nnz-online

Keine Energiewende ohne Bioenergie

Dienstag, 11. März 2014, 16:18 Uhr
Auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin werden an diesem Donnerstag die Energiewende und deren Lastenverteilung ein entscheidendes Thema sein. Dazu sagt CDU-Fraktionsvize Egon Primas...


„Die Thüringer Landesregierung muss dort darauf drängen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen weiteren Ausbau von Biogasanlagen ermöglichen. Die Bioenergieerzeugung, insbesondere in landwirtschaftlichen Biogasanlagen, muss auch weiterhin wirtschaftlich möglich sein, um das vorhandene Potential zur Flexibilisierung der Stromerzeugung zu nutzen.“

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte kürzlich Pläne zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt. Nach dem Entwurf soll die Einspeisevergütung für Biomasse-Neuanlagen bis zu

50 Prozent reduziert werden, auch der Gasaufbereitungsbonus soll gestrichen und die Flexibilitätsprämie gekürzt werden. Primas: „Gabriels Vorschläge bedeuten das Aus für die Bioenergie in Thüringen!“

Egon Primas sieht in den Maßnahmen die Gefahr, dass somit die Kosten der Erzeugung nicht mehr gedeckt werden können. Für Primas, Sprecher für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, besteht dringender Nachbesserungsbedarf an den Plänen des Ministers: „Biomasse ist der entscheidende Bestandteil der Energiewende hier in Thüringen, der auch durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes nicht gefährdet werden darf. Keine Energiewende ohne Biomasse und Biogas.“

Im Freistaat entfallen 80 Prozent der erneuerbaren Energie auf Biomasse. Primas: „Wenn Strom aus Wind und Sonne nicht zu Verfügung steht, besteht durch Biomasse die Möglichkeit, bedarfsgerecht Regelenergie zu liefern und kurzfristig Strom einzuspeisen. Insofern steht die Herstellung der Bioenergie auch für die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit Thüringens.“
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de