Was wird mit 245 Hortplätzen in Nordhäuser KITAs?
Donnerstag, 03. Mai 2001, 13:10 Uhr
Es ist schon ziemlich verwirrend, wenn es um die Erhöhung der Elternbeiträge für die Kindertagesstätten in Nordhausen geht. Doch nach nnz-Informationen ist diese Diskussion wohl noch harmlos. In den kommenden Wochen stehen die Hortplätze in den Kindereinrichtungen auf der Kippe.
Nordhausen (nnz). Während der Hauptausschußsitzung des Stadtrates am Mittwoch (nnz berichtete) wurde dieses brisante Thema wohl nur zufällig angeschnitten. Noch will man vermutlich von allen Seiten die Öffentlichkeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Geht es bei der jetzigen Gebührendiskussion nur um mehr Geld von den Eltern, so stehen künftig Arbeitsplätze und Kindergärten auf der Streichliste.
Die Rede ist von den Hortplätzen, die neben den Schulhortplätzen in den Kindertagesstätten angesiedelt sind. 245 sollen es nach Aussage der Stadtverwaltung sein. Für diese Plätze will die Stadtverwaltung nach nnz-Recherchen keine Räumlichkeiten mehr vorhalten. 245 Schüler, das sind etwas mehr als zehn Hortgruppen, gibt es in der Stadt Nordhausen. Die Finanzierung der Hortplätze ist Sache des Landkreises und des Landes Thüringen, das entsprechende Geld fließt auch, aber die Betreibung der Räumlichkeiten wird zum Teil aus dem Stadtsäckel gewährleistet und das ist keine Pflichtaufgabe der Kommune wie die Zuschüsse zu den Kindergartenplätzen.
Werden nun vielleicht noch in diesem Jahr die Hortplätze in den Kindertagsstätten abgeschafft, sind ja immer noch Betreuer und Räume vorhanden. Was also damit machen? Die Räumlichkeiten sollen vermutlich aufgefüllt werden mit Gruppen aus anderen Kindergärten. Rund 250 Kinder müßten dann umziehen, betroffen sind wohl eher die kleinen Einrichtungen. Wie auch immer die Umzugsstrategie aussehen wird, letztlich werden Räume, werden Kindergärten freigezogen und Gebäude (zwei bis drei) in der Stadt Nordhausen geschlossen. Freigesetzt werden aber auch (wo auch immer?) Betreuerinnen für rund 250 Kinder, das sind über 20 Mitarbeiter, vorwiegend in Teilzeit. Fein raus sind da vermutlich die Träger mit wenigen Einrichtungen wie der Ökumenische Kindergarten oder die Johanniter Unfallhilfe. Zum Aderlaß werde es wohl beim Jugendsozialwerk kommen.
Die Stadt verhält sich momentan noch zögerlich bei der Bedarfsplanung für die Kindertagesstätten, Ende April hätten die Zahlen schon mal bei Jugendamt der Kreisverwaltung vorliegen müssen. Bevor diese Zahlen wohl auf die Reise geschickt werden, sollen sie den Mitgliedern des Sozialausschusses des Stadtrates präsentiert werden. Und da sitzen mit Thomas Pape und Norbert Klodt (beide CDU) bekanntlich zwei Vertreter von freien Träger von Kindertagesstätten!
Autor: nnzNordhausen (nnz). Während der Hauptausschußsitzung des Stadtrates am Mittwoch (nnz berichtete) wurde dieses brisante Thema wohl nur zufällig angeschnitten. Noch will man vermutlich von allen Seiten die Öffentlichkeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Geht es bei der jetzigen Gebührendiskussion nur um mehr Geld von den Eltern, so stehen künftig Arbeitsplätze und Kindergärten auf der Streichliste.
Die Rede ist von den Hortplätzen, die neben den Schulhortplätzen in den Kindertagesstätten angesiedelt sind. 245 sollen es nach Aussage der Stadtverwaltung sein. Für diese Plätze will die Stadtverwaltung nach nnz-Recherchen keine Räumlichkeiten mehr vorhalten. 245 Schüler, das sind etwas mehr als zehn Hortgruppen, gibt es in der Stadt Nordhausen. Die Finanzierung der Hortplätze ist Sache des Landkreises und des Landes Thüringen, das entsprechende Geld fließt auch, aber die Betreibung der Räumlichkeiten wird zum Teil aus dem Stadtsäckel gewährleistet und das ist keine Pflichtaufgabe der Kommune wie die Zuschüsse zu den Kindergartenplätzen.
Werden nun vielleicht noch in diesem Jahr die Hortplätze in den Kindertagsstätten abgeschafft, sind ja immer noch Betreuer und Räume vorhanden. Was also damit machen? Die Räumlichkeiten sollen vermutlich aufgefüllt werden mit Gruppen aus anderen Kindergärten. Rund 250 Kinder müßten dann umziehen, betroffen sind wohl eher die kleinen Einrichtungen. Wie auch immer die Umzugsstrategie aussehen wird, letztlich werden Räume, werden Kindergärten freigezogen und Gebäude (zwei bis drei) in der Stadt Nordhausen geschlossen. Freigesetzt werden aber auch (wo auch immer?) Betreuerinnen für rund 250 Kinder, das sind über 20 Mitarbeiter, vorwiegend in Teilzeit. Fein raus sind da vermutlich die Träger mit wenigen Einrichtungen wie der Ökumenische Kindergarten oder die Johanniter Unfallhilfe. Zum Aderlaß werde es wohl beim Jugendsozialwerk kommen.
Die Stadt verhält sich momentan noch zögerlich bei der Bedarfsplanung für die Kindertagesstätten, Ende April hätten die Zahlen schon mal bei Jugendamt der Kreisverwaltung vorliegen müssen. Bevor diese Zahlen wohl auf die Reise geschickt werden, sollen sie den Mitgliedern des Sozialausschusses des Stadtrates präsentiert werden. Und da sitzen mit Thomas Pape und Norbert Klodt (beide CDU) bekanntlich zwei Vertreter von freien Träger von Kindertagesstätten!
