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Kooperationsvereinbarung für Frühe Hilfen

Mittwoch, 26. März 2014, 15:25 Uhr
Um die Netzwerkarbeit im Modellprojekt Frühe Hilfen zu verfestigen, hat heute Landrätin Birgit Keller gemeinsam mit den Partnerinstitutionen Südharz Klinikum, Jugendsozialwerk, Caritas und Kreisjugendring einen Kooperationsvertrag unterzeichnet...

Unterzeichnet (Foto: J. Piper) Unterzeichnet (Foto: J. Piper)

Seit rund eineinhalb Jahren gibt es die Netzwerkstelle Frühe Hilfen, um im präventiven Bereich Eltern zu unterstützen und damit die Entwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Ziel ist es außerdem, die koordinierende und verbindliche Zusammenarbeit der regionalen Hilfesysteme in den Fokus zu stellen und somit den Anforderungen des neuen Bundeskinderschutzgesetzes gerecht zu werden.

Aufgabe der Netzwerkstelle ist es, die einzelnen Akteure der Frühen Hilfen für die Zusammenarbeit zu gewinnen und diese zu verstetigen. „Heute haben wir hier einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, denn die Kooperationsvereinbarung besiegelt nun unsere ohnehin schon sehr aktive und gewinnbringende Zusammenarbeit schwarz auf weiß“, sagte Birgit Keller. „Sie alle sind wichtige Partner im Projekt Frühe Hilfen und dafür möchte ich mich bedanken. Gemeinsam können wir im Kinderschutz mehr erreichen als jeder für sich allein.“

Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es, verlässliche Strukturen für die Zusammenarbeit der kommunalen Akteure zu schaffen. Gleichzeitig soll damit die aktive Mitarbeit im Netzwerk gefördert und gestärkt werden. Die Netzwerkpartner werden sich kontinuierlich gegenseitig über das jeweilige Angebots- und Aufgabenspektrum informieren, strukturelle Fragen der gemeinsamen Angebotsgestaltung und -entwicklung diskutieren und Verfahren im Kinderschutz aufeinander abzustimmen.

„Wir wissen manchmal noch zu wenig voneinander“, sagte Elke Schnabel, Leiterin des Sozialen Dienstes im Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes. „Auch Eltern erkundigen sich an ganz vielen Stellen und deshalb müssen wir dafür sorgen, dass an möglichst vielen Orten Informationen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten verfügbar sind.“

Im Landkreis Nordhausen haben sich die Frühen Hilfen zunächst an den schon lange bestehenden Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt an Kindern und Jugendlichen angeschlossen. Daraus gründete sich im vergangenen Jahr das Nordhäuser Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz. „Frühe Hilfen wollen zum gesunden Aufwachsen der zukünftigen Generationen beitragen“, so Netzwerkkoordinatorin Angelika Raupach. „Mit unserer Kooperation wollen wir dabei helfen, in belasteten Lebenssituationen mögliche Risiken für Familien frühzeitig abzubauen und die Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Familien zu stärken.“

Der Landkreis Nordhausen kooperiert dabei mit dem Kreisjugendring Nordhausen, wo auch die Netzwerkstelle angesiedelt ist, dem Südharz Klinikum mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Kinder- und Jugendmedizin und der Geburtsstation, dem Jugendsozialwerk mit seinem Familienzentrum, dem Caritasverband für das Bistum Erfurt mit der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, der Nordthüringer Lebenshilfe mit ihrer Interdisziplinären Frühförderstelle und der Polizei in Nordhausen.
Autor: red

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