ein Start mit gemischten Gefühlen

Donnerstag, 08. Mai 2014, 06:39 Uhr
Für die beiden Südharzer Mannschaften verlief am Mittwoch der Start in die Gruppenphase beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin mit gemischten Gefühlen. Sandra Arm berichtet...


Den Handballerinnen vom Nordhäuser Herder-Gymnasium sollte am Ende nur ein Remis zur großen Finalrunde fehlen, während sich die Tischtennisspieler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Bleicherode gleich dreimal gegen starke Konkurrenz geschlagen geben mussten.

Richtig viel vorgenommen hatten sich die Bleicheröder Tischtennisspieler in der Wettkampfklasse (Wk) III. Doch das Auftaktprogramm hatte es mit der Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt am Main richtig in sich. Sie gehört mit zu den Eliteschulen des Sports. „Die Frankfurter zählen mit zu den Favoriten“, betonte Marcus Kellner, der die Bleicheröder Jungs betreute. Daher galt es für seine Schützlinge vor allem aus den Partien „zu lernen“ und den Favoriten „auch ein bisschen zu ärgern“.

Und das taten die Bleicheröder auch. Vor allem Lennart Czosnyka, der den an Nummer eins platzierten Adam Janicki gehörig ins Schwitzen brachte. Beide schenkten sich in ihrem Einzel nichts. Richtig viel Applaus bekam Lennart im zweiten Satz, den er mit 12:10 für sich entschied. In den Sätzen drei und vier behielt dann der Frankfurter die Oberhand.

Die Bleicheröder versteckten sich nicht und mussten sich in den ersten Partien immer nur knapp in den Sätzen geschlagen geben. „Sie sollen sich für die kommenden Gegner warmspielen“, sagte Kellner, der einen sehr engagierten Auftritt seiner Schützlinge beobachtete und sich viel Anerkennung trotz der 0:9-Niederlage von den anderen Betreuern, die sich die Spiele anschauten, abholen durfte. Mit der Gesamtschule Schinkel Osnabrück folgte ebenfalls eine erfahrene Mannschaft.

Und auch da hieß das Ergebnis - 9:0. Allerdings nicht für die Südharzer, die zwar drei Sätze für sich entschieden, sich aber das Leben oft selbst schwer machten. „Durch unsere eigenen Fehler sind wir eingebrochen“, wusste Kellner. Oft führten seine Schützlinge in den Sätzen, konnten die Führung meist nicht verteidigen und verbuchten das schlechtere beziehungsweise bittere Ende für sich. Auch Kellner haderte mit sich, denn er wusste, dass in einigen Partien mehr drin gewesen wäre.

„Ich hoffe, dass die Spiele gegen die dritte Mannschaft spannender verlaufen“, sagte Kellner. Die Saarländer hatten bis dato ebenfalls zwei Niederlagen kassiert. Wollten die Bleicheröder nicht Gruppenletzter werden, musste die Partie gewonnen werden. Das gelang nicht, denn das Wandt-Gymnasium Völklingen gewann mit 7:2. Dennoch konnte Kellner eine Steigerung zu den vorherigen Partien ausmachen und sich über zwei Siege seiner Schützlinge freuen. Zudem verbuchten sie insgesamt neun Satzgewinne für sich. Ebenfalls eine Steigerung.

In der Qualifikationrrunde für die Plätze neun bis 16 treffen die Bleicheröde am Donnerstag, um 9.15 Uhr, auf das Albert-Schweitzer-Gymnasium Crailsheim (Baden-Württemberg) im Horst-Kober-Sportzentrum.
Sandra Arm

Friedrich-Schiller-Gymnasium Bleicherode: Elias Naumann, Lars Englert, Dylan Ehrhardt, Ludwig Meyer, Felix Köhn, Lennart Czosnyka, Justin Haustein – Betreuer Marcus Kellner
Autor: red

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