Aufgeschlüsselt
Dienstag, 25. Februar 2014, 10:13 Uhr
Die Stadt Nordhausen hat im vergangenen Jahr vom Freistaat Thüringen rund 570.000 Euro erhalten. Damit sollen Verluste abgefangen werden, die bei der Betreibung von kulturellen Einrichtungen entstehen. Jetzt gibt es dazu konkrete Zahlen...
Zur Erläuterung vorab: Für den Ausgleich kommunaler Belastungen im kulturellen Bereich hat das Thüringer Kultusministerium der Stadt Nordhausen im Juli 2013 570.135 Euro aus dem gleichnamigen Programm gewährt. Grundlage für die Berechnung der Mittel sind die kulturellen Ausgaben einer Stadt, gemessen am Gesamthaushalt und die Einwohnerzahlen.
Konkret müssen die Kommunen müssen unter anderem diese Kriterien erfüllen:
So müssen die Ausgaben für Kultur mindestens vier Prozent des Volumens des Verwaltungshaushalts betragen und die Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur müssen mindestens 50 Euro je Einwohner betragen.
Zur Berechnung werden darüber hinaus die Einwohnerzahlen herangezogen. Grundlage sind die Zahlen des statistischen Landesamtes für die Jahre 2009 bis 2011. Das Geld wird im städtischen Kulturbereich für die allgemeine Deckung des Zuschussbedarfs (Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben) im Bereich Kultur eingesetzt, unter anderem bei Museen, der Bibliothek, für Veranstaltungen die Kultur- und Heimatpflege in der Stadt und den Ortsteilen sowie den Denkmalschutz und der Denkmalpflege. Nicht förderfähig sind einige eigene Veranstaltungen der Stadt wie zum Beispiel poeTon oder der Adventsmarkt.
Hier nun einige Beispiele , wobei in den Summen der Ausgaben nach Auskunft der Stadtverwaltung auch die Personalkosten enthalten sein sollen, ohne Abschreibungen und Investitionen.
Das Stadtarchiv verursachte im vergangenen Jahr rund 157.000 Euro an Kosten, auf der Einnahmeseite schlagen jedoch nur knapp 11.000 Euro zu Buche. So beläuft sich das Defizit für das Stadtarchiv auf rund 146.000 Euro. Die größte Differenz kann bei der Stadtbibliothek in der Nebelungstraße ausgemacht werden. 322.023 Euro an Ausgaben stehen Einnahmen von gerade mal 33.591 Euro gegenüber. Somit betragt die Differenz 288.432 Euro.
Weiterhin gibt es kulturelle Bereiche in Nordhausen, die "Null"Einnahmen verzeichnen. Hierzu gehören der Denkmalschutz, die Ausgaben für die Lutherdekade sowie für Kulturveranstaltungen und die Heimatpflege in den Ortsteilen.
In Summe also entsteht im kulturellen Bereich ein Minus von mehr als 1,1 Millionen Euro. Fast exakt die Hälfte davon übernimmt sozusagen das Land Thüringen mit dem oben beschriebenen Programm. Das aber ist noch nicht alles in punkto Kultur- und anverwandten Kosten. Morgen, zur Sitzung des Stadtrates sollen darüber hinaus 200.000 Euro für die Förderung der Jugendarbeit, 38.000 Euro für die Förderung sozialer Einrichtungen in freier Trägerschaft, 45.000 Euro für die Jugendkunstschule sowie 5.000 Euro für das diesjährige Jazzfest beschlossen werden. Übrigens müssen zum kommunalen Kulturbeitrag auch die rund 2,7 Millionen Euro jährlich für das Theater hinzugerechnet werden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redZur Erläuterung vorab: Für den Ausgleich kommunaler Belastungen im kulturellen Bereich hat das Thüringer Kultusministerium der Stadt Nordhausen im Juli 2013 570.135 Euro aus dem gleichnamigen Programm gewährt. Grundlage für die Berechnung der Mittel sind die kulturellen Ausgaben einer Stadt, gemessen am Gesamthaushalt und die Einwohnerzahlen.
Konkret müssen die Kommunen müssen unter anderem diese Kriterien erfüllen:
So müssen die Ausgaben für Kultur mindestens vier Prozent des Volumens des Verwaltungshaushalts betragen und die Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur müssen mindestens 50 Euro je Einwohner betragen.
Zur Berechnung werden darüber hinaus die Einwohnerzahlen herangezogen. Grundlage sind die Zahlen des statistischen Landesamtes für die Jahre 2009 bis 2011. Das Geld wird im städtischen Kulturbereich für die allgemeine Deckung des Zuschussbedarfs (Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben) im Bereich Kultur eingesetzt, unter anderem bei Museen, der Bibliothek, für Veranstaltungen die Kultur- und Heimatpflege in der Stadt und den Ortsteilen sowie den Denkmalschutz und der Denkmalpflege. Nicht förderfähig sind einige eigene Veranstaltungen der Stadt wie zum Beispiel poeTon oder der Adventsmarkt.
Hier nun einige Beispiele , wobei in den Summen der Ausgaben nach Auskunft der Stadtverwaltung auch die Personalkosten enthalten sein sollen, ohne Abschreibungen und Investitionen.
Das Stadtarchiv verursachte im vergangenen Jahr rund 157.000 Euro an Kosten, auf der Einnahmeseite schlagen jedoch nur knapp 11.000 Euro zu Buche. So beläuft sich das Defizit für das Stadtarchiv auf rund 146.000 Euro. Die größte Differenz kann bei der Stadtbibliothek in der Nebelungstraße ausgemacht werden. 322.023 Euro an Ausgaben stehen Einnahmen von gerade mal 33.591 Euro gegenüber. Somit betragt die Differenz 288.432 Euro.
Weiterhin gibt es kulturelle Bereiche in Nordhausen, die "Null"Einnahmen verzeichnen. Hierzu gehören der Denkmalschutz, die Ausgaben für die Lutherdekade sowie für Kulturveranstaltungen und die Heimatpflege in den Ortsteilen.
In Summe also entsteht im kulturellen Bereich ein Minus von mehr als 1,1 Millionen Euro. Fast exakt die Hälfte davon übernimmt sozusagen das Land Thüringen mit dem oben beschriebenen Programm. Das aber ist noch nicht alles in punkto Kultur- und anverwandten Kosten. Morgen, zur Sitzung des Stadtrates sollen darüber hinaus 200.000 Euro für die Förderung der Jugendarbeit, 38.000 Euro für die Förderung sozialer Einrichtungen in freier Trägerschaft, 45.000 Euro für die Jugendkunstschule sowie 5.000 Euro für das diesjährige Jazzfest beschlossen werden. Übrigens müssen zum kommunalen Kulturbeitrag auch die rund 2,7 Millionen Euro jährlich für das Theater hinzugerechnet werden.
Peter-Stefan Greiner
