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IFA-Museum soll unterstützt werden

Mittwoch, 26. März 2014, 12:00 Uhr
Erfreut nahm der SPD-Ortsverein die hoffnungsvollen Äußerungen des Oberbürgermeisters Dr. Klaus Zeh im Bezug auf die Unterstützung des IFA Museums auf...


"Nachdem im vergangenen Jahr alle kulturellen Aktivitäten unter Spardiktat standen trotz zusätzlicher Kulturmittel vom Land, wird nun eine Neuausrichtung der kommunalen Kulturpolitik erforderlich. Sie sollte Kultur grundsätzlich ermöglichen und nicht behindern", schreibt SPD-Ortschefin Barbara Rinke.

Der neue Stadtrat sollte die städtische Kulturkonzeption überarbeiten und auf die nächsten zehn Jahre ausrichten. Dabei gehe es nicht nur um eine verlässliche Finanzierung, sondern vielmehr um die Rolle von Kultur in unserer Stadt. Fortschrittliche Kulturpolitik sei eine Zukunftsinvestition.

"Wir erlebten in den vergangenen Monaten, dass die Rolle der kommunalen Geschichtsarbeit völlig unterbewertet wird. Doch Gegenwart und Zukunft brauchen Herkunft, sonst gerät das Ganze in Schieflage. So verpasste der Stadtrat die Chance, das neue Gebäude hinter dem Rathaus mit einem historisch belegten Namen zu schmücken, der an die Wurzeln unserer Stadtgeschichte anknüpft", sagt Rinke weiter.

Die kommunale Geschichtsarbeit müsse zu einem neuen Schwerpunkt werden, sonst verliere die Stadt weitere Identifikationspunkte und wird beliebig und ohne Belang. Eine Stadt, die zu zwei Dritteln zerstört wurde, müsse mehr als andere die Stadtgeschichte auf unterschiedliche Weise in die Neuzeit implementieren. Nun gebe es eine neue Möglichkeit Geschichtsbewusstsein zu beweisen.

"Das IFA Museum ist bedeutender Teil der Nordhäuser Industriegeschichte. Hier wurden nicht nur Traktoren und Motoren gebaut, es ist auch ein Stück Forschungs- und Entwicklungsgeschichte unserer Stadt und unserer Region. Es sollte dringend einen neuen Anlauf geben, um dieses Stück Industriekultur dauerhaft zu erhalten. Stadt und Landkreis sollten den Förderverein dabei nicht nur mit Worten tatkräftig unterstützen", sagt die Vorsitzende des Ortsvereins.

Was dabei unterschlagen wird ist die Tatsache, dass es das IFA-Museum schon seit vielen Jahren in Nordhausen gibt. Mehr als eine einmalige Startfinanzierung in Höhe von 10.000 Euro durch den Stadtrat gab es in der Amtszeit von Barbara Rinke auch nicht. Dann ließ das Interesse an dem Museum stark nach, ist aus dessen Vorstandskreisen zu erfahren.
Autor: red

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