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"Malerei und Grafik" in der KSK-Galerie

Donnerstag, 10. April 2014, 06:51 Uhr
"Ulrike Theusner, Malerei und Grafik" – so betitelt sich die dritte Kunstausstellung in diesem Jahr, die am Dienstagabend in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen durch Sparkassenvorstand Wolfgang Asche eröffnet wurde. Die nnz war mit dabei...


Musikalisch eingestimmt wurden die Gäste vom Vater der Künstlerin, Christoph Theusner (Bayon), der auch im Verlauf der Veranstaltung für die passenden "Zwischentöne" sorgte.

Die 1982 in Frankfurt an der Oder geborene Künstlerin Ulrike Theusner absolvierte von 2002 bis 2004 ein Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Von 2005 bis 2008 erhielt sie ein Erasmus-Stipendium. Es folgte ein Studium an der Ecole des Beaux-Arts Villa Arson in Nizza. 2008 gab es das Diplom. Schon bald "hagelte" es erste Preise, darunter den Grafikpreis der Ilsetraud-Glock-Grabe Stiftung – verliehen 2013 im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg. Seither ist Ulrike Theusner mit ihren älteren und aktuellen Werken in zahlreichen Ausstellungen präsent. Weimar ist inzwischen zu ihrem neuen Wohn- und Schaffensort geworden.

Angesichts der ausgestellten Bilder verwunderte es nicht, dass Wolfgang Asche in seiner Begrüßung von einer "Ausnahmebegabung in der Bildenden Kunst" sprach. "Ulrike Theusner nimmt die Betrachter mit in eine Welt voll Träumerei", so Asche. Gastlaudator Dr. Jörk Rothamel war ebenfalls voll des Lobes für die Künstlerin: "Ihre Werke sind großartig, gleich welche Technik sie auch ausübt oder welchem Thema sie sich auch widmet." Und philosophiert, Kunst sei etwas ganz tolles, etwas Heiliges. Und der Künstler sei der Nabel der Welt. Und Rothamel weiter: "Künstler sind diejenigen, die mehr sagen dürfen, die aber auch auf einem Vulkan tanzen. Doch wenn man die Spielregeln verletzt, ist man oft der Böse."

Theusner lässt sich in ihren Zeichnungen, Grafken und ihrer Malerei immer öfter auf historische Bezüge ein. Da haben schon mal Bosch oder Cranach oder Dürer ihren "Auftritt" in den Werken der jungen Frau. Ihr malerischer und zeichnerischer Stil ist unverkennbar, ihre künstlerische Handschrift präsentiert sich als sehr ausgereift. Deutlich wird dies bei einigen auf den ersten Blick harmlos wirkenden Bildern, die jedoch etwas Dunkles, Unheimliches in sich bergen. Sie geleiten den Betrachter in eine Welt, die nicht immer einfach zu begreifen ist. Ulrike Theusners Bilder sind als Gratwanderung zwischen Real- und Phantasiewelt zu verstehen. Zurecht sagte Jörk Rothamel am Ende seiner Laudatio wörtlich: "Ihre Kunst lernt man nicht in Weimar." Wohl wahr!

Die Ausstellung mit Werken von Ulrike Theubner ist bis zum 16. Mai 2014 in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen, Kornmarkt 9, zu den Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) zu besichtigen.
Hans-Georg Backhaus
Autor: red

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