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Klaffende Wunden: Brachflächen Hagentor

Montag, 14. April 2014, 16:20 Uhr
Südharzgalerie, Traditionsbrennerei, Museen, Marktpassage, Theater, Parks und Anlagen, Roland-und Altstadtfest, Dom – die Rolandstadt bietet viele Sehenswürdigkeiten und Feierliches, um das uns andere Städte beneiden. Genügend Gründe, Nordhausen zu lieben und hier zu wohnen. Im Glanz des Schönen geraten Kehrseiten leider oft allzu schnell in Vergessenheit. Ein Beispiel ist die Brachfläche Am Hagentor, meint Kurt Frank...

Klaffende Wunde (Foto: Kurt Frank) Klaffende Wunde (Foto: Kurt Frank)

Nordhausen. Klaffenden Wunden gleichen die torlosen leeren Hüllen einer nie zu Ende gebauten Tiefgarage Am Hagentor/ Wallrothstraße. Die Brache, war aus der Stadtverwaltung zu erfahren, resultiert aus einem Investitionsvorhaben eines Bauträgers, der schon Mitte der 90er-Jahre Insolvenz anmelden musste. Die Stadtverwaltung hatte die Brachfläche vor Jahren vom Insolvenzverwalter gekauft.

Auf Anfrage kam im Februar 2013 diese Kunde aus dem Rathaus: „Es gibt konkrete Kaufinteressenten. Eine Ausschreibung, wofür Gutachten erstellt werden, sei noch im ersten Halbjahr vorgesehen. Ein Wohn- und Geschäftshaus soll entstehen. Die Fläche werde derzeit als temporärer Parkplatz durch die Stadtverwaltung und die Wohnungsbaugenossenschaft genutzt. Auf der unbebauten Fläche soll ein Wohn-und Geschäftshaus entstehen.“

Was besagt heute der aktuelle Stand der Dinge? Mario Manolow von der Stadtplanung schreibt: „Mit dem Ziel der Bebauung hat die Stadt im vergangenen Jahr sehr konkrete Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten geführt. Nach den städtischen Entwicklungszielen ist eine mehrgeschossige Bebauung des Grundstückes vorgesehen. Dabei ist auch die Erschließung des Grundstücks wie die Anbindung der Tiefgaragen von entscheidender Bedeutung. Leider hat der Interessent von dem Vorhaben Abstand genommen.“

Bis zu Eröffnung der Marktpassage sei, meint Manolow, die Fläche Baubetrieben und WBG-Mietern zur Verfügung gestellt worden, die nun ihre Stellplätze im Parkhaus der Einkaufsstätte hätten. Abschließend versichert der Stadtplaner: „Die Stadtverwaltung wird sich um die weitere Vermarktung des Standortes bemühen und das Grundstück nun zeitnah ausschreiben.“

Wie klaffende Wunden wirken die torlosen leeren Hüllen einer nie zu Ende gebauten Tiefgarage Am Hagentor/Wallrothstraße.
Kurt Frank
Autor: red

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