Guter Start für Schulsozialarbeit
Montag, 07. April 2014, 12:04 Uhr
Lange war um den Einsatz von Sozialarbeitern an den Schulen des Landkreises gekämpft worden. Seit September vergangenen Jahres wurden alle Regelschulen von Sozialarbeiter unterstützt. Nun zogen die Beteiligten eine erste Bilanz und wagten einen Ausblick in die Zukunft des Projektes...
Eine erste Bilanz der schulbezogenen Jugendsozialarbeit haben jetzt die sieben beteiligten freien Träger mit der Landkreisverwaltung gezogen. Seit September betreuen zwölf Schulsozialarbeiter alle neun Regelschulen im Landkreis sowie das Berufsschulzentrum. Die neue Unterstützung durch die Schulsozialarbeiter bedeutet eine große Entlastung für das Lehrpersonal in den Schulen, freute sich Landrätin Birgit Keller. Ich begrüße auch das Modell, das wir hier gemeinsam entwickelt haben, dass nämlich verschiedene etablierte Träger die schulbezogene Jugendsozialarbeit übernehmen, denn dadurch ergeben sich viele Synergieeffekte. Der gelungene Start der Jugendsozialarbeit zeigt, dass sich der jahrelange Kampf auf Landesebene für dieses Thema ausgezahlt hat.
Beim Erfahrungsaustausch erhielten die Vertreter der Träger auch offiziell die Fördermittelbescheide für 2014 von Birgit Keller und dem Beigeordneten Stefan Nüßle. Rund 470.000 Euro stellt das Land Thüringen in diesem Jahr für die schulbezogene Jugendsozialarbeit bereit. Übernommen haben die Aufgabe Sozialarbeiter von Horizont e.V., LIFT gGmbH, Kreisjugendring Nordhausen e.V., Caritas, Johanniter-Unfallhilfe e.V., Frohe Zukunft Nordhausen e.V. und Jugendsozialwerk Nordhausen e.V.
Ich kann den Trägern nur dafür danken, dass wir hier auf Anhieb sehr engagierte Kollegen gefunden haben und ich höre aus den Schulen, dass schon in dieser kurzen Zeit ein sehr gutes Miteinander entstanden ist, so Stefan Nüßle. Sie haben sich schon jetzt ein Stück weit unentbehrlich in den Schulen gemacht und wir wollen dieses Signal ans Land senden, um das Projekt dauerhaft finanziell zu sichern. Ich habe dazu bereits Gespräche mit dem Sozialministerium geführt. Sollte es gelingen, das Programm finanziell auszubauen, könnten sogar noch mehr Schulen davon profitieren. Dass der Bedarf dafür besteht, sehen wir schon jetzt.
Vertreter der Tägervereine, Landrätin Birgit Keller und Beigeordneter Stefan Nüßle bei der Überreichung der Fördermittelbescheide (Foto: Jessica Pieper)
Ziele der schulbezogenen Jugendarbeit sind, die Schüler in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung durch zusätzliche, die Schule ergänzende Maßnahmen zu unterstützen, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu vermeiden bzw. abzubauen und neben den Schülern auch die Lehrer und Eltern zu beraten.
Die Fachperspektive der Sozialarbeiter soll das pädagogische Angebot der Schulen ergänzen und eine Brücke schlagen zwischen Schule, Familie und den Angeboten der Sozialarbeit und Jugendhilfe. Die projektübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften und die Unterstützung durch die Schulleitungen gelingen bei uns sehr gut, sagt Marc Hesse, der im Landratsamt die schulbezogene Jugendsozialarbeit koordiniert. Durch die vielen Träger haben wir quasi ein neues Nordhäuser Modell entwickelt, das sich in seiner Vielfarbigkeit schon jetzt als erfolgreich erwiesen hat. Die sieben Träger bringen verschiedene Ansätze, Herangehensweisen und Fachideen in das Programm ein und so werden für die Schulsozialarbeit auch unterschiedliche Ressourcen genutzt.
Die Schulsozialarbeit werde von allen Schulen sehr gut angenommen. Hervorgehoben werde beispielsweise die spürbare Bereicherung des Schulalltages, der treffsichere Umgang der Sozialarbeiter mit den individuellen Problemlagen einzelner Schüler und die deutliche Entlastung der Lehrer in den sozialarbeiterischen Herausforderungen in der Schule. Wenn Schüler Sorgen haben, ist es eben für sie oft wichtig, zwar innerhalb des Schulgebäudes, aber außerhalb der Lehrerschaft einen Ansprechpartner zu haben, so Marc Hesse. Diesem Bedarf kommen wir mit der Schulsozialarbeit entgegen nach.
Autor: redEine erste Bilanz der schulbezogenen Jugendsozialarbeit haben jetzt die sieben beteiligten freien Träger mit der Landkreisverwaltung gezogen. Seit September betreuen zwölf Schulsozialarbeiter alle neun Regelschulen im Landkreis sowie das Berufsschulzentrum. Die neue Unterstützung durch die Schulsozialarbeiter bedeutet eine große Entlastung für das Lehrpersonal in den Schulen, freute sich Landrätin Birgit Keller. Ich begrüße auch das Modell, das wir hier gemeinsam entwickelt haben, dass nämlich verschiedene etablierte Träger die schulbezogene Jugendsozialarbeit übernehmen, denn dadurch ergeben sich viele Synergieeffekte. Der gelungene Start der Jugendsozialarbeit zeigt, dass sich der jahrelange Kampf auf Landesebene für dieses Thema ausgezahlt hat.
Beim Erfahrungsaustausch erhielten die Vertreter der Träger auch offiziell die Fördermittelbescheide für 2014 von Birgit Keller und dem Beigeordneten Stefan Nüßle. Rund 470.000 Euro stellt das Land Thüringen in diesem Jahr für die schulbezogene Jugendsozialarbeit bereit. Übernommen haben die Aufgabe Sozialarbeiter von Horizont e.V., LIFT gGmbH, Kreisjugendring Nordhausen e.V., Caritas, Johanniter-Unfallhilfe e.V., Frohe Zukunft Nordhausen e.V. und Jugendsozialwerk Nordhausen e.V.
Ich kann den Trägern nur dafür danken, dass wir hier auf Anhieb sehr engagierte Kollegen gefunden haben und ich höre aus den Schulen, dass schon in dieser kurzen Zeit ein sehr gutes Miteinander entstanden ist, so Stefan Nüßle. Sie haben sich schon jetzt ein Stück weit unentbehrlich in den Schulen gemacht und wir wollen dieses Signal ans Land senden, um das Projekt dauerhaft finanziell zu sichern. Ich habe dazu bereits Gespräche mit dem Sozialministerium geführt. Sollte es gelingen, das Programm finanziell auszubauen, könnten sogar noch mehr Schulen davon profitieren. Dass der Bedarf dafür besteht, sehen wir schon jetzt.
Vertreter der Tägervereine, Landrätin Birgit Keller und Beigeordneter Stefan Nüßle bei der Überreichung der Fördermittelbescheide (Foto: Jessica Pieper)
Ziele der schulbezogenen Jugendarbeit sind, die Schüler in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung durch zusätzliche, die Schule ergänzende Maßnahmen zu unterstützen, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu vermeiden bzw. abzubauen und neben den Schülern auch die Lehrer und Eltern zu beraten.
Die Fachperspektive der Sozialarbeiter soll das pädagogische Angebot der Schulen ergänzen und eine Brücke schlagen zwischen Schule, Familie und den Angeboten der Sozialarbeit und Jugendhilfe. Die projektübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften und die Unterstützung durch die Schulleitungen gelingen bei uns sehr gut, sagt Marc Hesse, der im Landratsamt die schulbezogene Jugendsozialarbeit koordiniert. Durch die vielen Träger haben wir quasi ein neues Nordhäuser Modell entwickelt, das sich in seiner Vielfarbigkeit schon jetzt als erfolgreich erwiesen hat. Die sieben Träger bringen verschiedene Ansätze, Herangehensweisen und Fachideen in das Programm ein und so werden für die Schulsozialarbeit auch unterschiedliche Ressourcen genutzt.
Die Schulsozialarbeit werde von allen Schulen sehr gut angenommen. Hervorgehoben werde beispielsweise die spürbare Bereicherung des Schulalltages, der treffsichere Umgang der Sozialarbeiter mit den individuellen Problemlagen einzelner Schüler und die deutliche Entlastung der Lehrer in den sozialarbeiterischen Herausforderungen in der Schule. Wenn Schüler Sorgen haben, ist es eben für sie oft wichtig, zwar innerhalb des Schulgebäudes, aber außerhalb der Lehrerschaft einen Ansprechpartner zu haben, so Marc Hesse. Diesem Bedarf kommen wir mit der Schulsozialarbeit entgegen nach.
