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Pokaldebakel für Wacker Nordhausen: 2:5 gegen Sondershausen

Dienstag, 03. Oktober 2000, 18:25 Uhr
Wacker 90 Nordhausen verabschiedete sich mit einer schwachen Leistung gegen Eintracht Sondershausen bereits in der 2. Runde aus dem Thüringer Landespokal. Die vielen Verletzten und Gesperrten auf Seiten der Nordhäuser spiegelten sich in dieser Partie wider. Vor allem auf der Torwartposition wurde dies deutlich sichtbar. Patrick Michael, für den gesperrten Henryk Lihsa in die Anfangsformation gerutscht, erwischte einen rabenschwarzen Tag.
Schon in der 2. Minute wurde dies deutlich, als ein Verständigungsproblem zwischen Abwehr und Torhüter den Sondershäusern ihre erste Chance ermöglichte. Folgerichtlich fiel das 1:0 für Sonderhausen durch einen kapitalen Schnitzer in der Nordhäuser Hintermannschaft. Maik Franz nutzte das in der 16. Minute aus und vollendete aus acht Metern zur Führung für Sondershausen. Nur sechs Minuten später war es Henning Story, der dank der kräftigen Mithilfe des Nordhäuser Schlussmannes aus elf Metern zum 2:0 erhöhen konnte. Bei diesem Stand blieb es dann bis zur Halbzeitpause. Trotz der zwei Tore hatte das Spiel ein schlechtes Niveau, wobei Sondershausen die "Geschenke" der Nordhäuser annahm und deshalb auch verdient führte. Zur Halbzeit wechselte Nordhausen den vermutlich verletzten Mannschaftskapitän Jens Ludwig aus und Dirk Fuhrmann der Trainer der "Wackeraner" gab sein Debüt als 38jähriger im Dress der Nordhäuser.
Doch viel besser sollte es auch mit ihm nicht laufen! Denn wiederum waren es Abstimmungsprobleme in der Abwehr und ein zu zögerlich agierender Patrick Michael, der es Steffen Knaebe ermöglichte ungehindert aus zwei Metern zum 3:0 zu erhöhen. Nur eine Minute später keimte etwas Hoffnung für die mitgereisten Nordhäuser Fans auf, als Sten Prokoch aus acht Metern zum zwischenzeitlichen 3:1 für Nordhausen sorgte. Doch nur neun Minuten später war es wieder Franz, der nach tollem Konter einen harmlosen Schuss durch die Beine von Michael ins Netz befördern konnte. Dennoch konnte Sven Pistorius zum 2:4 verkürzen, als er auf halb linker Position den Sondershäuser Torwart Jens Weißgärber mit einem herrlichen Heber überlistete. Aber alle Nordhäuser Bemühungen waren sinnlos, wenn der eigene Torhüter auch die einfachsten Bälle nicht festhalten kann. So geschehen, als Michael Franke mit einem harmlosen Schuss den indiskutabel spielenden Michael überwinden und somit auf 5:2 erhöhen konnte.
Das war dann auch der Endstand in einem munteren Spiel vor 1200 Zuschauer, bei dem Sondershausen verdient gewann. Wo bei man nicht vergessen sollte, dass der Nordhäuser Torhüter dabei kräftig mitgeholfen hat. Somit kann sich Nordhausen intensiv auf den Punktspielbetrieb konzentrieren, um den Abstieg aus der Oberliga zu verhindern.
Autor: cg

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