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Verliebt in Thüringen

Montag, 07. April 2014, 11:00 Uhr
Wie "verliebt" sind die Deutschen? Wo treffen Amors Pfeile am häufigsten und hat Liebe etwas mit dem Alter oder mit Geld zu tun? Wie es um die Liebe in Thüringen im Vergleich zum Rest des Landes steht, beantwortet der erste deutsche Liebesatlas...

Die Landkarte der Liebe beruht auf einer repräsentativen Befragung von 2.000 Deutschen die das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag eines Online-Dating Portals durchgeführt hat. Auf einer Skala von 0 (nicht verliebt) bis 100 Prozent (absolut verliebt) konnten die Deutschen ihr aktuelles Verliebtheitsgefühl angeben. Kombiniert mit dem soziodemographischen Hintergrund der Befragten ergibt sich eine spannende Karte der Gefühle, der Liebesatlas.

Der durchschnittliche Deutsche verortet demnach sein Verliebtheitsempfinden bei einem Wert von 61,3 Prozent auf der Liebesskala. Jeder fünfte Deutsche ist sogar gerade mit akuten Schmetterlingen im Bauch unterwegs und erreicht einen Liebesquotienten von 100 Prozent. Auf der anderen Seite stehen immerhin 20,6 Prozent, bei denen das Liebesradar überhaupt keinen Ausschlag zeigt.

Der Atlas zeigt dabei eine deutliche Ost-West Verwerung der Verliebten. Im Osten des Landes (mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt) sowie in Bayern liegen die Zahlen deutlich unter 60 Prozent. Die Thüringer verorten sich eher am unteren Ende der Skala. Lediglich in Berlin, Sachsen und Hamburg scheinen die Menschen weniger verliebt zu sein als in Thüringen.

Der erste deutsche Liebesatlas (Foto: Friendscout24) Der erste deutsche Liebesatlas (Foto: Friendscout24)

Spitzenreiter ist Hessen mit 69 Prozent. In keinem anderen Bundesland sind die Bürger so verliebt wie zwischen Frankfurt und Gießen. Aber auch in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen schlagen die Herzen höher als im Rest der Republik. Die Studie verdeutlicht auch, dass Menschen, die mit Kindern zusammenleben, sich überdurchschnittlich verliebt fühlen. Und: Männer fühlen sich im Schnitt verliebter als Frauen.

Ihr Liebesempfinden liegt bei 63,1 Prozent, das der Frauen bei 59,5 Prozent. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle für das Gefühl der Liebe und des Verliebtseins: So ist die Phase zwischen 30 und 59 Jahren die Prime Time der tiefen Gefühle. Zwischen 30 und 39 Jahren liegen die Werte über 71 Prozent und bis 59 Jahren unterschreiten sie nicht die Marke von 66 Prozent. Ab 60 Jahren liegt der Liebesquotient dann aber bereits unter dem Schnitt, ab 70 rutscht er auf 47,6 Prozent ab.

Wenig verwunderlich ist es, dass das Herzklopfen bei Singles keine ohrenbetäubenden Ausmaße annimmt: Sie erreichen lediglich 44,7 Prozentpunkte auf der Liebesskala. Wer mit einem Partner zusammenlebt, hat es da deutlich besser: Die durchschnittliche Liebesintensität in dieser Gruppe liegt bei 84,6 Prozent – damit ist die Paarbeziehung der deutlichste Garant für nachhaltige Glückshormone. Jeder Dritte erreicht sogar die magischen 100 Prozent. Allerdings haben 2,2 Prozent trotz des gemeinsamen Dachs über dem Kopf offenbar mit ihrer Beziehung abgeschlossen: Sie geben ihren Liebesquotient mit null Prozent an.

Auch das Zusammenleben mit einem Kind lässt Rückschlüsse auf das subjektive Erleben von partnerschaftlicher Liebe zu. Wer mit einem Kind im Haushalt wohnt, erreicht durchschnittlich Werte von 73,1 Prozent. Allerdings nimmt der Liebesquotient ab, wenn mehr Kinder im Haushalt leben. Bei drei Kindern erreicht das Liebesbarometer nur noch Ausschläge von 64,6 Prozent, ein Wert knapp über dem Durchschnitt. Allerdings: Wer ganz ohne Kinder lebt, liebt eindeutig unterdurchschnittlich (57,7 Prozent).

Wirkt sich das Einkommen auf das Verliebtsein aus? Die Zahlen legen es zumindest nahe. Vor allem in der unteren Verdienstkategorie von 750 bis 1.500 Euro Netto-Monatsgehalt ist Armor sparsam mit seinen Pfeilen: Die Werte bleiben durchweg unter 60 Prozent. Wer 3.500 Euro und mehr verdient, steht hingegen auch in Liebesdingen auf der Sonnenseite des Lebens – ein Durchschnittswert von 76,5 Prozent auf der Liebesskala kann sich sehen lassen. Mehr als jeder dritte Besserverdiener in Deutschland ist derzeit bis über beide Ohren verliebt (100 Prozent).
Autor: red

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