Klärendes Gespräch
Freitag, 28. März 2014, 15:23 Uhr
Die Vereinsführung von Wacker Nordhausen war in dieser Woche zu Gast im Nordhäuser Rathaus. Im Mittelpunkt der Unterredung mit Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh stand der Albert-Kuntz-Sportpark...
"Wacker Nordhausen ist in der Rolandstadt gewollt. viele Menschen, auch der Stadtrat stehen hinter dem Verein", beantwortet das Stadtoberhaupt nach Informationen der nnz eine eingangs gestellte Frage der Wacker-Präsidialen. Zeh untermauerte seine Aussage mit der Feststellung, dass rund 200.000 Euro (auch in Sachleistungen) aus der Stadtkasse oder von Unternehmen mit städtischer Beteiligung zum Verein geflossen seien.
Das sollen Nico Kleofas, Frank Kirchhoff und Michael John denn auch so bei diesem Gespräch bestätigt haben, dem Trio lag aber vielmehr der AKS an sich auf dem Herzen. Hier seien gemachte Zusagen nicht eingehalten worden. Fehlende Toiletten, fehlende Waschbecken in den Übergangs-Containern und dann der Zustand des Rasens auf dem Hauptplatz.
Die sanitären Probleme sollen schnellstens gelöst werden, soll der Oberbürgermeister zugesichert haben. Für die Rasenprobleme soll es eine mittelfristige Lösung geben: Momentan verfügt der Hauptplatz über eine Drainage, die diesen Namen nicht verdient. Das wiederum verschafft dem Platz die Ehre, von Trainern einiger Gastmannschaft im mdr kritisiert zu werden. Zu Recht.
Kostenschätzungen für den Rollrasen belaufen sich nach Informationen der nnz auf rund 50.000 Euro, für eine ordentliche Entwässerung kommen mindestens noch einmal 100.000 Euro dazu. Es gibt allerdings auch eine Technologie, bei der - Einsatz von Rollrasen vorausgesetzt - auf eine Drainage verzichtet werden kann. Bleibt noch das Sorgenkind Flutlicht: Auch hier könnte eine Lösung in Sichtweite kommen. Ein Unternehmen, an dem die Stadt Nordhausen mehrheitlich beteiligt ist, soll ins Flutlicht-Boot geholt werden.
Wie bei vielen anderen Problemfeldern, die in Nordhausen in den zurückliegenden Monaten angesprochen wurden (siehe Zustand des Theaters), ist jahrelang auf Verschleiß gefahren worden. Kultur hatte oberste Priorität. Jetzt aber können und sollen die Probleme mit ihren Langzeitwirkungen nicht länger unter der Decke gehalten werden. Verantwortlich ist jetzt der aktuelle Oberbürgermeister. Zu beneiden ist Klaus Zeh wahrlich nicht, er ist auch in einigen sportlichen Bereichen der Verwalter eines zwei Jahrzehnte währenden Nachlasses.
Ich begleite den, zugegeben, meinen Lieblingsverein, beruflich bereits seit dem Jahr 1995. Schon damals waren die Fußballer in der Regionalliga. Schon damals hatte der Verein nicht viele Freunde in Stadtrat und Rathaus - Klaus Wahlbuhl mal ausgenommen. Na klar, für die kommunale Politprominenz ist es toll, bei einem Champions League Spiel der Handball-Damen des THC in der VIP-Loge zu sitzen und zu klatschen. Am nächsten Tag ist der THC wieder in Bad Langensalza und damit eventuelle Probleme.
Die Fußballer sind immer hier und sie wollen - da kenne ich viele Akteure im Verein und "drumherum" - dort auch bleiben: In der Regionalliga, in Nordhausen. Das Mitmischen in dieser Spielklasse, die zweite Mannschaft in der Thüringenliga, was auch Sicherheitsspiele mit sich bringt - all das bedarf eines entsprechenden Umfeldes für Sportler, für die Zuschauer und - ja auch das - für die VIP's und für die Presse.
Seit 1995 hat sich im AKS nicht allzu viel getan. Eher das Gegenteil war der Fall, nicht nur beim Rasen. Wer Wacker in der Regionalliga auch im Jahr 2015 und danach sehen und erleben will, der muss etwas tun, auch und vor allem der Besitzer des Platzes. Denn Fakt ist, hat Wacker Nordhausen in der Regionalliga ab der Spielzeit 2015/16 kein Flutlicht, dann gehen die Lichter aus. So einfach ist das.
Ich habe das Fast-Ausknipsen mit vielen Tausend anderen Fußballanhängern schon einmal miterlebt und weiß, dass es nach einem erneuten Fiasko keine dritte Chance geben wird. Die zweite Chance erleben wir derzeit mit und vermutlich werden sich auch viele Stadträte am 8. April den Pokal-Tatort im AKS nicht entgehen lassen.
Sie sollten bei dieser Gelegenheit dem Wahlvolk vielleicht nicht nur kundtun, was sie gemacht haben, sondern auch, was sie in den vergangenen 19 Jahren alles versäumt haben und vor allem: warum.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red"Wacker Nordhausen ist in der Rolandstadt gewollt. viele Menschen, auch der Stadtrat stehen hinter dem Verein", beantwortet das Stadtoberhaupt nach Informationen der nnz eine eingangs gestellte Frage der Wacker-Präsidialen. Zeh untermauerte seine Aussage mit der Feststellung, dass rund 200.000 Euro (auch in Sachleistungen) aus der Stadtkasse oder von Unternehmen mit städtischer Beteiligung zum Verein geflossen seien.
Das sollen Nico Kleofas, Frank Kirchhoff und Michael John denn auch so bei diesem Gespräch bestätigt haben, dem Trio lag aber vielmehr der AKS an sich auf dem Herzen. Hier seien gemachte Zusagen nicht eingehalten worden. Fehlende Toiletten, fehlende Waschbecken in den Übergangs-Containern und dann der Zustand des Rasens auf dem Hauptplatz.
Die sanitären Probleme sollen schnellstens gelöst werden, soll der Oberbürgermeister zugesichert haben. Für die Rasenprobleme soll es eine mittelfristige Lösung geben: Momentan verfügt der Hauptplatz über eine Drainage, die diesen Namen nicht verdient. Das wiederum verschafft dem Platz die Ehre, von Trainern einiger Gastmannschaft im mdr kritisiert zu werden. Zu Recht.
Kostenschätzungen für den Rollrasen belaufen sich nach Informationen der nnz auf rund 50.000 Euro, für eine ordentliche Entwässerung kommen mindestens noch einmal 100.000 Euro dazu. Es gibt allerdings auch eine Technologie, bei der - Einsatz von Rollrasen vorausgesetzt - auf eine Drainage verzichtet werden kann. Bleibt noch das Sorgenkind Flutlicht: Auch hier könnte eine Lösung in Sichtweite kommen. Ein Unternehmen, an dem die Stadt Nordhausen mehrheitlich beteiligt ist, soll ins Flutlicht-Boot geholt werden.
Wie bei vielen anderen Problemfeldern, die in Nordhausen in den zurückliegenden Monaten angesprochen wurden (siehe Zustand des Theaters), ist jahrelang auf Verschleiß gefahren worden. Kultur hatte oberste Priorität. Jetzt aber können und sollen die Probleme mit ihren Langzeitwirkungen nicht länger unter der Decke gehalten werden. Verantwortlich ist jetzt der aktuelle Oberbürgermeister. Zu beneiden ist Klaus Zeh wahrlich nicht, er ist auch in einigen sportlichen Bereichen der Verwalter eines zwei Jahrzehnte währenden Nachlasses.
Ich begleite den, zugegeben, meinen Lieblingsverein, beruflich bereits seit dem Jahr 1995. Schon damals waren die Fußballer in der Regionalliga. Schon damals hatte der Verein nicht viele Freunde in Stadtrat und Rathaus - Klaus Wahlbuhl mal ausgenommen. Na klar, für die kommunale Politprominenz ist es toll, bei einem Champions League Spiel der Handball-Damen des THC in der VIP-Loge zu sitzen und zu klatschen. Am nächsten Tag ist der THC wieder in Bad Langensalza und damit eventuelle Probleme.
Die Fußballer sind immer hier und sie wollen - da kenne ich viele Akteure im Verein und "drumherum" - dort auch bleiben: In der Regionalliga, in Nordhausen. Das Mitmischen in dieser Spielklasse, die zweite Mannschaft in der Thüringenliga, was auch Sicherheitsspiele mit sich bringt - all das bedarf eines entsprechenden Umfeldes für Sportler, für die Zuschauer und - ja auch das - für die VIP's und für die Presse.
Seit 1995 hat sich im AKS nicht allzu viel getan. Eher das Gegenteil war der Fall, nicht nur beim Rasen. Wer Wacker in der Regionalliga auch im Jahr 2015 und danach sehen und erleben will, der muss etwas tun, auch und vor allem der Besitzer des Platzes. Denn Fakt ist, hat Wacker Nordhausen in der Regionalliga ab der Spielzeit 2015/16 kein Flutlicht, dann gehen die Lichter aus. So einfach ist das.
Ich habe das Fast-Ausknipsen mit vielen Tausend anderen Fußballanhängern schon einmal miterlebt und weiß, dass es nach einem erneuten Fiasko keine dritte Chance geben wird. Die zweite Chance erleben wir derzeit mit und vermutlich werden sich auch viele Stadträte am 8. April den Pokal-Tatort im AKS nicht entgehen lassen.
Sie sollten bei dieser Gelegenheit dem Wahlvolk vielleicht nicht nur kundtun, was sie gemacht haben, sondern auch, was sie in den vergangenen 19 Jahren alles versäumt haben und vor allem: warum.
Peter-Stefan Greiner
