Morgen Zeichen setzen
Freitag, 07. März 2014, 15:10 Uhr
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2014 fordert die Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Nordhausen, Birgit Wegner effektive Maßnahmen für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen...
Gleiche Chancen für Männer und Frauen sind lange nicht erreicht, auch wenn der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen langsam steigt. Nach wie vor erhalten Frauen im Durchschnitt 22 Prozent geringere Löhne als Männer und arbeiten viel öfter in Teilzeit oder in Minijobs zu finden. In Führungspositionen sind Frauen nur sehr selten. so Birgit Wegner.
Viele Frauen erhalten trotz Vollzeitbeschäftigung keine existenzsichernden Löhne und können damit auch keinen existenzsichernden Rentenanspruch erarbeiten. Viele von ihnen sind gezwungen, auf Teilzeit- oder Minijobs auszuweichen, wenn sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation für Alleinerziehende. Trotz Erwerbstätigkeit müssen viele von ihnen ergänzend Hartz IV Leistungen beziehen. Im Landkreis Nordhausen waren im vergangenen Jahr 943 Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern auf Hartz VI Leistungen angewiesen.
Wegner weiter: Fast jede dritte Frau, die Arbeitslosengeld II bezieht, ist gleichzeitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt, kann aber von ihrem Einkommen nicht leben. Zum Stichtag Juli 2013 waren im Landkreis Nordhausen 2204 Frauen auf Hartz IV angewiesen, obwohl 1167 von ihnen erwerbstätig waren. Dazu kommt, dass ca. 37 Prozent der als arbeitslos registrierten Frauen keinen Anspruch auf Leistungen haben, weil z.B. der Ehemann ein Einkommen erzielt, welches über dem Sozialhilfesatz liegt.
Frauen wollen gute Arbeit und ein existenzsicherndes Einkommen ein Leben lang. Dazu müssen aber Politiker den warmen Worten und Versprechungen endlich Daten folgen lassen. Dazu gehört neben einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 pro Stunde, die Abschaffung der Minijobs und damit Sozialversicherungspflicht ab der ersten Arbeitsstunde, ein Rechtsanspruch auf Rückkehr von Teilzeit auf einen Vollzeitarbeitsplatz sowie eine hochwertige Betreuungsinfrastruktur für Kinder und Pflegebedürftige, damit Familie und Beruf miteinander vereinbar werden.
Autor: redGleiche Chancen für Männer und Frauen sind lange nicht erreicht, auch wenn der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen langsam steigt. Nach wie vor erhalten Frauen im Durchschnitt 22 Prozent geringere Löhne als Männer und arbeiten viel öfter in Teilzeit oder in Minijobs zu finden. In Führungspositionen sind Frauen nur sehr selten. so Birgit Wegner.
Viele Frauen erhalten trotz Vollzeitbeschäftigung keine existenzsichernden Löhne und können damit auch keinen existenzsichernden Rentenanspruch erarbeiten. Viele von ihnen sind gezwungen, auf Teilzeit- oder Minijobs auszuweichen, wenn sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation für Alleinerziehende. Trotz Erwerbstätigkeit müssen viele von ihnen ergänzend Hartz IV Leistungen beziehen. Im Landkreis Nordhausen waren im vergangenen Jahr 943 Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern auf Hartz VI Leistungen angewiesen.
Wegner weiter: Fast jede dritte Frau, die Arbeitslosengeld II bezieht, ist gleichzeitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt, kann aber von ihrem Einkommen nicht leben. Zum Stichtag Juli 2013 waren im Landkreis Nordhausen 2204 Frauen auf Hartz IV angewiesen, obwohl 1167 von ihnen erwerbstätig waren. Dazu kommt, dass ca. 37 Prozent der als arbeitslos registrierten Frauen keinen Anspruch auf Leistungen haben, weil z.B. der Ehemann ein Einkommen erzielt, welches über dem Sozialhilfesatz liegt.
Frauen wollen gute Arbeit und ein existenzsicherndes Einkommen ein Leben lang. Dazu müssen aber Politiker den warmen Worten und Versprechungen endlich Daten folgen lassen. Dazu gehört neben einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 pro Stunde, die Abschaffung der Minijobs und damit Sozialversicherungspflicht ab der ersten Arbeitsstunde, ein Rechtsanspruch auf Rückkehr von Teilzeit auf einen Vollzeitarbeitsplatz sowie eine hochwertige Betreuungsinfrastruktur für Kinder und Pflegebedürftige, damit Familie und Beruf miteinander vereinbar werden.
