Regionalverband blickt auf erfolgreiches Jahr zurück
Mittwoch, 02. Mai 2001, 19:12 Uhr
Nordhausen/Allstedt (nnz). Der Vorsitzende des Regionalverbandes, Nordhausens Landrat Joachim Claus (siehe nnz-Foto), konnte erneut von einer Fülle von Aktivitäten und Fortschritten in der regionalen Zusammenarbeit berichten. Auf dem Gebiet der Regionalisierung hat der Regionalverband in den vergangenen Jahren mit der Erstellung des Regionalen Entwicklungskonzeptes und des Regionalen Aktionsprogramms Harz grundlegende Arbeiten geleistet. Mit der Verabschiedung dieser beiden Papiere wurde jedoch kein Endpunkt erreicht. Sie stellen lediglich einen Zwischenschritt in einem laufenden Prozess dar. Durch die Einrichtung eines EU-geförderten Regionalmanagements Harz ist es dem Regionalverband gelungen, seine Aktivitäten fortzusetzen und zu intensivieren.Der Regionalverband ist selbst Träger einzelner Maßnahmen, die im Aktionsprogramm verankert sind und nun umgesetzt werden müssen. Hierzu gehören z.B. die Virtuelle Messe Harz im Internet, der weitere Aufbau des Netzwerks Umweltbildung oder auch die Arbeit am Naturpark Harz und zum Radwandertourismus im Harz. Durch die Möglichkeiten des Regionalmanagements Harz konnten zusätzliche Arbeitsfelder besetzt werden, darunter eine sehr erfolgversprechende Kooperation mit den Gründerzentren des Harzes.
Einer der künftigen Arbeitsschwerpunkte soll die Arbeit an einem verbesserten Marketing für die Wirtschaftsregion Harz sein. Hierzu liegen erste Überlegungen für eine attraktive Internetpräsentation vor, die in den kommenden Monaten realisiert werden soll. Weitere Marketingmaßnahmen sind in einem einheitlichen Gesamtkonzept zu integrieren. Im Aufgabenbereich der regionalen Kulturförderung markierte im vergangenen Jahr die völlig neu bearbeitete Broschüre Kulturlandschaft Harz einen Meilenstein. Die Broschüre verdeutlicht die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Sie erfreut sich bei Besuchern, aber vielleicht noch mehr bei den Einwohnern des Harzes großer Beliebtheit. Indem sie auch auf weniger bekannte Perlen der Kulturlandschaft verweist, leistet sie einen wertvollen Beitrag zur regionalen Identität.
Tradition besitzt mittlerweile schon der mit 5.000 Mark dotierte Kulturpreis Harz, der in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen wurde. Preisträger ist der Rundfunk-Jugendchor Wernigerode. Mit der Auszeichnung würdigt der Regionalverband Harz insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Schüler und ihrer Lehrer, das weit über das zu erwartende Maß im Rahmen einer schulischen Pflichterfüllung hinaus geht. Der Chor ist ein kulturelles Aushängeschild der Region Harz und einer ihrer bedeutendsten Imageträger. In seiner Laudatio hob der ehemalige Intendant des Nordharzer Städtebundtheaters, Gero Hammer, die überragende Qualität und die Kontinuität über Jahrzehnte hervor, die das Ensemble auszeichnet. Der Chor feiert in diesen Tagen sein 50jähriges Bestehen.
An diesen Programmhöhepunkt schloss sich die Verleihung des Naturpark-Preises an. In diesem Jahr gewann die Stadt Herzberg am Harz den Wettbewerb. Herzberg wurde für die beispielhafte Gestaltung eines innerörtlichen Gewässers, in diesem Falle des Juessees, ausgezeichnet. Wie Laudator Martin Wirth, Sachgebietsleiter für Landschaftsgestaltung und -pflege beim Landkreis Wernigerode, Mitglied der Naturpark-Jury des Regionalverbandes und Schöpfer der Naturpark-Preisplakette, beschrieb, ist dessen Gestaltung sowohl unter Gesichtspunkten des Naturschutzes wie auch der Naherholung und der Landschaftsästhetik beispielhaft.
Nach dem offiziellen Teil des Empfangs nutzten die Gäste wie jedes Jahr die Gelegenheit, sich einen Abend lang über Harzer Themen auszutauschen. Mehrere Ausstellungen, Schlossführungen und ein Orgelkonzert boten die Möglichkeit, das attraktive Ambiente von Schloß Allstedt zu genießen und sorgten für einen würdigen Ausklang des Walpurgisempfangs.
