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nnz-Forum: Es kotzt ihn an

Donnerstag, 03. April 2014, 14:24 Uhr
Die Nordhäuser CDU hat ein Problem. Das ist der Fraktionsvorsitzende und heißt Norbert Klodt. Seiner gestrigen Entgleisung im Hauptausschuss hätte es nicht mehr bedurft, um zu wissen, dass der Mann extrem ungeeignet für seinen Job ist. Aber es passt in das katastrophale Bild Nordhäuser Lokalpolitik. Ein Lesermeinung von Olaf Schulze...


In der „Schmollecke“ sieht er die SPD-Fraktion im Stadtrat und das sei „zum Kotzen“. Solche vulgären Äußerungen vor der anwesenden Presse beschreiben schon ganz gut das diplomatische Gespür des Herrn K.

Er muss auch nicht auf irgendeine Etikette achten, denn seine Wiederwahl Ende Mai ist dank seines Listenplatzes schon gesichert. Jeder, der mit seinem Kreuz die CDU als konservative Volkspartei in den Stadtrat wählen will, der wählt als erstes Klodt. Der einzige, der noch vor ihm auf der CDU-Liste steht, nimmt die Wahl ja bekanntlich nicht an.

Das heißt mindestens vier weitere Jahre wird der Nordhäuser Stadtrat mit einem unversöhnlichen Miesepeter leben müssen, dem scheinbar jegliche politische Umgangsformen gegenüber anderen gewählten Volksvertretern abhanden gekommen sind.

Mit gnadenlosem Hass wird bspw. der Bürgermeister Jendricke von ihm überzogen. Von dessen Rücktritt macht der Herr K. sogar unverhohlen ein besseres Klima im Stadtrat abhängig. Erpressung heißt so etwas bei Juristen.

Voller Populismus wollte er Ende letzten Jahres eine sechsstellige Hilfssumme für den Fußballverein Wacker durch den Stadtrat bringen. Wacker geht es aber derzeit so gut wie nie zuvor. Als die Existenz des Vereins vor wenigen Jahren auf Messers Schneide stand, hat derselbe Herr K. getönt, es solle kein Geld in den Spitzensport gesteckt und lieber der Breitensport gefördert werden. Damals war der Herr K. Vereinsvorsitzender eines Breitensportvereins.

Um einen angeblichen Namensvorschlag der Ex-OB für die Kulturbibliothek zu verhindern, hat er den albernen Namen „Bürgerhaus“ auf die Agenda gebracht. Als es binnen zwei Tagen eine Protestnote von über 1.000 Nordhäusern dagegen gab und einen Antrag zur Aufhebung des Beschlusses, sorgte er mit seiner „Nationalen Front“ der alten Blockparteien im Stadtrat dafür, dass seine Allerweltsbezeichnung für einen kolossalen städtischen Neubau amtlich beschlossen wurde. Voller Zynismus verkündete er dabei, dass 1.000 Unterschriften ja wohl ein bisschen wenig seien und der Herr K. sich gewünscht hätte, es hätten 42.000 Nordhäuser unterschrieben.

Um Norbert Klodts Gift aus der Kommunalpolitik zu nehmen und endlich zu einer sachlichen und respektvollen Zusammenarbeit der Stadtratsfraktionen zurückzukehren, ist meines Erachtens das Stadtoberhaupt gefordert. Dr. Klaus Zeh ist ein stets freundlicher Mann und hat einen ausgleichenden Charakter. Er wünscht sich sehnlichst ein Ende des unwürdigen Gezänks im Rathaus.Wenn es dem OB aber nicht gelingen sollte, seinen wild gewordenen Wadenbeißer wieder einzufangen, dann steht der neu zu wählende Stadtrat jetzt schon unter einem schlechten Stern. Die politische Kultur in Nordhausen ist sonst nämlich dauerhaft im A....!
Olaf Schulze
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Autor: nnz

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