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10. Architektur-Staatspreis ausgelobt

Mittwoch, 19. Februar 2014, 12:36 Uhr
Thüringens Bauminister Christian Carius startet den Wettbewerb um innovative Konzepte. Bereits zum zehnten Mal wird gefragt: Wo wurde in Thüringen das innovativste architektonische und städtebauliche Konzept umgesetzt?

" Historisch verfügt Thüringen über viele Beispiele einer hohen Qualität von Baukultur. In Zeiten des demografischen Wandels müssen wir jetzt Architektur neu denken. Deshalb suchen wir mutige Versuche, herausragende Ideen oder einfach nur neue architektonische Lösungen, um auf Beispiele gelungener Baukultur in der Gegenwart aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, heute in Erfurt zur Auslobung des Thüringer Staatspreises für Architektur und Städtebau 2014.

„Da die Entstehung guter Architektur ohne verantwortungsvolle, engagierte und aufgeschlossene Auftraggeber kaum denkbar ist, werden sowohl Planer als auch Bauherren in unserem Wettbewerb ausgezeichnet“, so Carius weiter. Erwartet werden Beiträge, die sich mit aktuellen Themen, wie demografischer Wandel, schonender Umgang mit Umwelt und Ressourcen, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit, Nachnutzung von Flächen und Gebäuden sowie der Innenentwicklung von Siedlungen, auseinandersetzen. Es sollen insbesondere Bauwerke mit ihren Außenräumen vorgestellt werden, die einen hohen ästhetischen Wert haben und den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und eines schonenden Umgangs mit der Ressource Boden sowie den demografischen Herausforderungen entsprechen.

Den letzten Architektur-Staatspreis gewann 2012 das ‚Neue Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland‘ in Erfurt. „Das Projekt hat modernes Bauen in einem historisch hochrangigen Stadtensemble auf großartige Weise realisiert. Stadt und Bauwerk, Alt und Neu wurden dort auf besondere Weise vereinigt“, erinnerte der Bauminister.

Der Staatspreis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr (TMBLV) in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Thüringen (AKT) ausgelobt. Es werden Preise und Anerkennungen verliehen. Zusätzlich kann ein Sonderpreis für die nachahmenswerte Umsetzung der baulichen Barrierefreiheit und eine Anerkennung für Projekte der innerstädtischen Brachflächenrevitalisierung vergeben werden. Seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 1996 ist es das Anliegen der Landesregierung, mit dem Staatspreis innovative architektonische und städtebauliche Konzeptionen zu würdigen und damit das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die gebaute Umwelt zu stärken. Eine fachkundige Jury unter Vorsitz von Minister Carius wird die eingereichten Arbeiten bewerten.

Preisrichter:

- Christian Carius, Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr
- Dipl.-Ing. Sabine Doht, MdL, Vors. Ausschuss für Bau, Landesentwicklung und Verkehr im Thüringer Landtag

- Dr.-Ing. Hans-Gerd Schmidt, Architekt, Präsident der Architektenkammer Thüringen
- Prof. Dipl.-Ing. Philipp Krebs, Architekt, Kassel, Professor für Baukonstruktionslehre und energieeffizientes Bauen, Fakultät für Architektur und Stadtplanung, Fachhochschule Erfurt

- Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ruth, Professur Tragwerkslehre, Fakultät für Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

- Dipl.-Ing. Hartmut Strube, Architekt, amtierender Präsident der Stiftung Baukultur Thüringen

- Dipl.-Ing. Olaf Baum, Stadtplaner, PAD Architekten, Weimar

- Dipl.-Ing. Heike Roos, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin,

RoosGrünPlanung, Denstedt

- Prof. Dipl.-Ing. Göran Pohl, Architekt und Stadtplaner, Pohl Architekten, Erfurt


Die vollständigen Auslobungsunterlagen und die Kontaktdaten können im Internet auf der Homepage des TMBLV (www.tmblv.de) abgerufen werden. Die Bewerbungsfrist für den Staatspreis endet am 15. April 2014.
Autor: en

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